Politik

Franz Josef Strauß während einer Rede auf dem CSU-Parteitag in München 1985. (Foto: dpa)

03.09.2015

"In Bayern gehen die Uhren anders"

Franz Josef Strauß in Zitaten

Manche Zitate des CSU-Übervaters Franz Josef Strauß sind parteiintern noch geflügelte Worte. Anderes ist heute schwer vorstellbar - etwa die Beschimpfung von Zwischenrufern bei einer Wahlkampfrede. Eine Auswahl:

- Der Wurstvorrat des Hundes: "Solange die Liberalsozialisten an der Regierung sind, kann ich nur sagen: Eher legt sich ein Hund einen Salamivorrat an, als dass die eine einmal eingeführte Steuer wieder abschaffen."

- Über Politiker, die auf ihre Popularität schielen: "Everybody's darling is everybody's Depp."

- Das Grundprinzip einer überzeugenden Rede: "Man muss einfach reden, aber kompliziert denken - nicht umgekehrt."

- Über seinen SPD-Gegenspieler: "Helmut Schmidt und ich kennen uns sehr gut. Wenn er mich anredet "Alter Gauner" und ich sage "Alter Lump", so ist das durchaus eine von gegenseitiger Wertschätzung und realistischer Kennzeichnung getragene Formulierung."

- Strauß über Sozialismus und Kommunismus: "Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher."

- Über das Bundeskanzleramt: "Es ist reizvoller, in Alaska eine Ananasfarm zu errichten, als Bundeskanzler zu werden."

- Über den damaligen "Bayernkurier"-Chefredakteur Wilfried Scharnagl: "Er schreibt, was ich denke, und ich denke, was er schreibt."

- Gegen den Zeitgeist: "In Bayern gehen die Uhren anders. Wenn in Bayern die Uhren wirklich anders gehen, dann haben wir, soweit die Politik es vermag, diesen Beitrag zur geistigen Führung unseres Landes geleistet, damit in Bayern die Uhren richtig gehen und nicht nach Zeitgeist jeweils verschieden eingestellt werden."

- Gegen die gleichgeschlechtliche Partnerschaft: "Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder."

- Gegen Helmut Kohl: "Der wird nie Kanzler werden. Der ist total unfähig; ihm fehlen alle charakterlichen, geistigen und politischen Voraussetzungen. Ihm fehlt alles."

- Gegen Strauß-Gegner auf einer Wahlkundgebung: "Wenn's schon kein Hirn haben, dann halten Sie's Maul wenigstens. Dieses dämliche Gequatsche eines politisierenden Beatles. Sie Pilzkopf!"

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 41 (2017)

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 13. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Thomas Mütze, finanzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

(JA)

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim Handelsverband Deutschland (HDE)

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.