Wirtschaft

Der ADAC Nordbayern kommt nicht aus den Schlagzeilen. (Foto: dpa)

22.04.2015

Verdacht der Untreue

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ADAC Nordbayern

Der ADAC Regionalclub Nordbayern kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg ermittelt nach Hinweisen gegen zwei Verantwortliche wegen des Verdachts der Untreue, wie eine Sprecherin der Behörde heute sagte. Der ADAC kündigte an, die Ermittlungen "vollumfänglich zu unterstützen". Allerdings hat die Zentrale in München keinen direkten Einfluss auf die rechtlich selbstständigen Regionalclubs. Der ADAC Nordbayern ist in den vergangenen Jahren immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert worden, auch Ermittlungen der Behörden gab es bereits.  
Die Staatsanwaltschaft prüft nun Vorwürfe, ob aus Mitgliedsbeiträgen des Autoclubs unrechtmäßig etwa Weihnachts- oder Geburtstagsfeiern für Vorstände des Regionalclubs finanziert worden sind. Auch ob Geschäftsreisen mit Programmen für die Ehefrauen finanziert wurden, werde untersucht. Anfang April sei auch die Geschäftsstelle in Nürnberg durchsucht worden, sagte die Sprecherin. Ob die Vorwürfe zutreffen und wie hoch der mögliche finanzielle Schaden ist, könne aber noch nicht gesagt werden, betonte die Staatsanwaltschaft.  
Der ADAC hat sich etliche Reformen verordnet, dazu gehören auch Richtlinien für das Verhalten von Mitarbeitern und den Umgang mit Geld, sogenannte Compliance-Regeln. Erst vor einigen Wochen hatte der ADAC wegen Verdachts auf Untreue und Betrug einen ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft und eine Mitarbeiterin angezeigt.
Der ADAC war nach Bekanntwerden von Fälschungen beim Autopreis "Gelbe Engel" Anfang 2014 in die Krise gerutscht. Etliche Vorwürfe wurden laut, die Führungsspitze verlor ihre Posten.
(Sebastian Raabe, dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 49 (2017)

Paragraf 219a: Soll das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 8. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Strohmayr, Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag

(JA)

Winfried Bausback (CSU), bayerischer Justizminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.