Bauen

Das generalsanierte GBZ. (Foto: Landratsamt Ansbach)

15.02.2018

Bessere Lernbedingungen

Generalsanierung des Gastronomischen Bildungszentrums am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Rothenburg

Die Staatliche Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl in Rothenburg erhielt 1981 einen Neubau als Gastronomisches Fortbildungszentrum GFZ. Dieses wurde 1990 für das Gastronomische Berufsbildungszentrum GBZ erweitert, das durch die IHK Nürnberg für Mittelfranken angemietet wurde.
Beide Gebäudeteile enthalten im Erdgeschoss jeweils eine Großküche und ein großzügiges Restaurant, die zusammengeschlossen werden können. Das GFZ verfügt hier noch über einen Demonstrationsraum mit Showküche und ansteigendem Gestühl. Im Obergeschoss liegen vier Seminarräume, im Untergeschoss die Nebenräume für den Küchenbereich und die Gebäudetechnik.
Im GFZ-Gebäude der Staatlichen Berufsschule werden im Bereich Kochen und Gastronomie – Köche, Hotelfachleute, Fachkraft für Gastgewerbe, Systemgastronomen, Restaurantfachleute – in Theorie und vor allem Fachpraxis ausgebildet.

Die Räume im GBZ werden von der IHK Mittelfranken für Veranstaltungen und insbesondere für Prüfungen von Auszubildenden und Meistern im gastronomischen Bereich genutzt.
GFZ und GBZ sind ein Gebäude, das technisch zusammenhängt und räumlich offene Übergänge hat. Daher wurden beide Gebäudeteile gemeinsam saniert. Die Generalsanierung im Inneren beinhaltete alle Oberflächen an Boden, Wand, Decke und somit eine grundsätzliche Neugestaltung. Das Erscheinungsbild entspricht nach der Sanierung einem hochwertigen, modernen, gastronomischen Bildungszentrum.

Die neue Ausstattung der Großküchen, der Thekenanlagen und die Möblierung des Restaurants erfolgten nach neuesten Standards in hoher Qualität und bieten so die Voraussetzung für eine zeitgemäße Ausbildung/Fortbildung im gesamten gastronomischen Bereich von Küche, Bar und Service.
Die Ausstattung des Demonstrationsraums mit einer hochwertigen Dokumentenkamera über dem Kochblock sowie auch die Seminarräume, ausgerüstet mit interaktiven Whiteboards, ermöglichen optimale Möglichkeiten für interessanten Unterricht beziehungsweise Fortbildung.
Obwohl die Kubatur des gestaffelten Gebäudes mit Satteldächern nicht verändert wurde, erscheint es durch die geänderte Anordnung der Fenster und Verglasungen, Detailausbildung und Farbgestaltung als modernes Gebäude und spiegelt so auch das zukunftsorientierte Innere nach außen. Das Gebäude ist durch die Sanierungsmaßnahme vollwertig barrierefrei nutzbar, durch barrierefreie Zugänge mit inneren und äußeren Rampen, zentral gelegenen Behinderten-WCs im Erd- und Obergeschoss sowie dem Einbau eines Aufzugs.

Für das Gebäude wurde im Gesamtzusammenhang des Schulgeländes ein Brandschutzkonzept und ein Sicherheitskonzept entwickelt und jeweils baulich umgesetzt.

Die Baumaßnahme beinhaltete folgende Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Gebäudetechnik:
– Energetische Erneuerung der Beleuchtung mit LED-Technik und damit verbunden die Elektroverkabelung und Elektroanlage.
– Neubau von Lüftungsanlagen mit effektiver Wärmerückgewinnung und
– Umbau der Sanitärinstallation zur Einhaltung der Anforderungen an die Trinkwasserversorgung.
Rundum wurde der Außenbereich neu gepflastert und neu bepflanzt sowie durch eine neue Treppe mit anschließender Terrassierung gestaltet.

Die Lüftungstechnik und die Ausbildung der Gebäudehülle mit gut gedämmten Fenstern mit Dreifachverglasung, hochwertiger Wärmedämmung an Außenwänden und im Dach, der Vermeidung von baulichen und konstruktiven Wärmebrücken sowie der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle orientiert sich an den Vorgaben einer Modernisierung mit Passivhaus-komponenten. Die Außenwände im Untergeschoss wurden in den neu ausgebauten Räumen innen gedämmt, auf eine zusätzliche Dämmung der Bodenplatte und auf eine Dämmung der Außenwände in den Technik- und Lagerräumen wurde verzichtet, da der Aufwand und dementsprechend auch die Kosten gegenüber dem Nutzen unverhältnismäßig hoch gewesen wären.

Hinsichtlich der Transmissions-Wärmeverluste wird der „EnEV Neubau – Standard“ um 15 Prozent unterschritten. Aufgrund der weiteren Beheizung mit Erdgas über eine bestehende und ebenfalls modernisierte Nahwärmeversorgungsanlage wird der EnEV-Energiestandard „Modernisierter Altbau“ erreicht. Der energetische Standard wurde anhand einer erstellten Wirtschaftlichkeitsberechnung entschieden.

Im Juli 2015 wurde das Planungsteam beauftragt:
– Gebäudeplanung und Energiekonzept: Architekturbüro ING+ARCH mbB, Pia Regner;
– Planung HLSE: IPG Gebäudetechnik Herzner und Schröder.

Die Generalsanierung wurde im März 2016 begonnen und termingerecht im September 2017 abgeschlossen. Die Kosten betrugen rund 4,65 Millionen Euro. Die Sanierung des Bereichs des GFZ, das heißt der Berufsschule, wurde mit etwa 1,05 Millionen Euro durch den Freistaat gefördert.
Während der Bauzeit wurden die Räume im Hauptgebäude der Berufsschule und die Küche mit Speiseraum im Werkstattgebäude der Berufsschule durch die Schule und auch die IHK genutzt. Dafür war eine frühzeitige Koordination der Termine für den Blockunterricht der Berufsschule sowie der Prüfungs- und Seminartermine der IHK erforderlich.

Gerade in Zeiten des Wettbewerbs von Standorten und Mangel an Ausbildungsinteressierten sind attraktive Rahmenbedingungen für die Ausbildung eine wesentliche Voraussetzung, um junge Leute für die Ausbildung – hier im Bereich der Gastronomie – zu motivieren. Diese Investition des Landkreises Ansbach in ein Gebäude mit zwei hochwertigen Großküchen dient der Förderung des Nachwuchses im Handwerk, hier insbesondere in der Gastronomie, und stärkt damit die Kompetenz vor Ort und die Zukunft der ländlichen Region. (BSZ)

(Rund 4,65 Millionen Euro wurden in die Sanierung investiert - Foto: Landratsamt Ansbach)

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