Wirtschaft

Könnte die RMD ihre Wasserkraftanlagen ausbauen, könnten zusätzlich über 12 000 bayerische Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. (Foto: RMD)

16.05.2014

„Ein Ausbau der Anlagen rechnet sich nicht“

Chef der Rhein-Main-Donau AG über die Rolle der Wasserkraft in Bayern

Wasserkraftwerke sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Allein in Bayern soll die Stromerzeugung aus Wasserkraft, die schon eine über 100-jährige Tradition hat, bis 2021 im Einklang mit der Natur um 15 Prozent gesteigert werden. Darüber sprachen wir mit Albrecht Schleich, Vorstand der Rhein-Main-Donau AG (RMD).

BSZ: Herr Schleich, mit welchem Problem hat denn die RMD derzeit am meisten zu kämpfen?
Schleich: Damit, dass wir gerne mit Ausbaumaßnahmen an unseren Kraftwerken oder mit Neubauten zur Umsetzung der Energiewende beitragen möchten, aber dass sich solche Maßnahmen leider nicht mehr rechnen.

BSZ: Woran liegt das?
Schleich: Daran, dass der Strompreis an der Börse durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) so tief gesunken ist, dass auch bei großen Wasserkraftwerken Investitionen nicht mehr wirtschaftlich sind und wir ebenfalls auf staatliche Förderung angewiesen sind. Hinzu kommt leider, dass die im EEG vorgesehenen Förder-Boni Investitionen in den Wasserkraftwerksausbau samt den damit rechtlich zwingend verbundenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen nur höchst unzureichend abdecken.

BSZ: Was bedeutet das konkret?
Schleich: Dass seit Jahren niemand mehr – weder große noch kleine, weder kommunale noch private Wasserkraftstromerzeuger – Ausbau- oder Neubauinvestitionen in nennenswertem Umfang tätigen. Anders als die Bayerische Staatsregierung ist sich der Bundesgesetzgeber dessen aber offenbar nicht bewusst, denn in der vom Bundeskabinett verabschiedeten EEG-Novelle sind keinerlei Verbesserungen für die Wasserkraft enthalten. Im Gegenteil: Man hat dort sogar ein Verbot für Neubauten an bisher noch ungenutzten Gewässerstrecken vorgesehen.

BSZ: Die Wasserkraft soll doch aber nach den Plänen der Politik zur Energiewende beitragen. Schließlich ist sie eine der wenigen grundlastfähigen Stromerzeugungsarten.
Schleich: Ja, sie ist nicht nur die älteste Form der Stromerzeugung, sondern auch immer noch die effizienteste Art, regenerative Energie rund um die Uhr, wetterunabhängig und in größerer Menge bereitzustellen...(Interview: Ralph Schweinfurth)

Lesen Sie das vollständige Interview in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 16. Mai 2014.

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