Wirtschaft

Seit Pilsen Kulturhauptstadt Europas 2015 ist, sind im gesamten öffentlichen Raum Kunstobjekte zu sehen. In Pilsen sitzt auch die Einheit Transportation des tschechischen Technologiekonzerns Skoda. In Pilsen werden Straßenbahnen für Israel, Litauen, die Schweiz und die Türkei gebaut. (Fotos: dpa)

30.01.2015

Erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Pilsen hat vor allem ökonomische Beziehungen zur Oberpfalz: Jetzt feiert die tschechische Kommune ihre Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas

Eigentlich liebt es der Pilsener Bürger mehr gemütlich. Trotzdem war und ist die viertgrößte Stadt der Tschechischen Republik mit ihren nahezu 170.000 Einwohnern seit den 1990er Jahren in einem kontinuierlichen, zielgerichteten und positiven Wandel begriffen. Sie ist nicht mehr die graue Industriemetropole von einst, der Weg führt hin zu einer lebens- und liebenswerten Stadt, in der auch Kunst und Kultur ihre angemessene Rolle spielen, die Touristen aus den Nachbarländern und der ganzen Welt etwas bieten kann. Dies ist aber wiederum einer wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung als Basis jeglichen Kulturschaffens zu danken. Und dennoch: So groß die Freude über das Kulturhauptstadt-Jahr sein mag, die finanziellen Folgen liegen schon jetzt den für das Gemeinwohl der Stadt Verantwortlichen schwer im Magen.

Tschechien ist inzwischen einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands geworden. Lange bevor Kontakte auf kultureller und gesellschaftlicher Ebene entstanden, waren Betriebe aus Bayern in Tschechien präsent, gründeten Zweigstellen, trieben Handel und pflegten intensive Kontakte. Der technologische Standard glich sich im Laufe der Jahre immer mehr an. Die Wirtschaft legte den Grundstein für das weitere Zusammenwachsen der Regionen. Die Diözesen Regensburg und Pilsen sind eng verbunden, ebenso die 17.000 Studenten zählende Westböhmische Universität mit der in der Partnerstadt Regensburg.

Pilsen ist längst nicht mehr nur die Stadt des Bieres und von Skoda – wenngleich jährlich rund eine halbe Million Besucher das Brauereigelände und die 19 Kilometer langen unterirdischen Gänge sowie das Museum besuchen. Das Unternehmen „Pilsner Urquell“ mit einem Ausstoß von mehr als vier Millionen Hektolitern – die Abfüllanlage kommt vom Krones-Konzern aus Neutraubling, Landkreis Regensburg – gehört inzwischen zum südafrikanischen Konzern SABMiller. Skoda, die einstige Waffenschmiede der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde in mehrere selbstständige Unternehmen unter dem Namen Skoda aufgeteilt. Während in Pilsen kein Auto mehr mit diesem Namen gebaut wird, ist dennoch das verbliebene Stahlwerk und Maschinenbauunternehmen mit rund 4000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt. Der ab 1996 entstandene Industriepark Borska beherbergt inzwischen 42 Unternehmen mit rund 10.000 Arbeitsplätzen...(Hermann Höcherl)

(Lesen Sie den gesamten Beitrag in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 30. Januar 2015.)

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