Politik

12.02.2026

Sollen Oktoberfestbesucher künftig Eintritt zahlen?

Der Vorschlag von Georg Schneider, dem Präsident des Bayerischen Brauerbunds, sorgte für Wirbel. Mit dem Bierpreis allein könne man so eine Riesenveranstaltung künftig nicht mehr finanzieren, hatte Schneider gesagt und Eintritt als Lösung vorgeschlagen. Hier erklärt er seinen Vorstoß. Christian Scharpf (SPD), Wirtschaftsreferent der Stadt München, hält wenig davon

JA

Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbunds

Die Wiesn hat viele Fans. Das merkt man spätestens dann, wenn man laut über Veränderungen nachdenkt. Der kollektive Aufschrei ist also vorprogrammiert. So geschehen, als ich den Gedanken äußerte, Eintritt für das Oktoberfest zu verlangen, um die permanent steigenden Kosten möglichst gleichmäßig und verträglich auf die Besucher zu verteilen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland und sich stark verändernden Konsumgewohnheiten stellt sich für jeden Veranstalter die Frage, wie künftig Feste finanziert werden können. Neben dem Verkauf von Speisen und Getränken oder den sonstigen Vergnügungen ist dabei das Verlangen von Eintritt eine von vielen Optionen. Der Zustrom oder das Fernbleiben von Besuchern entscheidet, ob am Ende des Tages das Angebot überzeugt. Als überzeugtem Bayern ist es mir wichtig, dass die einzigartige Vielfalt unserer Feste und Veranstaltungen erhalten bleibt.

NEIN

Christian Scharpf (SPD), Wirtschaftsreferent der Stadt München

Das Oktoberfest ist ein Volksfest und kein Freizeitpark. Die Gäste, die nur durchschlendern und die Atmosphäre genießen wollen, sind genauso willkommen wie die, die in den Bierzelten feiern oder sich in einem Fahrgeschäft vergnügen wollen. Was den Volksfestcharakter der Wiesn ausmacht, sind die vielen Dinge, die man umsonst genießen kann: flanieren, ratschen, der Duft von gebrannten Mandeln, die geschmückten Bierkutschen-Gespanne bewundern, der Blasmusik lauschen, über den Schichtl lachen. Dementsprechend finde ich den Vorschlag, mit einer Eintrittsgebühr den Bierpreis stabil zu halten, indiskutabel. Dadurch belastet man auch die Geldbeutel derer, die kein Bier trinken, sondern ihr Wiesnbudget für Fahrgeschäfte, Schmankerl oder Souvenirs ausgeben würden. Darunter leiden dann Schausteller und Marktkaufleute, die wiederum über ihr Platzgeld ebenfalls die Wiesn mitfinanzieren.

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