Wirtschaft

26.07.2013

Sommer-Rallye

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Mehr als die Hälfte des Jahres ist vorüber und an den Aktienmärkten läuft die Sommer-Rallye. Allerdings hat sich deren Tempo jüngst verlangsamt. Ob der Trend kippt, ist noch offen. Die uns bereits seit mehreren Jahren begleitenden konjunkturellen Risiken bestehen weiter, jüngst gesellten sich neue hinzu, von denen bislang keiner richtig Notiz nahm. Die Rede ist von China, welches nahe daran war, die amerikanische Wirtschaft von der Spitze der Wirtschaftsnationen zu verdrängen. Vor allem die ausufernde Kreditvergabe auf Unternehmens- wie kommunaler Seite könnte die dortige Wirtschaft schwer belasten. Der chinesischen Wirtschaft droht gar eine harte Landung. Dementsprechend verunsichert sind die Anleger im Hinblick auf ihr Engagement in Schwellenländermärkten und reduzierten die Gewichtung. Aber auch die Wirtschaft in den USA ist noch weit entfernt von seinem langjährigen Wachstum. Und die Rezession in der Eurozone dürfte sich noch bis in das Jahr 2014 hineinziehen, wenngleich erste erfreuliche Konjunkturdaten auf ein Erreichen der Talsohle hindeuten.

Ein Blick auf die inzwischen angelaufene Berichtssaison in den USA bestätigt den Eindruck, dass die Aktienmärkte primär von der Liquidität und nicht von großen Gewinnsteigerungen getrieben werden. Solange die US-Notenbank ihr Füllhorn weiter ausschüttet, dürfte sich daran wenig ändern. Fakt ist, dass gerade der amerikanische Aktienmarkt technisch auf allen Zeitebenen überkauft ist, so dass ein (kurzes?) Sommergewitter nach der heißen Phase an Kursgewinnen nicht überraschen würde. Die Marktbreite nimmt zugleich ab, was oft ein Signal für die zyklische Top-Bildung am Aktienmarkt ist.

Da die Monate August und September traditionell eher schwächere Aktienmonate sind, bleibt der Rat, Cash zu halten und die Sonne zu genießen.    

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