Wirtschaft

18.01.2013

Angst vor schwacher Bilanzsaison

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Nach dem fulminanten Start ins neue Jahr dürfte die bisher gezeigte Kursdynamik nicht einfach fortgeschrieben werden. Fakt ist, dass gerade in den USA dem sogenannten 5-Tage-Indikator eine hohe Aufmerksamkeit zukommt. Dahinter verbirgt sich ein statistischer Zusammenhang zwischen dem positiven Kursverlauf in den ersten fünf Handelstagen im neuen Jahr und der Wertentwicklung des S&P 500 Index im ganzen Börsenjahr. Seit 1950 konnte der vielbeachtete US-Standardwerteindex in 81 Prozent der Fälle ein positives Gesamtjahr aufweisen. Allerdings hat die freundliche Börsentendenz der letzten Tage und Wochen auch eine Kehrseite. Die Erwartungen an immer weiter steigende Kurse nehmen unter den Anlegern mit jedem Kursanstieg zu.

 

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie hoch die Erwartungshaltung ist. In den USA, aber auch in Europa steht die Veröffentlichung der Quartalsberichte der Unternehmen an. Die Furcht vor einer schwachen Bilanzsaison dürfte die Aufwärtsdynamik an den Börsen zumindest kurzfristig dämpfen. Hinzu kommt, dass Aktienkurse in der Regel mit einem gewissen Vorlauf gute Nachrichten vorwegnehmen. So stieg der S&P 500 Index seit dem Ende der Berichterstattung zum dritten Quartal 2012 um über 6 Prozent, womit die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein dürfte, dass die nun anstehenden Quartalszahlen bereits in den Kursen eingepreist sind.

 

Auch die sehr geringe Volatilität mahnt zur Vorsicht. Der amerikanische VIX Index, welcher die Schwankungsbreite des S&P Index misst, hat mit zuletzt 14 Prozent ein Niveau erreicht, welches in der Vergangenheit als Vorbote einer Korrekturbewegung zu sehen war. Die Möglichkeit auf günstigere Einstiegspreise bei Aktien könnte in den kommenden Wochen daher durchaus gegeben sein.   

 

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