Bauen

Rund 10 Millionen Euro wurden in den Neubau des Logistikzentrums mit angeschlossenem Bürotrakt investiert. (Foto: Florian Dittert)

03.11.2023

Ein Bekenntnis zum Standort

In Knetzgau wurde ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen

Die Firma Maincor Rohrsysteme hat am Standort Knetzgau 10 Millionen Euro investiert und ein neues Logistikzentrum mit angeschlossenem Bürotrakt in Betrieb genommen. Damit wurden neue Kapazitäten geschaffen, um die Kunden noch zuverlässiger und schneller zu beliefern sowie den Mitarbeiter*innen ein optimales Arbeitsumfeld mit modernster Logistik zu schaffen. Das neue Logistikzentrum ist somit „elementarer Baustein für die Zukunftsfähigkeit“ des Unternehmens. Mit der Investition hat sich auch für die Bevölkerung etwas getan. Zu Stoßzeiten standen die Lkw bis auf die Straße im Industriegebiet und behinderten dort den Verkehr. Mit der Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde der wartende Lieferverkehr auf das Firmengelände verlagert.

Arbeitsplätze geschaffen

Geschaffen wurde ein neues Logistikzentrum, welches Platz für rund 10 000 Paletten-Stellplätze bietet. Der Lagerbereich ist 16,5 Meter hoch und 4300 Quadratmeter groß. Das gesamte Projekt umfasst 73 000 Kubikmeter umbauten Raum. Mit dem Neubau hat Maincor außerdem im bereits bestehenden Logistiklager Platz für weitere Produktionsanlagen realisiert. In den letzten Monaten entstanden so über 60 neue Arbeitsplätze. Ein klares Bekenntnis zum Standort Knetzgau lieferte Dieter Pfister, Firmengründer und Geschäftsführer der Maincor Rohrsysteme, schon beim offiziellen Spatenstich für den Neubau: „Wir wollen in Knetzgau bleiben“, sagte Pfister bereits damals.

Das Unternehmen besteht aus den Geschäftsbereichen Rohrsysteme Gebäudetechnik (Heizung & Sanitär) sowie Rohrsysteme Industrie (Industrielle Anwendungen). Sie produziert mit 400 Mitarbeitern Kunststoffrohre für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Das Produktspektrum reicht von Rohren für die Automotive-, Industrie- und Weißgerätebranche über Heizung und Sanitär bis hin zur Kunststoffoberflächenveredelung (Fluorierung).
Das Kernprodukt heißt dabei Kundenzufriedenheit. Hierbei geht es um das Ziel, mit größtmöglicher Motivation unter Einsatz modernster Technologie die bestmögliche Leistung zu erbringen. Die prompte und effektive Erledigung eines jeden einzelnen Auftrags zählt ebenso dazu, wie die Unterstützung bei der Implementierung und Verarbeitung sowie die direkte und unkomplizierte Versorgung der Heizungs- und Sanitärkunden direkt an der Baustelle.

Bei der Eröffnung des Knetzgauer Werkes 2005 konnte sich Pfister sicher kaum vorstellen, wie sich das Unternehmen entwickelt und der Platz eines Tages zu klein sein würde. Im Jahr 2022 hatte Maincor einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Dabei exportiert man in 65 Länder weltweit und hat eine Exportquote von 48 Prozent. Mit dem Bau des Logistikzentrums seien mehr Arbeitsplätze geschaffen worden, als geplant, so Pfister bei der Einweihungsfeier. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt für Maincor ist das Thema Nachhaltigkeit. Als Produzent der Kunststoffindustrie benötigt das Unternehmen für die Produktion rund 11 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich. Das Thema Eigenstromproduktion steht daher bereits seit Jahren auf der Agenda. Diverse Photovoltaik-Dachanlagen und ein eigenes Freiflächensolarkraftwerk am Standort Knetzgau garantieren eine nachhaltige und ökonomisch sinnvolle Eigenstromerzeugung. Das Unternehmen kann dadurch seinen Strombedarf derzeit zu 25 Prozent selbst decken. An guten Tagen versorgt sich das Unternehmen bereits ausschließlich mit eigenproduziertem Strom. Ein weiterer Ausbau dieser Stromquelle ist vor Ort jedoch nicht möglich.

Die Planungen für ein eigenes Windrad am Standort Knetzgau sind daher der nächste logische und bedeutende Schritt in Richtung Energieversorgung der Zukunft. Die Windkraftanlage mit 160 Meter Nabenhöhe wird bis zu 10 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und den Eigenversorgungsgrad von Maincor auf über 90 Prozent erhöhen. Klares Ziel ist mehr Unabhängigkeit im Energiebereich durch den Ausbau erneuerbarer Energien.

Ein eigenes Windrad

Der schonende Ressourcenverbrauch, Innovationen sowie die Umstellung von Wertschöpfungsketten sind dabei von zentraler Bedeutung, um Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Profitieren sollen nicht nur der Betrieb, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Knetzgau. Das Unternehmen möchte die Bürger mitnehmen und 20 Prozent des erzeugten grünen Stromes preisgünstig an die Bürger von Knetzgau abgeben.

Mit der Realisierung des Windrads ist für Maincor jedoch kein Schlussstrich in Sachen Energie gezogen. Das Unternehmen ist aktuell bereits mit mehreren Firmen im Gespräch, die sich mit dem Thema Speicherung beschäftigen. Für Dieter Pfister eine weitere große Herausforderung, die er mit Maincor gern angehen möchte: „Wir sehen uns als Pionier und sind bereit neue Wege zu gehen.“

Das Engagement in vielen gesellschaftlichen Bereichen in der Region Main-Rhön und weltweit rundet das Unternehmensbild ab. Der gezielte Einsatz für soziale, ökologische und andere gesellschaftliche Projekte ist für das Unternehmen elementar. Dies ist tief in der Unternehmenskultur verankert und spiegelt es mit jedem Projekt wider. Soziale Projekte zu unterstützen und Sponsor für kulturelle Veranstaltungen, Sportevents oder Vereine zu sein ist für das Unternehmen eine echte Herzensangelegenheit. Die Mitarbeitenden sind dabei das Herzstück des Engagements. Sie machen sich im Rahmen der Projekte und mit eigenen Ehrenämtern stark. (Florian Dittert )
 

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