Politik

Verstärkte Kontrollen in Bayern: ab Juli geht's los. (Foto: dpa)

23.06.2015

Bayern stockt Schleierfahndung auf

Innenminister Herrmann will 500 Polizisten abordnen

Bayern will die Schleierfahndung im Freistaat ab Juli um 500 Polizisten verstärken. Das sei eine Konsequenz aus der großen Zahl der Aufgriffe bei den Grenzkontrollen während des G7-Gipfels, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Passauer Neuen Presse. Entlang der bayerisch-österreichischen Grenze sollen 100 Bereitschaftspolizisten die Schleierfahnder unterstützen; im Landesinneren will Herrmann 400 Beamte aus Einsatzzügen und zivilen Ermittlungsgruppen abordnen. Sie sollen gegen Einbrecher, Schleuser, Drogen- und Menschenhändler vorgehen.

Während des G7-Gipfels in Elmau hatte die Bundespolizei bei Grenzkontrollen in Bayern 150 Straftaten aufgedeckt, 60 Haftbefehle vollstreckt, 8600 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt und 430 Personen die Einreise verweigert. Herrmann forderte, dass jetzt auch die übrigen Bundesländer und die Bundespolizei die Grenzüberwachung verstärkten. Nur dann würden mehr Verbrechen aufgeklärt und Täter abgeschreckt.

Info: SchleierfahndungBei der Schleierfahndung kontrollieren Polizisten in Zivil auf den Hauptverkehrsstrecken aus dem Ausland und ins Ausland Reisende ohne konkreten Verdacht. Die Fahndungsmethode wurde zunächst in den 1990er Jahren in Südbayern eingesetzt, nachdem die Schlagbäume an der Grenze zu Österreich gefallen waren. Später wurde die Fahndung wegen der Grenzöffnung zu Tschechien auf große Teile des Freistaats aufgedehnt.


Schwerpunktmäßig kontrollieren Beamte auf den Autobahnen und anderen großen Straßen sowie in Fernzügen.
Gesuchte Mörder, Autoschieber, Drogenkuriere, Menschenschlepper und Einbrecherbanden gehen ihnen dabei immer wieder ins Netz. Die Schleierfahndung ist eine bayerische Erfindung und wurde inzwischen von anderen Bundesländern übernommen. Sie heißt so, weil die Maßnahmen sich wie ein Schleier über die internationalen Reiserouten legen sollen. (dpa)

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Kommentare (1)

  1. Paul am 24.06.2015
    Zu spät, die Schlepper sind schon seit Jahren unterwegs!

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