Wirtschaft

26.11.2010

Verbesserte Stimmungslage

GHM sieht die 33. Heim+Handwerk sehr optimistisch

Noch bis zum 28. November 2010 hat die 33. Heim+Handwerk auf dem Münchner Messegelände ihre Pforten geöffnet. 914 Aussteller – gegenüber 2009 ein Plus von 8 Prozent – bieten in sechs Hallen viel Interessantes, angefangen von der unabhängigen Beratung für eine ideale Wohnraumnutzung über zahlreiche Produkte und Informationen rund um energetisches Bauen, Sanieren und Renovieren bis hin zur größten Küchenschau Bayerns. Zudem verzeichnet die Messe heuer ein starkes Wachstum in den Bereichen Bad, Schlafzimmer und Wintergärten, erklärt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen.
Parallel zur Heim+Handwerk findet auch wieder die Food & Life statt, die laut Dohr in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung mit 150 Ausstellern verzeichnet. Sie alle bieten regional erzeugte Spezialitäten mit einem unvergleichlichen Geschmack an. Das Angebot reicht von erstklassigen Weinen über Käse aus der Schweiz bis hin zu Biertrüffeln aus Bayern.
Selten habe er einer Messe so optimistisch entgegengeblickt wie heuer, sagte Heinrich Traublinger, Aufsichtsratsvorsitzender der GHM. „Bauen, Einrichten und Wohnen erleben gerade einen deutlichen Aufschwung – die Heim+Handwerk 2010 liegt also mehr denn je im Trend.“ Auch die Laune der Verbraucher steige, wie der GfK-Konsumklimaindex prognostiziert.
Das Handwerk, so Traublinger, habe die Rezession und den witterungsbedingten Kaltstart ins laufende Jahr mittlerweile komplett überwunden, „der Konjunkturmotor ist warm gelaufen“. Kräftige Nachholeffekte auf dem Bau, der Optimismus der Verbraucher und deutliche konjunkturelle Impulse bei den Zulieferern hätten dabei geholfen.
Handwerksbetriebe sehen gute Geschäftslage
Vor allem die Stimmungslage habe sich grundlegend verbessert. So würden mittlerweile 86 Prozent der bayerischen Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als „gut“ beziehungsweise „befriedigend“ bezeichnen, das sind immerhin 22 Prozent mehr als am Tiefpunkt der Krise im März 2009 und 11 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist, betonte Traublinger.
Für das 2010 rechnet Traublinger, die Beschäftigung im bayerischen Handwerk mit 853.000 auf dem Niveau des Vorjahrs halten zu können. Bei den Umsätzen erwartet er für 2010 mit 90,2 Milliarden Euro ein nominales Plus von 2,5 Prozent. Abzüglich der Preissteigerung entspreche das einem realen Anstieg von rund 2 Prozent. „Damit können wir unsere kürzlich abgegebene Prognose noch einmal nach oben korrigieren.“
Damit dies alles so bleibe, müsse die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung und die klar über den Erwartungen liegenden Steuereinnahmen haben sich nach Traublingers Ansicht die Rahmenbedingungen spürbar verbessert. Dadurch würden sich Spielräume in der Finanz- und Steuerpolitik ergeben, die genutzt werden müssen, so seine Forderung. „Die Haushaltsdefizite sollten zunächst deutlich zurückgefahren werden, um dann – schrittweise – den Mittelstandsbauch in der Einkommenssteuer abzutragen und die kalte Progression anzugehen.“
Auf zusätzliche Belastungen des Mittelstands, die durch die Änderung bei der Stromsteuer und die neue Rundfunkfinanzierung drohen, muss laut Traublinger verzichtet werden. Die kleinen und mittleren Betriebe würden immer mehr zu den Melkkühen der Nation verkommen. „Damit muss Schluss sein.“
(Friedrich H. Hettler)

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