Bauen

Auf dem Bild zu sehen von links nach rechts: Architekt Peter Riepl, Norbert Sterl, Staatliches Bauamt Passau,Bauministerin Kerstin Schreyer, Präsident der Universität Passau Ulrich Bartosch sowie Wissenschaftsminister Bernd Sibler. (Foto: StMB)

12.10.2021

Neues Wissenschaftszentrum

Rund 100 Millionen Euro investiert der Freistaat in das neue Wissenschaftszentrum der Uni Passau

Der Freistaat investiert weiter kräftig in seine Hochschullandschaft. An der Universität Passau soll ein neues Wissenschaftszentrum mit Seminar- und Büroräumen, einer Cafeteria und einem großen Hörsaal entstehen, für das das Staatliche Bauamt Passau in den letzten Monaten einen Realisierungswettbewerb durchgeführt hat. Vor Kurzem haben Bauministerin Kerstin Schreyer und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) in Passau den Wettbewerbssieger bekanntgegeben und den Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem Neubauvorhaben wird der Universitätsstandort Passau nachhaltig gestärkt. Auf rund 5000  Quadratmetern Nutzfläche entstehen in den nächsten Jahren neue Seminar-, Büro- und Besprechungsräume sowie eine Cafeteria. Herzstück des neuen Gebäudes wird ein 800 Quadratmeter großer Hörsaal sein, der aufgrund seiner 200 Quadratmeter großen Bühne und seiner Akustikausstattung auch als Konzertsaal genutzt werden kann. Der Entwurf stammt vom Linzer Architekturbüro Riepl Riepl Architekten, das sich in einem nicht offenen Realisierungswettbewerb gegen 39 Mitbewerber durchsetzen konnte.

Schreyer zeigte sich bei der Bekanntgabe des Wettbewerbssiegers erfreut: „Mit dem neuen Wissenschaftszentrum legen wir heute einen großen weiteren Baustein für die Zukunft einer der renommiertesten Universitäten in Deutschland und setzen so ein starkes Zeichen für Forschung, Wissenschaft und Lehre. Der ausgewählte Entwurf verzahnt gekonnt Universität und Stadt und schafft so einen lebendigen Begegnungsort nicht nur für Lehrende, Studierende und Beschäftigte der Universität, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger von Passau:“

Wissenschaftsminister Sibler betonte: „Der Siegerentwurf für den Neubau des internationalen Wissenschaftszentrums auf dem Spitzberg macht die strategische Weiterentwicklung und Profilschärfung der Universität in den letzten Jahren architektonisch sichtbar. Mit diesem bislang größten Erweiterungsprojekt für die Universität Passau schaffen wir einen gestalterisch hochwertigen und gleichzeitig funktionalen Rahmen für interdisziplinäre Forschung und Lehre in Themenfeldern der Zukunft, wie KI, Internet Sciences und vernetzte Gesellschaft. Als Wissenschafts- und Kunstminister freut es mich zudem besonders, dass der Entwurf Wissenschaft und Kultur durch das vielfältig nutzbare Audimax bewusst verzahnt. Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur beeinflussen und bedingen einander und bekommen durch den Neubau des Wissenschaftszentrums einen gemeinsamen Raum.“

Im Mittelpunkt des Entwurfs, der aus einem viergeschossigen Baukörper im Süden des Grundstücks in der Neuen Mitte Passau und einem langestreckten Riegel vor der Löwenbrauerei besteht, steht ein zentraler Platz, der Universität und Stadt in besonderer Weise verbindet und als Treffpunkt für Studierende, der Passauer Stadtgesellschaft und der Universitätsverwaltung dient. Durch die neue Mensa mit einer vorgelagerten Terrasse, von der sich ein wunderbarer Blick auf das Nikolakloster und die Stadt bieten wird und nicht zuletzt den Hörsaal, der dem Kulturleben der Stadt auch als Konzertsaal zur Verfügung stehen wird, wird ein belebter und attraktiver Ort der Begegnung im Herzen der Stadt entstehen.

Das Bauvorhaben auf dem Spitzberg ist die erste grundlegende Erweiterungsmaßnahme des Passauer Campus: Die Universität hat sich in den vergangenen Jahren strategisch neu aufgestellt und ihr fachliches Profil neu definiert. Ausgangspunkt hierfür war das Ausbauprogramm Technik Plus im Rahmen des Aktionsplans Demographischer Wandel, hinzu kamen weitere Neuausrichtungen etwa im Zusammenhang mit der Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern. Mit dem Neubau auf dem Spitzberg – ebenfalls eine Maßnahme der Hightech Agenda Bayern – wird ein moderner, infrastruktureller Rahmen hierfür geschaffen.

Insgesamt investiert der Freistaat Bayern rund 100 Millionen Euro in das neue Wissenschaftszentrum. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2023 beginnen. (BSZ)

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