Wirtschaft

Im Mai 2007 kaufte die BayernLB für rund 1,6 Milliarden Euro die Mehrheit an der HGAA. (Foto: BSZ)

15.09.2014

BayernLB wollte Hypo Alpe Adria erst nicht haben

Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt habe die HGAA damals abblitzen lassen

Das Milliardendebakel mit der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria wäre der BayernLB beinahe erspart geblieben. Noch im Jahr 2006 habe die BayernLB keinerlei Interesse an einem Einstieg bei der HGAA gehabt, sagte deren früherer Vorstandschef Tilo Berlin heute als Zeuge im Strafprozess gegen ehemalige Vorstände vor dem Landgericht München. Der BayernLB-Chef Werner Schmidt habe die HGAA damals abblitzen lassen und gesagt, dass ein Einstieg für ihn überhaupt nicht infrage komme. Kurze Zeit später änderte sich das aber schlagartig: Als die BayernLB im Bieterwettstreit um die österreichische Bank Bawag scheiterte, fand sie die HGAA doch interessant. Im Mai 2007 kaufte sie für rund 1,6 Milliarden Euro die Mehrheit an der Bank.
Die Übernahme endete in einem Desaster für die Landesbank und die Steuerzahler in Bayern und brachte Schmidt und seine Kollegen wegen Untreue vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Schmidt das Scheitern bei der Bawag als größte Niederlage seines Berufslebens empfunden und sich deshalb bei der HGAA über Bedenken hinweggesetzt habe. Schmidt bestreitet dies. (Daniela Wiegmann, dpa)

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Kommentare (2)

  1. Christian am 16.09.2014
    Gut ist doch kein Problem, dann müssen halt die Politiker und die Vorstände
    für die gemachten Verluste gerade stehen und nicht der Steuerzahlter!
    Wahltag ist schon immer in Bayern Zahltag.
  2. Chris am 16.09.2014
    Ich hatte einen Traum!
    Der ungeliebte Soli Beitrag wird abgeschafft und
    umgewandelt zu einem Beitrag für Großprojekte und zum Kauf von
    Banken, damit eine Absicherung für die Milliarden Schäden da
    ist.

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