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Das Foto zeigt den geschrumpften Stausee Gorg Blau auf Mallorca. (Foto: DDP)

15.01.2010

Knappe Ressourcen richtig managen

Münchner Wissenschaftler erforschen Wege aus dem Wassermangel in den Mittelmeerländern

Die Folgen des Klimawandels stellen die Mittelmeerländer vor immer größere Herausforderungen. Vor allem die Verfügbarkeit und die Qualität von Wasser bereitet jetzt schon vielen Staaten massive Probleme. Wie diese Auswirkungen konkret aussehen werden, wurde bislang aber noch nicht hinreichend erforscht. Hier setzt jetzt das durch die EU finanzierte Umweltprojekt „Climate Induced Changes on the Hydrology of Mediterranean Basins“ (CLIMB) an, das Anfang Januar 2010 seine Arbeit aufgenommen hat. Insgesamt 19 Institutionen aus neun Ländern sind an dem Projekt beteiligt, das von Ralf Ludwig, Professor für Geographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, geleitet wird. Das Projektmanagement liegt bei der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR) unter der Leitung von Thomas Ammerl. CLIMB ist auf vier Jahre angelegt und verfügt über ein Budget in Höhe von 3,15 Millionen Euro.
Die Sicherung der Wasserressourcen im Mittelmeerraum ist akut bedroht. Dürreperioden, die Versalzung des küstennahen Grundwassers sowie die zunehmende Landdegradation sind nur einige der Gefahren, durch die der fortschreitende Klimawandel zu politischen Konflikten und wirtschaftlichen Verteilungskämpfen in den betroffenen Regionen führen kann. Gefordert ist deshalb ein nachhaltiger Umgang mit den vorhandenen Wasserressourcen. Derzeit fehlen Analysemodelle und effektive Kontrollsysteme, mit denen die hydrologischen Veränderungen erfasst und bewertet werden können. Die bislang verfügbaren Projektionen sind sehr unsicher und basieren auf Daten aus globalen oder regionalen Klimamodellen, die nicht einfach übertragbar sind.
CLIMB möchte hier methodische Lücken schließen. Das Projekt will Feldmessmethoden verbessern, Fernerkundungstechniken weiterentwickeln und damit hydrologische Modellierungen sowie die Analyse sozio-ökonomischer Faktoren in einen neuen konzeptionellen Rahmen einbinden. So sollen bestehende Unsicherheiten bei der Analyse der Auswirkungen des Klimawandels reduziert werden. Ziel ist es, ein Risikobewertungsinstrument zu schaffen, mit dessen Hilfe die Verteilung der Wasserressourcen möglichst effektiv gesteuert werden kann.

(BSZ)

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