Wirtschaft

Beim Richtfest für die neue Messehalle 3A konnte man die aufwändige Stahlkonstruktion genau betrachten. Zogen an einem Strang (v. l.): Messechef Peter Ottmann, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, Spielwarenmesse-Chef Ernst Kick, Bayerns Finanzminister Markus Söder und Messechef Roland Fleck. (Foto: Schweinfurth)

02.08.2013

Visitenkarte aus Glas und Stahl

Richtfest für die architektonisch herausragende Halle 3A der NürnbergMesse

Richtfest für die „neue Visitenkarte“ der NürnbergMesse: Der Rohbau der neuen Messehalle 2A ist vollendet und die architektonischen Grundzüge und Gestaltungselemente der vom renommierten Londoner Architekturbüro Zaha Hadid Architects entworfenen Halle sind klar zu erkennen. Auch die Dimensionen sind beeindruckend: 105 Meter lang und 85 Meter breit ist die Grundfläche der 3A, fast doppelt so groß wie die des Nürnberger Hauptmarkts, immerhin Schauplatz des weltberühmten Christkindlesmarktes. Ihre Höhe beträgt 13 bis 20 Meter (das Dach ist in Nord-Süd-Richtung leicht geneigt), der Hallenboden trägt bis zu fünf Tonnen Gewicht pro Quadratmeter – das sind mehrere Kleinwagen übereinandergestapelt. Mit Inbetriebnahme der Halle wächst die Ausstellungsfläche des Messe- und Kongressgeländes um 9000 Quadratmeter, auf über 170.000 Quadratmeter. Die Gesamtkosten betragen rund 37 Millionen Euro.

Weltoffenes Denken


„Damit demonstrieren wir weltoffenes Denken“, sagt Peter Ottmann, einer der beiden Geschäftsführer der NürnbergMesse Group beim Richtfest. Er verweist darauf, dass die neue 3A voll und ganz dem nachhaltigen Bauen unterworfen wurde und wegen ihres deutlich geringeren Energieverbrauchs auch eine entsprechende Zertifizierung erhalten wird. „Wir haben die Hallenbeleuchtung komplett auf LED-Lampen ausgelegt. Diese amortisieren sich bereits im dritten Betriebsjahr“, so Ottmann. Der Messechef bedankt sich auch bei Ernst Kick, dem Vorstandsvorsitzenden der Spielwarenmesse eG, die die neue Halle mitfinanziert: „Damit bindet sich die Spielwarenmesse vertraglich lange an die NürnbergMesse.“
Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der NürnbergMesse ist, betont: „Das ist nicht nur ein Richtfest, sondern die Weiterentwicklung eines strategischen Konzepts.“ Er ist stolz auf die NürnbergMesse, die inzwischen „vom Umsatz her auf Platz sechs und vom Gewinn her auf Platz vier“ unter den deutschen Messegesellschaften rangiert. Und weil die Messe demnächst so eine herausragende neue architektonische Visitenkarte hat, unterstreicht er: „München ist schön, aber Nürnberg ist schöner.“
Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), gleichzeitig stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der NürnbergMesse und Präsident des Deutschen sowie des Bayerischen Städtetags, äußert sich lobend zur Architektur der Halle: „Städtebau und Architektur waren zu allen Zeiten der unmittelbare Ausdruck der Stadtkultur. Gleichzeitig sind sie Zeugnis für die politische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt. Mit der neuen Halle 3A dokumentieren wir eindrucksvoll, dass Nürnberg ein innovativer, erfolgreicher Messestandort ist.“ Dies zeige sich auch am Erfolgskonzept der NürnbergMesse, der persönlichen Betreuung. „Viele Messebesucher bestätigen es immer wieder: Sie fühlen sich in Nürnberg zuhause.“ Andernorts seien sie lediglich zahlender Kunde.
Und auch der Spielwarenmesse-Chef Ernst Kick zeigt sich hoch erfreut: „Die NürnbergMesse eröffnet uns mit der Halle Entfaltungsraum für die Zukunft. Damit zeichnet sie sich weiterhin durch kundenorientiertes Handeln aus und macht den Messestandort Nürnberg zusätzlich noch attraktiver. Gerne unterstützen wir dieses ehrgeizige gemeinsame Projekt und freuen uns, mit der Spielwarenmesse 2014 als erste in die Halle einzuziehen.“


Spielwarenmesse im Fokus

Kick erinnert auch an das Jahr 1974, als das Nürnberger Messezentrum vom alten Standort am Leipziger Platz auf das jetzige Gelände zog: „Damals haben wir mit der 24. Spielwarenmesse das Gelände eröffnet und jetzt sind wir wieder die ersten und eröffnen 2014 mit der 65. Spielwarenmesse die neue Halle 3A.“ Für die Spielwarenmesse sei die neue Halle extrem wichtig, da endlich neue Produktbereiche integriert werden können. „Sie verschafft uns Freiraum und bietet eine Spielwiese für neue Themen.“
Aber nicht nur die Spielwarenmesse wird sich 2014 in der neuen Halle tummeln; unter anderem werden auch die fensterbau/frontale, die Interzoo, die PADDLEexpo und die Kongressmesse ConSozial.
Ausführendes Unternehmen für den Rohbau, den Stahlbau und den Spezialtiefbau ist die Firmengruppe Max Bögl aus Sengenthal bei Neumarkt/Opf.. „Bis zur Fertigstellung werden unter anderem 2050 Tonnen Stahl und 2750 Quadratmeter Glas in der architektonisch anspruchsvollen Halle verbaut sein, macht deren Geschäftsführer im Bereich Hochbau, Johann Braun, die Dimension des Auftrags deutlich. „Wir sind stolz darauf, diese spektakuläre neue Halle ausführen zu dürfen.“ Somit ist die neue Halle echt „made in Bavaria“. (Ralph Schweinfurth)

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