Wirtschaft

Lehrling in der Metallbranche. (Foto: Bilderbox)

06.08.2014

Weiter auf Rekordkurs

Bayerische M+E Industrie hält auch 2014 hohes Ausbildungsniveau

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie bildet weiter auf Rekordniveau aus und rechnet für das neue Ausbildungsjahr 2014 mit 14 300 neu abge-schlossenen Ausbildungsverträgen. Das geht aus der aktuellen M+E Ausbil-dungsumfrage hervor, die heute in München vor dem Start des Ausbildungs-jahrs von Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, vorgestellt wurde. „Damit halten wir in unserer Branche das hohe Ausbildungsniveau des Vorjahrs.“

Hohe Übernahmequote

„Unsere Unternehmen bewegen sich in einem volatilen Umfeld. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Ausbildung in der M+E Industrie in Bayern im Jahr 2015 leicht rückläufig sein, aber auf einem hohen Stand verharren wird"; sagte Brossardt. "Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2015 wird sich laut unse-rer Umfrage bei 14 000 einpendeln." Das wäre ein leichter Rückgang von 2,1 Propzent. "Wir bewegen uns aber weiter auf einem hohen Ausbildungsniveau."
Die Übernahmequote für die Auszubildenden, die 2014 ihre Lehre abschließen, erreicht laut Brossardt mit 93,2 Prozent einen Rekordwert. 2015 rechnen die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber mit einer erneuten Steigerung der Übernahmequote auf 98,8 Prozent. Brossardt: „Die Betriebe kompensieren angesichts rückläufiger Schülerzahlen die drohende Fachkräftelücke. Dementsprechend bildet jedes fünfte Unternehmen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie über Bedarf aus. Rund drei Viertel bilden entsprechend Bedarf aus."

Zum Teil unzureichende Ausbildungsreife

42,1 Prozent der befragten Unternehmen, deren Ausbildung zuletzt leicht rück-läufig war, gaben an, keine geeigneten Bewerber gefunden zu haben. 15,8 Prozent konnten Ausbildungsplätze mangels Bewerber nicht besetzen. 18,4 Prozent konnten Absagen nicht mehr nachbesetzen. 42,1 Prozent hatten keinen Bedarf und 15,8 Prozent gaben die wirtschaftliche Lage als Grund für Nichtbesetzung an. „Das zeigt", so der Hauptgeschäftsführer, "die Zahl der neuen Ausbildungsverträge hätte höher ausfallen können. Noch immer verfügen rund 15 bis 20 Prozent eines Absolventenjahrgangs der allgemein bildenden Schulen nur über eine unzureichende Ausbildungsreife. Das bereitet uns Sorge, da die Ausbildungslücke größer wird. In Bayern werden im Jahr 2020 branchenübergreifend annähernd drei Viertel der gesamten Fachkräf-telücke von 230 000 Personen auf Absolventen mit einer abgeschlossenen Berufsbildung entfallen."

Der bayme vbm Berufseignungstest

Ein wichtiges Ziel ist laut Brossardt, mit einer fundierten und am Arbeitsmarkt orientierten Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen die Jugend-lichen bei der Berufsfindung zu unterstützen und das Matching von Angebot und Berufswahl zu verbessern. Der bayme vbm Berufseignungstest setzt hier an. Er ist online durchführbar und stellt die fachliche und berufliche Eignung für mehr als 60 Ausbildungsberufe fest. Dabei werden logisches und räumliches Denken, technisches Verständnis sowie Sprache und Rechtschreibung analysiert. Darüber hinaus bewertet der Test Teamfähigkeit, weitere soziale Kompetenzen der Bewerber sowie die Eignung für zwei duale Studiengänge. "Eine fundierte Berufsorientierung bei den Jugendlichen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss." Rund 12,5 Prozent aller Auszubildenden in der M+E-Branche würden ihre Lehre abbrechen (die durchschnittliche Abbrecherquote auf Bundesebene liegt bei rund 20 Prozent). "Dem wollen wir", sagte Brossardt, "angesichts des Fachkräftemangels entgegenwirken und einen Beitrag für eine zeitgemäße Berufsorientierung leisten." (Friedrich H. Hettler)

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