Politik

BayWa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz warnt vor schwerwiegenden Problemen in Deutschlands Apfelproduktion. (Foto: dpa)

12.10.2015

BayWa-Chef kritisiert Bundeslandwirtschaftsminister

Es sollten endlich Obstexporte nach Asien erlaubt werden

Deutschlands größter Agrarhändler BayWa AG fordert von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) mehr Einsatz für Handelsabkommen, die Obstexporte nach Asien erlauben. "Wenn wir für Deutschland nicht schnellstens solche Abkommen erhalten, dann wird die Apfelproduktion in unserem Land spätestens in zwei Jahren schwerwiegende Probleme bekommen", sagte BayWa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz heute in München.

"Dass Handelsverträge innerhalb eines Jahres verhandelt und unterschrieben werden können und nicht Jahre dafür benötigt werden, hat die polnische Politik jetzt vorgemacht. Daran kann sich die deutsche Agrarpolitik ein Beispiel nehmen", kritisierte Lutz. In China sei zwar die neuseeländische BayWa-Tochter erfolgreich unterwegs - aber die deutschen Apfelerzeuger und Vermarkter hätten immer noch keine Exportmöglichkeit nach Asien, weil Handelsabkommen fehlten. Die Niederlande und andere Länder seien da schon viel weiter.

"Das ist für eine Exportnation wie Deutschland beschämend", sagte Lutz. Seit dem Russland-Embargo sei klar, "wie sehr wir Vermarktungsmöglichkeiten vor allem in den wachsenden asiatischen Märkten benötigen". Von der deutschen Agrarpolitik erwarte er deutlich mehr Initiative. Bislang werden weniger als zehn Prozent der deutschen Äpfel ins Ausland verkauft.
(dpa)

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