Wirtschaft

Können Sie sich vorstellen, künftig autonom zu fahren? (Grafik: Aral)

22.10.2015

Jeder dritte Autofahrer ist für autonomes Fahren

Trends beim Autokauf 2015

Die Hände vom Steuer nehmen und alles dem Auto überlassen? Zwar ist das autonome Fahren noch ein gutes Stück von der Marktreife entfernt, in den Köpfen der Deutschen ist dieser Teil der automobilen Zukunft aber bereits angekommen. Die heute von Aral veröffentlichte und zum siebten Mal aufgelegte Studie „Trends beim Autokauf“ hat erstmals die Einstellung der Studienteilnehmer zu diesem Mega-Thema der Autoindustrie erfragt und die Ergebnisse belegen, dass das autonome Fahren auf ein reges Interesse stößt, gleichzeitig aber auch polarisiert. Die repräsentative Erhebung zeigt außerdem, dass die Vernetzung des Fahrzeugs mit dem Internet für manche Funktionen zwar gewünscht wird, nach wie vor aber kein Kernkriterium bei der Wahl des bevorzugten Fahrzeugs ist.

Autonomes Fahren

Noch kann man Autos, die ohne Zutun des Fahrers ihr Ziel finden, nur auf der Teststrecke beobachten. Dennoch hat sich die Mehrheit der Deutschen schon damit auseinandergesetzt. Nur jeder fünfte Befragte zeigt sich unentschlossen und antwortet „weiß nicht“. Gut ein Drittel der Studienteilnehmer (34 Prozent) hat sich bereits mit dem Gedanken an autonomes Fahren angefreundet. Fast jeder Zweite kann sich die autonome Zukunft jedoch noch nicht für den eigenen Wagen vorstellen. Der Grad von Zu-stimmung oder Ablehnung für den automatisierten Verkehr hängt wesentlich vom Geschlecht ab. 41 Prozent der Männer können sich Reisen in einem autonom gesteuerten Fahrzeug vorstellen und nur 15 Prozent haben dazu noch keine Meinung. Bei den Frauen stößt die Idee nur auf eine Zustimmungsrate von 28 Prozent und auch der Anteil derjenigen, die noch unentschlossen sind, liegt mit 23 Prozent wesentlich höher. Noch größer ist die Unsicherheit bei der Frage, ab wann die neue Technologie wohl in Serienfahrzeugen zur Verfügung stehen dürfte. Jeder dritte Befragte antwortet mit „weiß nicht“. Im rechnerischen Mittel aller Antworten erwarten die Studienteilnehmer die Marktreife des autonomen Fahrens in rund zehn Jahren. Einen schnellen Durchbruch innerhalb der nächsten zwei Jahre erwarten nur vier Prozent. Lediglich zwei Prozent prognostizieren, dass noch mehr als zwei Jahrzehnte vergehen, ehe autonom gesteuerte Fahrzeuge zu kaufen sind.

Vernetztes Fahren

Im Gegensatz zum autonomen Fahren werden Elemente der Internet-Vernetzung von Fahrzeugen für viele Neuwagen bereits angeboten. Allerdings ist dies nur für eine kleine Käuferschicht interessant. Nur jeder zwanzigste Studienteilnehmer gab bei der Frage nach den wichtigen Entscheidungskriterien für den Autokauf die Vernetzung des Fahrzeugs mit dem Internet an. Für 40 Prozent ist eine Vernetzung komplett überflüssig. Bei den Befürwortern des vernetzten Fahrens stehen praktische Erwägungen im Vorder-grund. Der SOS-Notruf mit Lokalisierung bei einem Unfall ist für 39 Prozent unerlässlich. Fast jeder Dritte an einer Vernetzung Interessierte will eine automatische Abstandsregulierung sowie eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation vor Staus oder bei Unfällen. Indi-viduelle Dienste wie der Zugriff auf E-Mails und Internetseiten spielen nur eine unterge-ordnete Rolle. Noch weniger interessiert den durchschnittlichen Autofahrer die automatische Übermittlung der Fahrzeugdaten an den Hersteller (Mehrfachnennungen waren möglich).
(BSZ)

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