Politik

Gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern braucht mehr Lehrkräfte mit spezieller Ausbildung. (Foto: Oliver Berg/dpa)

02.12.2015

"Mangelhaft" - nicht versetzt!

Lehrerverband kritisiert: In Bayern läuft die Integration behinderter Schüler ganz und gar nicht rund

Für die Einbeziehung behinderter Kinder in die allgemeinen Schulen (Inklusion) hat der bayerische Lehrerverband (BLLV) dem Freistaat die Note "mangelhaft" gegeben. Auch fünf Jahre nach der Ratifizierung der UN-Konvention zum Unterricht von Kindern mit Behinderung an einer sogenannten Regelschule fehle es an Geld, Personal und Zeit, kritisiert BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. 

"Leider sind Lehrkräfte oft in der Situation, betroffene Mädchen und Jungen in Regelklassen zu integrieren, ohne entsprechende personelle Unterstützung und ohne entsprechende fachliche Ausbildung", betonte sie anlässlich des internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am Donnerstag. Laut BLLV leben in Bayern etwa 70 000 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Das Kultusministerium sieht sich gut aufgestellt

Das Kultusministerium wies die Kritik zurück. Derzeit würden 20 000 Schüler sonderpädagogisch an Regelschulen gefördert, teilte das Ministerium mit. Im Schuljahr 2012/2013 waren es rund 18 200 Schüler. Zudem sei die Anzahl der Schulen mit dem Profil Inklusion zum Schuljahr 2015/2016 um rund ein Drittel auf 212 Einrichtungen gestiegen. Außerdem wurden demnach seit 2011 500 zusätzliche Lehrerstellen für die Inklusion bereitgestellt. (dpa)

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