Wirtschaft

Die Russland-Krise beeinträchtigt zunehmend das Exportgeschäft bayerischer Unternehmen. (Foto: Bilderbox)

21.08.2014

Auch Handel mit Mittel- und Osteuropa betroffen

Russland-Krise beeinträchtigt zunehmend bayerisches Exportgeschäft

Die Russland-Krise beeinträchtigt zunehmend das Exportgeschäft bayerischer Unternehmen. „Betroffen sind nicht nur die Ausfuhren von Gütern nach Russland, sondern auch der Warenaustausch mit mittel- und osteuropäischen Staaten, die mit Russland wirtschaftlich eng verwoben und gleichzeitig wichtige Handelspartner Bayerns sind. Sanktionen und eine schwächere konjunkturelle Lage Russlands bekommen diese Länder ebenfalls zu spüren. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Prognose für 2014 für den gesamten Export Bayerns gerade auch wegen der Russland-Krise deutlich senken müssen“, erklärt Alfred Gaffal, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Im vergangenen Jahr führten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 4,4 Milliarden Euro nach Russland aus. Darunter vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und elektrische Ausrüstungen. Gaffal: „Im Schnitt der ersten fünf Monate dieses Jahres sanken die bayerischen Exporte nach Russland um 6,2 Prozent. Allein im Mai brachen die Exporte um 18,3 Prozent ein. Insgesamt haben die Russlandkrise und die Krisen im Nahen und Mittleren Osten die Stimmungslage der deutschen und bayerischen Wirtschaft verschlechtert."

Bestehende Wirtschaftsbeziehungen
aufrechterhalten und pflegen

In Hinblick auf die EU-Sanktionen gegenüber Russland macht der vbw Präsident deutlich, dass „eine klare und geschlossene Haltung der europäischen Politik unerlässlich" ist. Gaffal betont aber, dass es in Zeiten großer politischer Spannungen genauso wichtig ist, bestehende Wirtschaftsbeziehungen aufrechtzuerhalten und aktiv zu pflegen: „Das wirkt stabilisierend. Es nützt niemandem und löst keine Krise, wenn sich Russland andere Handelspartner suchen muss."
Gaffal weiter: „Einschränkungen des wirtschaftlichen Austauschs lösen langfristig keine Probleme. Der politische Verhandlungsprozess muss jetzt zügig zur Entspannung führen. Europa, Russland und die USA sollten zusammenarbeiten, um die wirklichen Hemmnisse für den weltweiten Wohlstand zu beseitigen. Ich nenne hier nur den Kampf gegen Terrorismus und Extremismus, wie wir ihn derzeit zum Beispiel in Teilen des Mittleren Ostens erleben, oder den gemeinsamen Einsatz gegen Cyber-Kriminalität." (BSZ

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