Bauen

Die vier viergeschossigen Gebäude sind mit Bürckenübergängen verbunden. (Foto: DIBAG)

22.10.2010

Platz für 2200 Mitarbeiter

Neuer Areva-Bürogebäudekomplex in Erlangen

Das Kerntechnikunternehmen AREVA hat am 30. September 2010 im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen neuen Bürogebäudekomplex an der Henri-Dunant-Straße im Süden Erlangens feierlich eingeweiht. Die vier aneinandergereihten Gebäude bieten Platz für rund 2200 Mitarbeiter.
„Unser Wachstum – in Erlangen und weltweit – zeigt zweierlei: Wir sind erstens in einer Branche mit Zukunft tätig. Und wir liegen zweitens mit unseren Produkten richtig“, unterstrich Ulrich Gräber, Sprecher der Geschäftsführung der Areva NP in Deutschland.
Herrmann betonte vor dem Hintergrund des in Berlin verabschiedeten Energiekonzepts, dass Bayern auch in den nächsten 20 Jahren seinen Strombedarf vor allem mit Hilfe der CO2-freien Kernkraft selbst abdecken will. „Die Kerntechnologie war von Anfang an eine der Triebfedern des gewaltigen Wandels hin zum Hochtechnologiestandort Bayern, wie wir ihn heute erleben“, sagte der Minister und verwies darauf, dass Areva über ihre Vorgängerunternehmen ein Pionier der Kerntechnik ist. Am Firmenstandort Erlangen beschäftigt Areva heute mehr als 3500 Mitarbeiter.


Als „Green
Building“ zertifiziert


Olivier Wantz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der deutschen Regionalgesellschaft von Areva NP, sagte, dass die Kernenergie derzeit einen enormen Aufschwung erfährt und AREVA einen wichtigen Teil dazu beiträgt. So hat Areva weltweit derzeit einen Auftragsbestand von 44 Milliarden Euro und es befinden sich vier von Areva entwickelte Kernkraftwerke des Typs EPR in drei Ländern im Bau.
„Die deutsche Region, unsere deutschen Kollegen und ihre Kompetenz spielen eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung dieser Neubauten in Finnland, Frankreich und China“, so Wantz.
Der neue Gebäudekomplex mit dem Namen „Areva am Bachgraben“ umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 60 000 Quadratmetern und ist bereits zum größten Teil bezogen. Unter anderem sind rund 1600 Mitarbeiter aus einem älteren Bestandsgebäude hier eingezogen. Zu den Gebäuden gehört ferner ein Tiefgaragenbereich mit rund 500 Stellplätzen (im Außenbereich weitere 200) für Pkw und weiteren 280 für Fahrräder und Motorräder.
Bauherr und Investor ist die DIBAG Industriebau AG. Der Gebäudekomplex ist als „Green Building“ durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert worden und schloss hierbei mit einem „Gold-Status“ ab.
Die insgesamt vier viergeschossigen Gebäude wurden in Stahlbetonskelettbauweise mit Massivdecken gebaut und sind mit Brückenübergängen verbunden. Die Gebäude haben eine Glas-Metall-Fassade mit Aluminiumfenstern. In den Eingangsbereichen wurde Naturstein verlegt. Die Neubauten sind barrierefrei sowie behindertengerecht und verfügen über behindertengerechte Aufzugsanlagen als kombinierte Personen-/Lastenaufzüge.
Die Raumkühlung in den Bürobereichen erfolgt über Einzelraumregelung mit Deckensegel als abgehängte Metall-Deckenelemente (mit akustischer Wirkung, die auch zu Heizzwecken genutzt werden können.
Eine natürliche Belüftung der Büroflächen ist über öffenbare Fenster möglich. Die Bürofenster erhielten eine Wärmeschutzverglasung sowie einen außen liegenden, elektrischen Sonnenschutz. In den Treppenhäusern gibt es Sonnenschutzverglasung. Die Klimatisierung der Schulungs- und Konferenzbereiche sowie der Cafeteria und Foyerbereiche erfolgt über eine mechanische Lüftungsanlage.
Abgehängte Akustikdecken wurden in den Flurbereichen als Mineralfaserdecken konzipiert. Sämtliche Trennwände wurden installationsfrei gehalten, das heißt Schalter in Funktechnik. Die elektroversorgung der Arbeitsplätze erfolgt über Bodenauslässe mit Elektro- und EDV-Anschlüssen. (BSZ)

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