Wirtschaft

Biogasanlagen werden immer effizienter und verbrauchen für die Stromerzeugung immer weniger Brennstoff. (Foto: Wraneschitz)

24.01.2014

Die Energie der zwei Gesichter

Biogas-Tagung mit Messe in Nürnberg: Tolle Zukunftsaussichten – schwierige Gegenwart

Umsatzflaute und Aufbruchstimmung: Auf der Biogas-Jahrestagung mit Fachmesse in Nürnberg waren die beiden Extreme der Bioenergiebranche zu spüren. 10 Prozent weniger Aussteller, aber drei Prozent mehr Fläche gegenüber der Vorjahresmesse; erwartete 7000 Besucher, statt über 9000 zuletzt. Dennoch ist Horst Seide, der Präsident des Veranstalters Fachverband Biogas e.V. (FVB) „mit Aussteller- und Besucherzahlen der weltgrößten reinen Biogasmesse zufrieden“. Die Veranstaltung wechselt im Dreijahresturnus zwischen Bremen, Leipzig und Nürnberg.


Branche wird vom Maschinenbau dominiert


In der Maschinenbau-dominierten Branche ist momentan „die Situation vor allem für die Hersteller alles andere als rosig“, muss Seide zugeben. Vor genau einem Jahr hat er das Ehrenamt übernommen. In einer sehr schwierigen Zeit: Von 1270 Biogasanlagen, die im Jahr 2011 in Deutschland installiert wurden, sackte die Neubauzahl ein Jahr später auf 340 ab und brach 2013 gar auf nur noch 204 Biogaskraftwerke ein. Die Mitarbeiterzahl ging ebenfalls massiv zurück: von 63.213 (2011) „auf unter die 40 000er-Marke“, wie der FVB-Chef berichtet.
Hauptberuflich ist der FVB-Präsident Landwirt, betreibt selber Biogasanlagen, aber auch Biomethan-Tankstellen im Wendland. Horst Seide ist damit der Prototyp des Biogas-Unternehmers der Zukunft, wie sich der Verband ihn vorstellt: „Wir müssen direkt an den Endkunden verkaufen. Doch wir müssen die Politik davon überzeugen, dass wir das können“, erläutert Claudius da Costa Gomez, der Hauptgeschäftsführer des FVB die Zielrichtung. Zwar denken heute die meisten Menschen bei Biogas in erster Linie an den Strom, der in Blockheizkraftwerken (BHKW) erzeugt und ins öffentliche Netz abgegeben wird. Doch um zu unterstreichen, dass Biogas mehr kann als Strom, hat der Verband mitten auf seinen Stand ein Erdgasauto gestellt, welches genauso gut mit Methan aus der Biogasanlage fahren kann. Horst Seide nennt den Grund: „Beim Thema Energiewende reden wir in Deutschland ausschließlich über Strom. Es gibt aber auch noch andere Probleme, zum Beispiel das Umschalten des Verkehrs auf nachhaltige Mobilität. Wir können einen Bus versorgen, wir können Schwerlastverkehr antreiben. Das ist eine Perspektive für die nächsten zehn Jahre, die wir erschließen werden: Wir arbeiten dran“, ist er optimistisch...(Heinz Wraneschitz)

(Lesen Sie den kompletten Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung am 24. Januar 2014.)

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