Bauen

Architekt Muck Petzet. (Foto: Irgens-Defregger)

06.09.2013

Wertekanon für nachhaltige Baukultur

Der Münchner Architekt Muck Petzet im Porträt

„Ein Siedlungshaus aus den frühen 1960er Jahren anständig zu sanieren, finde ich eine top-architektonische Aufgabe.“ Bravo möchte man Muck Petzet zujubeln, der im Umgang mit Bestand kreatives Potenzial entdeckt, selbst wenn es sich dabei um den diskreten Charme von Plattenbauten aus den 1960er oder 1970er Jahren handelt. In schrumpfenden Städten wie Leinefelde, demontierte der Münchner Architekt ein Wohngebäude bis zum ersten Stock, errichtete aus dem vor Ort geschredderten Abbruchmaterial einen öffentlichen Platz und ließ durch Umnutzung über alten Mauern ein neues Mieterzentrum in dem neuen Bundesland erblühen.

Petzet, der einen Steinwurf vom Deutschen Theater entfernt, in einem ehemaligen Lagergebäude der 1950er Jahre ein zehnköpfiges Architekturbüro leitet, sieht Architektur aus ökologischer und ökonomischer Sicht, reflektiert sein Handeln und plädiert für ein Umdenken seines Berufsstands.

Die These, dass Abriss und Neubau meist kostengünstiger sind als Umbau im Bestand, sei eine Milchmädchenrechnung von gestern. Mit dem Begriff der „grauen Energie“ will er darauf hinweisen, dass der energetische Aspekt weiter gefasst werden muss als bisher: „Graue Energie steht für die Summe aller Energie, die zur Herstellung eines Gebäudes gehört und schließt die vorhandene Bausubstanz mit ein. Der Fokus wird bislang auf die Verbrauchsenergie gelegt. Vernachlässigt wird aber die Energie, die zur Erstellung des fertigen Hauses benötigt wurde – das ist völlige Scheuklappenmentalität.“ … (Angelika Irgens-Defregger)

 (Lesen Sie den vollständigen Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 13. September 2013)

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