Wirtschaft

Am Münchner Airport fällt etwa jeder zweite Lufthansa-Flug aus. (Foto: Flughafen München)

20.10.2014

Piloten streiken: Hälfte der Lufthansa-Flüge in München fällt aus

Wieder müssen viele Reisende umdisponieren

Die Streiks der Lufthansa-Piloten durchkreuzen auch in München erneut die Reisepläne zahlreicher Passagiere. Im Streikzeitraum am Montag ab 13.00 Uhr und am gesamten Dienstag fallen etwa die Hälfte der geplanten Lufthansa-Flüge am Münchner Drehkreuz aus, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Am Dienstag sind nicht nur Kurz- und Mittelstreckenflüge betroffen, sondern auch Langstreckenpiloten legen ihre Arbeit nieder. 9 von 20 Langstreckenverbindungen von München könnten aber trotz Streiks geflogen werden, sagte eine Lufthansa-Sprecherin.
In dem Tarifkonflikt geht es um die sogenannte Übergangsversorgung. Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen. Das frühestmögliche individuelle Eintrittsalter in den Vorruhestand soll von jetzt 55 auf 60 Jahre steigen. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wehrt sich dagegen.
Im Gegensatz zu Frankfurt, wo am Dienstag große Teile des gesamten Lufthansa-Flugverkehrs zum Erliegen kommen, können in München zumindest noch einige Maschinen starten. Im gesamten Streikzeitraum waren in München nach Angaben der Lufthansa-Sprecherin 900 innerdeutsche und innereuropäische Flüge geplant. Mit Unterstützung der Lufthansa-Tochter CityLine und von Piloten, die normalerweise im Lufthansa-Management arbeiten, könne die Hälfte dieser Verbindungen geflogen werden.
Die Lufthansa rief Fluggäste dazu auf, sich im Internet über die Streikauswirkungen zu informieren. Bundesweit seien 83.000 SMS und E-Mails mit Informationen an Fluggäste verschickt worden, die ihre Kontaktdaten hinterlegt hätten.
Im September hatte ein Streik der Lufthansa-Piloten gezielt den Münchner Flughafen getroffen. Damals hatte Europas größte Airline 140 Verbindungen gestrichen, rund 15.000 Passagiere waren damals betroffen. (Felix Frieler, dpa)

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