Wirtschaft

Die staatliche deutsche Abwicklungsbank der HRE war mit rund neun Milliarden Euro zweitgrößter Gläubiger Griechenlands. (Foto: dpa)

09.10.2014

Hypo Real Estate: Staatsanwälte ermitteln

Angeblich hätten die Verluste beim Schuldenerlass von Griechenland niedriger ausfallen können - die Bank weist die Vorwürfe zurück

Die Staatsanwaltschaft München hat nach Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Ermittlungen gegen Verantwortliche der staatlichen Bad Bank in der Hypo Real Estate (HRE) aufgenommen. Grund: Griechische Staatsanleihen seien mit einem zu niedrigen Erlös gekauft und damit mehrere Milliarden Euro verschenkt worden, heißt es. Die Behörden gingen jetzt der Frage nach, ob es sich um Untreue handele, oder ob es nur eine zwar ökonomisch falsche, aber straflose unternehmerische Entscheidung handele.
Die staatliche deutsche Abwicklungsbank der Hypo Real Estate war mit einem Volumen von rund neun Milliarden Euro der zweitgrößte Gläubiger Griechenlands, als es im Frühjahr 2012 zur automatischen Kürzung von Zins und Tilgung griechischer Staatsanleihen kam. Dabei erlitt die zwischenzeitlich dem Bundesfinanzministerium unterstellte Bank einen Verlust von rund acht Milliarden Euro. Ob aber die gesamte Verlustsumme unvermeidbar gewesen ist oder wenigstens ein Teilbetrag durch ein differnziertes Umschuldungsverfahren hätte gerettet werden können, daran scheiden sich nun die Geister.
Seitens eines Sprechers der Bank wurden die Vorwürfe zurückgewiesen. Man habe sogar selbst den Kontakt zur Staatsanwaltschaft gesucht, nachdem die Vorwürfe bereits anonym im Internet kursierten. Man werde "uneingeschränkt" mit den Behörden bei der Aufklärung kooperieren, versicherte der Sprecher. (APL)

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