Wirtschaft

28.09.2012

„Risiko an – Risiko aus-Modus"

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Wer sich die Entwicklung an den Aktienmärkten seit Anfang dieses Jahres näher ansieht, wird schnell erkennen, dass die Märkte seit geraumer Zeit im „Risiko an – Risiko aus“-Modus verharren, je nach Grad der Verzweiflung bei den Anlegern sowie getrieben von der überbordenden Liquidität. Nach den erneuten Liquiditätsspritzen von US-Notenbank sowie der EZB sollten die Aktienmärkte für längere Zeit im „Risiko an“-Modus verharren.

 

Dass dies so ist, lässt sich sehr gut an ein paar wesentlichen Faktoren festmachen. So stieg der Euro seit seinen Tiefständen Mitte Juli gegenüber dem US-Dollar auf ein zwischenzeitliches Niveau von über 1,30. Nahezu parallel dazu sind die Risikoaufschläge der EWU-Peripheriestaaten gegenüber den Bundesanleihen fast schon dramatisch geschrumpft; im Falle Spaniens und Italiens um bis zu 2 Prozent, bei Portugal sogar um bis zu 3 Prozent. Und nicht zuletzt befinden sich die Kosten für die Risikoabsicherung deutscher Staatsanleihen, gemessen an den „Credit Default Swaps“ (CDS), seit einigen Wochen im Sinkflug.

 

Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone scheint damit gebannt, allerdings ist noch viel zu tun, gerade hinsichtlich politischer Reformen in den einzelnen Ländern. In den nächsten Wochen ist keine signifikante Verbesserung bei den globalen Konjunkturdaten zu erwarten. Solange jedoch nicht mit einer Rezession zu rechnen ist, dürfte die Art von blutleerem Wachstum bereits in den aktuellen Aktienkursen eingepreist sein. Auf kürzere Sicht gilt es, die teilweise noch überkaufte Lage an den Aktienmärkten zu beachten, welche erst noch konsolidiert werden muss. Mittelfristig sollte sich hingegen eine Ausweitung der Aktienquote lohnen, vor allem weil Anlagealternativen fehlen.

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