Politik

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) hält nichts von Horst Seehofers Energiewende-Kurs. (Foto: dpa)

23.02.2015

Kretschmann hält Seehofers Energiepolitik für unverantwortlich

Kanzlerin und der Bundeswirtschaftsminister sind gefragt

Im Streit um neue Stromtrassen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann seine Kritik an Bayern erneuert. Die derzeitige Haltung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) sei ihm "unverständlich". Er halte sie "nicht für verantwortlich", sagte der Grünen-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". 
Nötig sei ein gut ausgebautes Leitungssystem, um die Wende hin zu regenerativen Energien zu schaffen. "Da sind jetzt die Kanzlerin und der Bundeswirtschaftsminister gefragt, den Netzausbau gegenüber einem Land durchzusetzen, das ihn selber mit beschlossen hat", sagte Kretschmann.  
Seehofer hatte den Bau neuer Stromtrassen durch Bayern infrage gestellt. In Bayern gibt es teils heftigen Widerstand gegen neue Leitungen. Dies sei für ihn kein Grund einzuknicken, sagte Kretschmann. "Die Politik des Gehörtwerdens bedeutet nicht, jedem Protest nachzugeben." Es bestehe sonst die Gefahr, dass "gespaltene Strompreismärkte" entstünden und die Bundesländer im Süden, die selbst nicht ausreichend Energie erzeugen, mehr bezahlen müssten. "Das kann wirklich nicht im Interesse der süddeutschen Länder sein", sagte Kretschmann. "Insofern ist mir schleierhaft, was die bayerische Staatsregierung da umtreibt." (Angelika Resenhoeft, dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (1)

  1. Guido Langenstück am 26.02.2015
    Recht hat er, der Herr Kretschmann. Übrigens: Wofür wird Ilse Aigner (bayr. Wirtschaftsministerin, CSU) eigentlich überhaupt vom bayr. Steuerzahler mit über 20.000 € pro Monat alimentiert? Etwa für ihre bisherige "Glanzleistung" beim Energie-Dialog (siehe z.B. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ilse-aigners-abstieg-als-hoffnungstraegerin-der-csu-a-1016320.html )?

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 49 (2017)

Paragraf 219a: Soll das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 8. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Strohmayr, Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag

(JA)

Winfried Bausback (CSU), bayerischer Justizminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.