Kommunales

29.11.2013

Traunstein will zu Bayerns Homöopathie-Mekka werden

Im nächsten Jahr öffnet eine neue Akademie

Die im vergangenen Jahr angekündigte Möglichkeit, in Traunstein ein Hochschulstudium in der Fachrichtung Homöopathie zu beginnen konkretisiert sich: Am 24. März kommenden Jahres beginnt der Studiengang an der Homöo-Akademie des Steinbeis-Transfer-Instituts EUH, in dem die klassische Homöopathie in Verbindung mit der Schulmedizin auf Hochschulniveau unterrichtet werden soll. Landrat Hermann Steinmaßl (CSU) sieht seinen Landkreis bereits auf dem Weg zur so genannten Gesundheitsregion. Oberbürgermeister Manfred Kösterke (Unabhängige Wähler) plädierte für einen „sachlichen Umgang mit der Homöopathie“ und setzte sich dafür ein, die Vorbehalte in der Schulmedizin gegenüber der Homöopathie etwas abzubauen: „Den Menschen ist es egal, ob es aus der Schulmedizin oder aus der Homöopathie kommt, wenn es ihnen hilft.“

Anja Wilhelm, die Akademieleiterin betonte, man wolle in die Homöopathie mit dem Akademieangebot auf ein wissenschaftliches Niveau bringen. Schwerpunkte seien in den 36 Monaten Studienzeit, an denen die Teilnehmer am Ende nach der erfolgreich abgelegten Prüfung die Zulassung zum Heilpraktiker erhalten (Bachelor of Science in Complementary Medicine and Management, Vertiefungsrichtung Homöopathie EUH) vor allem eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis...(Andreas Wittenzellner)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 29. November 2013.

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Kommentare (3)

  1. Kugelblitz am 30.11.2013
    Das Prinzip der Homöopathie beruht darauf die Wirksubstanzen in hohen Verdünnungen zu geben. Diese Verdünnungen sind aber aber aufgrund der Gesetze der Physik/Chemie nicht herstellbar. Dies kann jeder Lehrer dieser Fächer beweisen. Auch sonst fehlt der Homöopathie jegliche wissenschaftliche Grundlage. Es gibt renommierte Kritiker. Sehr gut kann man sich dazu auf Wikipedia unter dem Stichwort Homöopathie informieren. Diese Hochschule ist ein Skandal
    und eine Schande für Traunstein.
    Im übrigen sei auch darauf hingewiesen, dass die Homöopathie nur ein sehr kleiner Teil der Naturheilkunde ist und letztere in vielen Bereichen durchaus wissenschaftlich überprüfbar ist.
    Traunstein macht sich mit seiner Universität deutschlandweit lächerlich.
    Während sich bereits vor einem Jahr in überregionalen Zeitungen wie in der Zet oder in der Welt kritische Artikel zu der Traunsteiner Hochschule fanden, ist die lokale Presse diesbezüglich völlig unkritisch und es gibt Anhaltspunkte, dass entsprechend kritische Leserbriefe von der lokalen Presse unterdrückt werden.
    Mag auch die Mehrheit der Traunsteiner für die Hochschule sein, so gibt es auch Kritiker in TS wie Blogs im Internet zeigen.
    Als Staatsanzeiger könnten Sie auch einmal beim bayr. Wissenschaftsministerin nachfragen, ob es sich bei der Einrichtung in TS wirklich um eine Hochschule mit Bachelor um Masterstudium handelt oder , ob die Lokalpolitiker angesichts der Aussicht das TS Unistadt wird auf Poemkinsche Dörfer hereingeflogen sind.
    MfG
    Aus Traunstein
  2. Nickname am 03.12.2013
    Eine sehr gute Abhandlung zu den Themen "wissenschaftlich" , "Hochschulniveau" u.a. findet sich hier:

    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=1275

    Eine meiner Meinung sehr sachliche und kompetente Würdigung des Vorgangs.
  3. UntergangDesBayernlands am 04.03.2014
    Schade, Bayern war mal so stolz auf seine Bildungslandschaft. Man bekommt den Eindruck, dass die bayerischen Behörden möglicherweise nicht fähig sind, Wissenschaft von Scheinwissenschaft zu unterscheiden. Wenn heute homöopathische Bachelor- und Masterabschlüsse möglich sind, gibt es zukünftig vielleicht einen Master in Astrologie, oder verwandten Esoterikbereichen. Warum gibt es keinen Aufschrei der Professoren der bayerischen Universitäten oder innerhalb des Kultusministeriums? Sapere aude!

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