Politik

"Klassenziel nicht erreicht" steht bei bayerischen Schülern überdurchschnittlich oft im Zeugnis. (Foto: dpa)

27.04.2016

Bayerns Schüler bleiben häufiger sitzen

3,5 Prozent der insgesamt 1,2 Millionen Schüler im Freistaat haben im vergangenen Jahr eine Klasse wiederholt

Bayerische Schüler bleiben überdurchschnittlich häufig sitzen. Im vergangenen Schuljahr wiederholten 42.650 Kinder und Jugendliche an den allgemeinbildenden und den Wirtschaftsschulen eine Klasse - das waren 3,5 Prozent der insgesamt 1,2 Millionen Schüler im Freistaat. Diese Zahlen hat das Kultusministerium auf eine Landtagsanfrage der SPD veröffentlicht. Im deutschlandweiten Schnitt liegt die Sitzenbleiberquote lediglich bei 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag gemeldet hatte.

Am häufigsten bleiben bayerische Kinder in der Realschule sitzen - dort liegt der Anteil bei 5,8 Prozent. An den Gymnasien waren es 3,5 Prozent.

Am häufigsten bleiben bayerische Kinder in der Realschule sitzen

"Es ist ein Armutszeugnis, wieviele Kinder und Jugendliche in Bayern jedes Jahr sitzenbleiben", kritisierte SPD-Bildungsexperte Martin Güll. "Da die bayerischen Kinder mit Sicherheit mindestens so schlau sind wie die im übrigen Deutschland, muss es am bayerischen Schulsystem liegen." Güll vermutet, dass große Klassen und Schulstress die Ursachen sind.

Auch Günther Felbinger, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler, kritisiert die "immer noch vorhandenen großen Klassen und eine miserable Einstellungsquote in 2015". Er glaubt, Schülerinnen und Schüler könnten deshalb trotz hohen Engagements der Lehrkräfte nicht so individuell gefördert werden wie es nötig wäre. (dpa/BSZ)

 

 

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Kommentare (1)

  1. Rosemarie am 27.04.2012
    Nur eine kleine Anmerkung zum ansonsten geglückten Artikel: Der Bayerische Elternverband vertritt nicht lediglich Grund-, Haupt- sowie Förderschulen, sondern arbeitet schulartunabhängig. Das bedeutet, Eltern aller Schularten können Mitglied werden.

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