Wirtschaft

Die Allianz ist mit Geldanlagen von mehr als 600 Milliarden Euro einer der wichtigsten Mitspieler am Kapitalmarkt. (Foto. dpa)

26.11.2015

Allianz: Bei Anlagestrategie soll Klimaschutz groß geschrieben werden

Dem Versicherungsriesen geht es aber nicht nur um die Umwelt

Die Allianz will den Klimaschutz künftig bei ihren gesamten Geldanlagen zur Vorgabe machen und die Investitionen in erneuerbare Energien verdoppeln. Nach dem angekündigten Rückzug aus der Kohle-Energie legte der größte europäische Versicherungskonzern am Donnerstag nach und sicherte zu, seine Investments flächendeckend unter die Lupe zu nehmen. "Mit unserem Risikowissen, unserer Finanzstärke und unseren langfristigen Anlagehorizonten können wir den Klimaschutz wirkungsvoll unterstützen und gleichzeitig langfristige Chancen für unsere Kunden nutzen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte kurz vor dem Beginn des Klimagipfels (30.11. bis 11.12.) in Paris.

Eine Rating-Agentur soll die gesamten Anlagen der Allianz bis Mitte kommenden Jahres nach 37 Kriterien durchforsten. Neben Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz zählen dazu auch Datenschutz und Korruption. Die Allianz verspricht sich davon vor allem eine höhere Rendite für ihre Kunden, da beispielsweise Investitionen in Kohle-Energie auf Dauer nicht mehr lukrativ erscheinen. Für die Kunden mit einer Altersvorsorge bei der Allianz sei die Rendite elementar, sagte ein Sprecher. Diese habe oberste Priorität.

Die Allianz ist mit Kundengeldern von mehr als 600 Milliarden Euro einer der größten Akteure an den Finanzmärkten. Um die langfristigen Zusagen an die Kunden von Lebensversicherungen zu erfüllen, steckt der Versicherungskonzern seit Jahren auch immer mehr Geld in Wind-und Solarparks, da diese eine höhere Rendite versprechen. Vor wenigen Monaten überstiegen die Investments in erneuerbare Energien erstmals die Marke von 2,5 Milliarden Euro. In den kommenden Jahren soll dieser Wert verdoppelt werden.

Bei ihrer neuen Anlagestrategie arbeitet die Allianz mit der Umweltschutzorganisation WWF, der Klimaschutzorganisation Germanwatch und Transparency International zusammen. In einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Allianz begrüßten die Organisationen den Vorstoß als wichtigen ersten Schritt und Signal an die Finanzmärkte.
(Daniela Wiegmann, dpa)

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