Wirtschaft

Unter der Schließung der beiden Schlachthöfe in Pfarrkirchen und Straubing würde nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern vor allem der Verbraucher leiden. (Foto: Bilderbox)

21.08.2014

"Schlag für die Region"

In Pfarrkirchen und Straubing sollen die Schlachthöfe geschlossen werden

Als „Schlag für die Region" bezeichnet Georg Schlagbauer, Handwerkskammerpräsident für München und Oberbayern sowie Landesinnungsmeister des Fleischerverbands Bayern, die angekündigte Schließung der Schlachthöfe in Pfarrkirchen und Straubing. Gerade in Zeiten gestiegener Verbraucheransprüche nach Regionalität und Transparenz sei die Schließung das falsche Signal. Schlagbauer fordert die Metzger der Region auf, sich zusammen für den Erhalt des Schlachthofs in Pfarrkirchen einzusetzen oder diesen in Eigenregie weiter zu führen. Schlagbauer stellt die regionale Wertschöpfungskette in den Mittelpunkt, die er ohne Schlachthof gefährdet sieht: „Ohne Schlachthof wird es keine Landwirte und ohne Landwirte keine Metzger mehr geben. Viele Arbeitsplätze werden dadurch aus der Region abgezogen.“ Das Gebiet zähle zu den viehstärksten in Niederbayern, weshalb eine Schließung des Schlachthofes kontraproduktiv sei.

Lösungen im Innungsrahmen suchen

Kritisch sieht der Landesinnungsmeister die Pläne des niederländischen Schlachthofbetreibers Vion, sich aus den Regionen zurückzuziehen und auf einige wenige Standorte zu konzentrieren. „Hierunter leidet nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern vor allem der Verbraucher." Wünsche nach Produkten aus der Region mit kurzen Transportwegen könnten oft nicht mehr erfüllt werden. Schlagbauer fordert daher die Metzgern vor Ort auf, nach Lösungen im Innungsrahmen zu suchen und bietet dabei die Hilfe des Fleischerverbands Bayern an. Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen aus der Region könne man tragfähige Lösungen für die Zukunft entwickeln, die sowohl den Verbraucherwünschen als auch den fleischerhandwerklichen Familienbetrieben Perspektiven geben. (BSZ)

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