Wirtschaft

Eine Tour durch die Weiße Wüste Ägyptens ist im Angebot von Marco Polo. (Foto: Studiosus)

29.10.2010

Erfolgreiche Extratouren

Rekordjahr für den Münchner Reiseveranstalter Studiosus

Für den Münchner Studienreise-Anbieter Studiosus ist das Geschäftsjahr 2010 ein Rekordjahr. Geschäftsführer Mario Kubsch kann sich über ein deutliches Plus bei Umsatz, Gästezahl und Kundenzufriedenheit freuen. Und die zu Jahresbeginn erstmals in den Markt eingeführten „Extratouren“ haben sich laut Kubsch zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete mit ihren Marken Studiosus und Marco Polo im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 236,75 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (219,902 Millionen Euro).
Die Zahl der Reisegäste erhöhte sich laut Kubsch im gleichen Zeitraum um 9,3 Prozent und liegt bei genau 104 000 Teilnehmern (2009: 95 148 Teilnehmer). Neben einer starken Nachfrage insbesondere nach den Ländern der islamischen Welt und des Nahen Ostens (zum Beispiel Marokko + 31 Prozent und Israel + 91 Prozent) sowie der Türkei (+ 65 Prozent), Großbritannien (+ 24 Prozent), Indien (+ 53 Prozent) und China (+ 53 Prozent) führte Kubsch den Geschäftserfolg auch auf die neuen „Extratouren“ zurück. Die damit verbundene Flexibilisierung mache die Studiosus-Reise für neue Kunden attraktiver und verschaffe Wettbewerbsvorteile.
Seit 2010 bietet Studiosus seinen Gästen auf allen Studienreisen immer wieder interessante Alternativen zum ausgeschriebenen Gruppenprogramm. Einige der „Extratouren“ sind dabei exemplarisch im Katalog neben dem Reiseverlauf aufgeführt, alle – der jeweiligen Jahreszeit angepassten – „Extratouren“ erhält der Kunde mit seinen Reiseunterlagen zwei Wochen vor Abreise. Hunderte von Reisen hatte der Marktführer hierfür überarbeitet, Tausende von Alternativen recherchiert, alle Studienreise-Kataloge neu gestaltet. Ein Aufwand, der sich laut Kubsch in jeder Hinsicht gelohnt hat. Denn neben Wettbewerbsvorteilen kommen die „Extratouren“ bei den Studiosus-Gästen sehr gut an. So geht im Durchschnitt jeder zweite Gast mindestens einmal pro Reise auf „Extratour“.
Einbrüche bei den südeuropäischen Ländern
Laut einer aktuellen Auswertung von rund 23 500 Kundenfragebögen finden 87,1 Prozent das Angebot an „Extratouren“ „genau richtig“, 7,4 Prozent wünschen sich sogar noch mehr „Extratouren“. Die Organisation der Reisen und die Harmonie in der Gruppe leiden dabei keinesfalls unter der Flexibilisierung des Reiseverlaufs, erklärte Unternehmenspressesprecher Frano Ilic. Im Gegenteil: Die Zufriedenheit der Studiosus-Gäste mit dem organisatorischen Ablauf ihrer Reise war mit 95,8 Prozent in 2010 noch höher als im Vorjahr, bei den Neukunden lag dieser Wert sogar bei 97,2 Prozent. Im Ergebnis können aktuell 92,4 Prozent aller Kunden ihre Studiosus-Reise weiterempfehlen und sogar 96,6 Prozent der Erstkunden, berichtete Ilic.
Vor allem Istanbul erfreute sich dabei als Kulturhauptstadt Europas regen Interesses. Sehr beliebt bei Studiosus-Gästen waren zudem osteuropäische Destinationen wie die Länder des Baltikums (+ 12 Prozent) und Polen (+ 23 Prozent). Russland kam wegen der Waldbrände im Sommer lediglich auf ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2009, erklärte Kubsch.
Einbrüche gab es dagegen bei den südeuropäischen Ländern. Mit 12 920 Gästen ist Italien zwar nach wie vor das wichtigste Zielgebiet von Studiosus, gleichzeitig habe man aber wegen des weniger guten Preis-Leistungs-Verhälnisses und der zum Teil veralteten Hotelerie eine Einbuße von 4 Prozent hinnehmen müssen. Für Spanien gingen die Gäste-Zahlen um 3 Prozent und für Griechenland sogar um 25 Prozent zurück. Trotz Aschewolke im Plus: Island. Das Eiland im Atlantik bereisten 1412 Studiosus-Gäste. Das sind laut Kubsch 16,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
(Friedrich H. Hettler)

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