Politik

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Simone Strohmayr kritisiert, dass der Frauenanteil in den Chefetagen der staatlichen Unternehmensbeteiligungen zu niedrig ist. (Foto: dpa)

01.04.2014

SPD will Staatsfirmen weiblicher machen

Der Freistaat ist an über 100 Firmen beteiligt - Diese Unternehmen sind eine Männerbastion

Die Landtags-SPD will das weltberühmte Münchner Hofbräuhaus und Bayerns andere Staatsfirmen weiblicher machen. Der Frauenanteil in den Chefetagen der staatlichen Unternehmensbeteiligungen sei zu niedrig, kritisierte heute die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Simone Strohmayr. In den rund 120 Unternehmen seien nur 13 Frauen in Vorstands- und Geschäftsführerpositionen - ein Anteil von 11 Prozent. "Das ist viel niedriger als im öffentlichen Dienst", sagte Strohmayr.

Die Forderung nach einer Frauenquote würde das Hofbräuhaus ebenso wie die BayernLB und den Münchner Flughafen treffen. Das Hofbräuhaus ist in dieser Hinsicht aber jetzt schon eine Ausnahmeerscheinung: Der Frauenanteil unter den 122 Mitarbeitern ist mit 25 Prozent ziemlich niedrig. Doch in der sechsköpfigen Führungsetage sind zwei Frauen tätig - ein Anteil von 33 Prozent, wie ein Sprecher sagte.

In der Vorständen des Münchner Flughafens und der BayernLB sind keine Frauen. Der Flughafen beschäftigt inzwischen über 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört zu 51 Prozent dem Freistaat. "Wir haben zwei Geschäftsführer, und beide sind männlich", sagte ein Sprecher. Eine Sprecherin der BayernLB sagte: "Der Vorstand setzt sich natürlich mit dem Thema auseinander, unabhängig davon, wie es mit einer gesetzlichen Frauenquote weitergeht."

Die CSU hat inzwischen mit einem eigenen Antrag nachgezogen. Die Regierungsfraktion fordert keine Quote, aber einen Bericht der Staatsregierung, ob und wie der Anteil von Frauen in Führungspositionen "nachhaltig und zeitnah" erhöht werden kann. (Carsten Hoefer, dpa)

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