Wirtschaft

31.05.2013

Projekt von Weltrang

"Allianz pro Fachkräfte" der IHK Nürnberg für Mittelfranken ausgezeichnet

Die „Allianz pro Fachkräfte“ hat den zweiten Platz in der Kategorie „unkonventionelle Projekte“ beim Welt-Kammer Wettbewerb der ICC (International Chamber of Commerce) belegt. Der Wettbewerb war Teil der achten Welt-Konferenz der Wirtschaftskammern (World Chamber Conference), die dieses Jahr in Doha (Katar) stattfand. Die Nürnberger IHK hatte das Projekt eingereicht und vor Ort präsentiert.
Insgesamt nahmen 65 Kammern aus der ganzen Welt an dem Wettbewerb teil. Die Idee der „Allianz pro Fachkräfte“, in einem Netzwerk von Institutionen, das weltweit bedeutende Thema Fachkräftemangel anzugehen, überzeugte die international besetzte Jury. „Der Preis ist eine herausragende Anerkennung, die alle Träger der ,Allianz pro Fachkräfte’ bestätigt und motiviert. Wir machen das Richtige, bewegen selbst im weltweiten Vergleich Großes und werden uns weiter engagieren“, sagte Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Ausgezeichnet als innovativstes Netzwerk


Seit Januar 2011 ist die „Allianz pro Fachkräfte“, die bereits im vergangenen Jahr durch Bundesministerin von der Leyen als bundesweit innovativstes Netzwerk ausgezeichnet wurde, für die Unternehmen der Metropolregion Nürnberg aktiv. Koordiniert wird sie von der IHK Nürnberg. Es ist ein Netzwerk starker Partner, zu denen die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Metropolregion Nürnberg sowie das bayerische Arbeitsministerium und das bayerische Wirtschaftsministerium gehören. Gemeinsam engagieren sich die Partner dafür, Fachkräfte für die Wirtschaft in der Metropolregion zu sichern.
Der Fokus ist darauf gerichtet, Fachkräfte auszubilden, zu integrieren und in der Metropolregion Nürnberg eine Willkommenskultur für Neubürger aus Deutschland und der ganzen Welt aufzubauen. Denn nur wo Menschen willkommen geheißen werden und sich wohl fühlen, wollen sie bleiben und können sich in Gesellschaft und Arbeitsleben mit ihrer ganzen Energie und ihren Ideen einbringen. Um das zu erreichen, bietet die „Allianz pro Fachkräfte“ Informationsmaterial zum „Ankommen“ in der Metropolregion und sie baut Services auf, durch die Neubürger unterstützt werden. Hierzu wurde ein erstes Welcome Service Center im Landkreis Roth eröffnet. Weitere Welcome Service Center befinden sich im Aufbau. Der Service beinhaltet einen zentralen Ansprechpartner, der Neubürgern als Wegweiser durch Behörden dient und Ihnen Hilfestellung zu den Themen Kitas, Schulen und Vereine bietet. Das Ziel: Ankommen einfach machen und das deutliche Signal geben „Sie sind uns willkommen!“.

Welcome-Events für international Studierende


Darüberhinaus organisiert die „Allianz pro Fachkräfte“ Welcome-Events für internationale Studierende und bringt sie mit Firmen aus der Region in Kontakt und führt jährlich eine Jahreskonferenz durch, bei der sich Politik, Institutionen und die Wirtschaft zum Thema Fachkräftesicherung austauschen und gemeinsam Projekte auf den Weg bringen. Die nächste Jahreskonferenz der „Allianz pro Fachkräfte“ wird am 8. Oktober in Bamberg stattfinden.
Hintergrund: Im Jahr 2020 werden in der Metropolregion circa 100 000 Arbeitskräfte fehlen. Dadurch entsteht potenziell ein volkswirtschaftlicher Schaden von knapp zwei Milliarden Euro. Fachkräftesicherung ist also nicht nur für die Firmen in der Metropolregion Nürnberg ein wichtiges Thema, sondern betrifft den Wohlstand der Region insgesamt. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.