Wirtschaft

Entwicklung des vbw Rohstoffpreisindex seit Mai 2013. (Tabelle: ibw)

13.02.2014

Rohstoffpreise ziehen erneut an

Brossardt: „Diese Entwicklung wird sich in moderatem Tempo fortsetzen“

Wie die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. meldet, sind Rohstoffe leicht teurer geworden. Im Vergleich zum Vormonat stieg der vbw Rohstoffpreisindex im Januar um 0,7 Prozent und lag bei 136,5 Punkten. Damit notierte er 7,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Der leichte Anstieg der Rohstoffpreise geht auf die moderate weltwirtschaftliche Belebung zurück. Für den Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Allerdings werden die Preise nur in moderatem Tempo weiter ansteigen. Die Entwicklung der Schwellenländer, die einen hohen Rohstoffverbrauch haben, bleibt derzeit hinter früheren konjunkturellen Aufschwungphasen zurück. Zudem bestehen bei einigen Rohstoffen, wie zum Beispiel Aluminium, Angebotsüberschüsse. Diese wirken einem kräftigen Preisanstieg entgegen.“

Für den Anstieg zu Beginn des Jahres war zum einen die Preisentwicklung der Edelmetalle verantwortlich. So verteuerten sich Gold und Silber im Januar um jeweils 1,4 Prozent, der Platinpreis stieg sogar um fünf Prozent. Brossardt: „Da sich die Finanzmärkte zunehmend beruhigen, verlieren Edelmetalle als Krisenwährung für Anleger etwas an Bedeutung. Allerdings stocken viele Notenbanken derzeit ihre Goldreserven auf. Das stützt den Goldpreis.“ Zum anderen wurden auch einige Industrierohstoffe teurer. So stiegen die Preise für Zink um 3,3 Prozent, für Kupfer um 1,3 Prozent, für Nickel um 1,2 Prozent und für Blei um 0,7 Prozent. Demgegenüber gab es Rückgänge bei Eisenerz (-6,1 Prozent), Zinn (-3,3 Prozent) und Aluminium (-0,7 Prozent) zu verzeichnen.

Zur Berechnungsmethode: In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein, die für die bayerische Wirtschaft maßgeblich sind (Preise auf US-Dollar-Basis). Die Preise werden entsprechend des Importanteils des jeweiligen Rohstoffs nach Bayern gewichtet. Das heißt: Je größer der Anteil des entsprechenden Stoffs an den bayerischen Importen, desto stärker fließt er in die Indexberechnung mit ein. Basisjahr (Index = 100) ist das Jahr 2005. Die Rohölpreisentwicklung ist nicht berücksichtigt. (ibw)

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Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

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