Wirtschaft

12.10.2012

„Optimismus der Investoren schwindet“

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Der Monat September liegt hinter den Anlegern und er wurde überraschend gut überstanden. Ein Blick in die Börsenhistorie offenbart, dass dieser Monat nicht zu Unrecht als Angstmonat unter den Investoren gilt. Vor allem aufgrund der geldpolitischen Impulse von EZB und Fed hat sich die Risikoaversion spürbar verringert. Zugleich signalisiert die relativ niedrige implizite Volatilität an den Aktienbörsen eine gewisse Zuversicht unter den Anlegern. Hinzu kommt, dass sich zumindest in den USA erste Hoffnungsschimmer an der Konjunkturfront abzeichnen, wohingegen selbst die Konjunkturlokomotive Deutschland etwas an Fahrt verliert, ganz zu schweigen von der Lage innerhalb der restlichen Eurozone. Fast könnte man meinen, dass es nur noch eine Frage von Wochen ist, bis die Indizes ihre alten Höchststände erklimmen werden, zumal statistisch gesehen das vierte Quartal vor allem in den USA am stärksten verläuft.

 

Allerdings zeigen jüngste Umfragen, dass die Investoren nicht mehr ganz so optimistisch gestimmt sind wie zuletzt. Dies dürfte neben der schon starken Kursentwicklung der letzten Wochen vor allem mit der bevorstehenden US-Quartalsberichtssaison zusammenhängen. Nicht wenige Analysten erwarten eher enttäuschende Zahlen, wie dies zuletzt im Jahr 2009 der Fall war. Gerade für weitere Kursavancen bedarf es einer Verbesserung der Wachstums- und Gewinnperspektiven. Daher werden die Anleger ihr Hauptaugenmerk auf die Ausblicke der Unternehmen für die kommenden Monate legen. Sollten diese unter den Erwartungen bleiben, könnte die Party an den Börsen schnell enden und in eine Korrektur umschwenken. Anleger sollten sich dessen bewusst sein und vorsichtig agieren.   

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