Wirtschaft

26.04.2013

Vom Sorgenkind zum Badesee

Nürnbergs Wöhrder See wird mit staatlicher Hilfe umgestaltet

Um die Lebensqualität in Nürnberg zu steigern, wurde jetzt mit der Umgestaltung des Wöhrder Sees begonnen. Das im Herzen der Stadt gelegene Gewässer, durch das der Fluss Pegnitz fließt, soll zu einem attraktiven Freizeitareal werden. Darum haben Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) und Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) symbolisch die Baggerarbeiten gestartet, die notwendig sind, um den See vor der Verlandung zu bewahren.
Etwa 100.000 Kubikmeter Erdreich vom Grund des Sees werden umgeschichtet. Die Hälfte davon kommt in eine Erddeponie. „Dafür sind bis Juli 2013 zirka 3000 Lkw-Fuhren nötig“, so Umweltminister Huber. Die anderen 50.000 Kubikmeter werden zu Inseln und Riffen verbaut. Dadurch soll die Fließgeschwindigkeit der Pegnitz nachhaltig erhöht und die Gefahr einer Verlandung für immer gebannt werden. Außerdem wird die Wasserqualität gesteigert. Das alles geschieht mittels Leitblechen und so genannten Geotubes. Das sind große Textilschläuche, die mit abgelagertem Sediment gefüllt werden. So können sich im Wasser Ruhezonen und Fließstrecken bilden. Auf diese Weise werde sich das Gewässer künftig selbst reinigen, so Huber.
Für den Nürnberger und bayerischen Finanzminister hat die Umgestaltung dieses innerstädtischen Gewässers Vorbildcharakter für ganz Bayern. Noch in seiner Amtszeit als bayerischer Umweltminister sei das Projekt geplant worden. Umso mehr freue es ihn, dass sein Amtsnachfolger Huber das Vorhaben jetzt realisiert. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Söder. Rund 8 Millionen Euro investiert der Freistaat bis 2014 in diese Maßnahme.
Allerdings könnten die Nürnberger schon im Sommer dieses Jahres von den Arbeiten profitieren. Denn laut Umweltminister Huber sollen die Entschlammungsarbeiten mit dem schwimmenden Bagger bis zum Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein. Dann könne der Badestrand genutzt werden.

Plus an Lebensqualität in der Frankenmetropole

Finanzminister Söder erklärte noch die wirtschaftliche Dimension der Umgestaltung des Sees: „Neben einer intakten Infrastruktur und starker Wirtschaft gewinnen weiche Standortfaktoren immer größere Bedeutung.“ Sie seien die „stille Währung“ einer Stadt. Darum zähle die „Wasserwelt Wöhrder See“ zu den bedeutenden Umweltprojekten in Nürnberg. Es garantiere ein Plus an Lebensqualität für die Einwohner der Frankenmetropole. Söder dankte ausdrücklich dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und seinem Leiter Ulrich Fitzthum für die Umsetzung der Maßnahme.
Nürnbergs Erster Bürgermeister Horst Förther (SPD) verdeutlichte, dass die Stadt sowohl am Süd- als auch am Nordufer des Sees entsprechende Installationen einrichten lässt, damit dort gastronomische Betriebe das neue Freizeitparadies der Nürnberger entsprechend versorgen können.
(Ralph Schweinfurth)

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