Wirtschaft

Die Firmenzentrale von Präg befindet sich am südlichen Ortsausgang von Kempten. (Foto: Präg)

28.11.2014

Holzpellets für Bayerisch-Schwaben

Energiehändler aus Kempten versorgt den Südwesten des Freistaats

Holzpellets statt Heizöl könnte für so manchen Häuslebesitzer in Schwaben die Parole der Zukunft sein. Denn im Zuge von sowieso irgendwann notwendigen Heizungsmodernisierungen, bietet der Umstieg von Flüssig- auf Feststoff zum Befeuern des Kessels im Keller eine ebenso bequeme wie sichere Wärmeversorgung im Eigenheim.
Die als Heizöllieferant im Allgäu bekannte Präg Energie GmbH & Co. KG aus Kempten bietet seit 2006 ihren Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket. Holzpellets werden direkt in den Pelletbunker geliefert und die Heizung kann – genau wie beim Öl – in der kalten Jahreszeit durchlaufen. „Wir beliefern derzeit alle unsere Kunden in einem Gürtel von Kempten bis Augsburg mit einem eigenen Lkw“, erklärt Manuel Rauch, Produktmanager Pellets bei Präg, der Staatszeitung. Der 22-Tonner-Hängerzug könne pro Tour im Durchschnitt vier Haushalte mit Pellets beliefern, die dann für die gesamte Heizperiode reichen – vorausgesetzt das Pelletlager der Endkunden ist entsprechend groß ausgelegt. Weitere Lieferfahrzeuge seien bestellt, denn die Nachfrage nach Pellets steige stetig.
Das bestätigt auch Marc Deisenhofer, Geschäftsführer und Mitgesellschafter von Präg: „Holzpelletheizungen sind in Deutschland vor allem im Süden der Republik beliebt – in Bayern und Baden-Württemberg, wo wir zu Hause sind.“ In den den beiden wirtschaftlich starken Bundesländern sind Deisenhofer zufolge 60 Prozent aller inländischen Pelletheizungen installiert. Und die Tendenz sei stark steigend. Darum hat Präg vor Kurzem in Augsburg zwei neue Hochsilos für 2,5 Millionen Euro errichtet. Sie fassen 7280 Tonnen Pellets und sind 30 Meter hoch. „Ihr Fassungsvermögen entspricht dem Jahresbedarf von rund 1400 Einfamilienhäusern“, erläutert der Präg-Geschäftsführer.
Weil der Energiehändler Präg schon immer ein Gespür für Trends hatte und hat, will das Unternehmen den Pellethandel forcieren. „Wir wollen bis in vier Jahren in Augsburg pro Jahr rund 35 000 Holzpellets umschlagen und 3000 Kunden beliefern“, so Deisenhofer. Präg setzt hierbei – wie bei den anderen Energiearten auch – auf hohe Qualität, herausragenden Service und wettbewerbsfähige Preise. „Unsere Holzpellets sind zertifiziert. Sie tragen das ENplus-Siegel des Deutschen Pelletinstituts“, so Johannes Gösling, Geschäftsführer für den Energievertrieb bei Präg. Pellets mit diesem Siegel gehen in vielen Punkten über die Anforderungen der EU-Norm hinaus. So gewährleisten sie zum Beispiel minimale Emissionen und störungsfreies Heizen bei gleichzeitig hohem Brennwert.
Der Umstieg auf Pellets lohnt sich Gösling zufolge nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch. Denn: „Pelletheizungen werden staatlich gefördert und die Preise für Pellets sind günstiger als die für fossile Brennstoffe.“ Darüber hinaus unterliegen laut Gösling die Pellets kaum Preisschwankungen.
Aber Pelletheizungen seien in der Anschaffung meist teurer als Öl- oder Gasheizungen.Interessenten für Pelletheizungen sollten auch auf eine gute Zufahrtsmöglichkeit achten, sodass sie auch per Lkw mit den hölzernen Stäbchen beliefert werden können, so Präg-Pelletexperte Rauch. Wer keine Pellet-Zentralheizung eingebaut hat, sondern mit Pellet-öfen heizt, kann auch Pellet-Sackware beziehen. Diese ist zwar in der Regel etwas teurer als die „lose Ware“, dafür aber platzsparender, da kein Pelletlager notwendig ist.
(Ralph Schweinfurth)

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