Wirtschaft

21.04.2011

Vorsorge zahlt sich aus

Bayerische Wasserwirtschaft tätigt langfristige Investitionen

Wasser ist in Bayern reichlich und in bester Qualität vorhanden. Es den Menschen als Trinkwasser jederzeit zur Verfügung zu stellen ist Aufgabe der Wasserversorgungsunternehmen. Sie fördern das kostbare Nass im Einklang mit der Natur, unterstützen eine umweltverträgliche Landbewirtschaftung und setzen sich für einen sinnvollen Umgang mit dem Trinkwasser ein. Für die sichere und zuverlässige Entsorgung der Abwässer sind die Abwasserentsorgungsunternehmen zuständig. Sie leisten einen großen Beitrag für den Gewässerschutz und für die Gesundheit der Menschen.

140 Millionen Euro pro Jahr für Erneuerung der Rohre


Über ein weit verzweigtes Netz von Fern-, Zubringer- und Ortsnetzleitungen gelangt das Trinkwasser bis in jedes Haus. Aufgabe der Wasserversorger ist es, die Netze und Bauwerke zu pflegen, zu sanieren und zu modernisieren. In der Planung wird zum Beispiel für Rohrleitungen eine Nutzungsdauer von durchschnittlich rund 50 Jahren veranschlagt. Für die Erneuerung von Anlagen und Leitungsnetzen investiert die im Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) organisierte Wasserwirtschaft in Bayern jährlich rund 140 Millionen Euro. Diese langfristigen Investitionen gewährleisten eine zuverlässige und sichere Trinkwasserversorgung.
In die Abwasserentsorgung werden rund 400 Millionen Euro im Jahr investiert. Der Hauptteil der Investitionen entfällt dabei mit ca. 60 Prozent auf die Abwassersammlung und -ableitung, etwa 40 Prozent auf den Bereich Abwasserreinigung. Damit tragen die öffentlichen Ver- und Entsorgungsunternehmen auch wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Branche und von Arbeitsplätzen in meist mittelständischen Betrieben in der Region bei.
Voraussetzung für die hohe Wasserqualität in Bayern sind in erster Linie unbelastete Ressourcen, die keine aufwändige Aufbereitung erfordern, sowie ein gut gepflegtes Leitungsnetz. Trinkwasser wird in Bayern überwiegend aus Grundwasser gewonnen, obwohl nur rund fünf Prozent der Landesfläche als Grundwasserschutzgebiete ausgewiesen sind. Die bayerischen Wasserver- und Abwasserentsorger zielen mit ihrem Knowhow und dem Einsatz moderner Technik auf einen nachhaltigen Grundwasserschutz ab. Die enge Zusammenarbeit von Wasserversorgern und Behörden beim vorausschauenden Wasserschutz und das ausgefeilte Wartungs-, Prüf- und Überwachungssystem in der Trinkwasserversorgung garantieren auch in Zukunft die hohe Wasserqualität in Bayern.
Die Ausweisung von Wasserschutzgebieten und der Gewässerschutz sind für die bayerische Wasserwirtschaft wichtig. Eine Forderung, die auf der Fachtagung Wasser 2011 des VBEW in Zusammenhang mit der bevorstehenden Überarbeitung des Bayerischen Wassergesetztes (BayWG) unterstrichen wurde. „Unsere Mitgliedsunternehmen melden uns vermehrt Bauvorhaben, die in Wasserschutzgebieten beabsichtigt werden und für deren Mehrkosten zum Schutz des Grundwassers sie aufkommen müssen“, sagte Gerhard Moser, VBEW-Vorstandsmitglied. Diese Kosten würden die kleinen Unternehmen am härtesten treffen und sich auf den Trinkwasserpreis auswirken.
(Jessica Hövelborn)
Die Autorin ist Referentin beim Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW).

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