Bauen

Die Gewinner von Software as a service (SaaS)-Lösung von m2ing zusammen mit Kammerpräsident Norbert Gebbeken (links). (Foto: bayika)

30.11.2022

Zukunftsweisende Projekte

Innovations- und Nachhaltigkeitspreis „Building outside the box“ an Start-Ups und Jungingenieur*innen erstmalig vergeben

Die besten Nachwuchstalente der Branche und ihre vielversprechenden Ideen zeichnete die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vor Kurzem aus. Der Preis Building outside the box wurde erstmalig vergeben. Zur Teilnahme aufgerufen waren junge Ingenieurinnen und Ingenieure bis 40 Jahre sowie Start-Ups, die vor maximal fünf Jahren gegründet wurden. Bewertet wurden die Wettbewerbsbeiträge nach Umwelt- und Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Recycling, Zukunftspotenzial und Praxisnähe, Digitalisierung, Interdisziplinarität, Methodik und Innovationsgrad. Mit dem Preis möchte die Kammer die digitale und ökologische Transformation der Baubranche weiter voranbringen und Nachwuchskräfte für ihren Mut auszeichnen, neue Wege zu gehen.

„Schon lange wird darüber gesprochen, dass die Baubranche mehr und schneller Innovationen braucht. Aber viel zu selten hat man das Gefühl, dass eingetretene Pfade verlassen werden und etwas ganz Neues gewagt wird. Dabei ist das dringend nötig. Denn wir brauchen eine digitale und ökologische Transformation der Bauwirtschaft – und das schnell. Der Baubereich kann zum Gamechanger für die Gesellschaft werden, aber dafür brauchen wir Menschen, die den Mut haben, etwas zu verändern. Der Preis soll Motivation und Anerkennung dafür sein“, sagte Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, der die Preise überreichte.

Ganz oben aufs Siegertreppchen schaffte es die Software as a service (SaaS)-Lösung von m2ing, Platz 2 belegte das Structural Web Tool von Bollinger + Grohmann und der dritte Platz ging an AJG Ingenieure für ihre BIM-Anwendung in bestehenden Ingenieurbauwerken. Für den Preis nominiert waren außerdem die Software-Lösung dacl – Damage Classification von der Universität der Bundeswehr München, die Flinker Apps zur Echtzeitplanung von nachhaltigen Bauprojekten und die Software-Lösung Werkules, die Handwerksbetriebe in den digitalen Planungsprozess einbindet.

Ihre Wahl begründete die Jury wie folgt:

Platz 1: Software as a service (SaaS)-Lösung von m2Ing, vertreten durch Birga Ziegler und Sabine Reim

"Die Software as a Service (SaaS)-Lösung “m2ing” überzeugt mit ihrem Potenzial zum nachhaltigen Betreiben und Nutzen baulicher Strukturen durch eine intuitive und vielseitige Anwendbarkeit sowie die Bereitstellung unterschiedlicher Daten über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Die Jury ist vom Gesamtpaket bestehend aus der Behandlung des aktuell sehr drängenden Problems der Bauwerksprüfung und dem zugehörigen Datenmanagement, dem technischem Reifegrad der Anwendung sowie des gewählten Lösungsansatzes überzeugt. Gerade die zeitnahe und baupraktische Umsetzbarkeit der vorgestellten Idee gab den Ausschlag für den 1. Platz."

Platz 2: Structural Web Tool von Bollinger + Grohmann Ingenieure, vertreten durch Niklas Haschke

"Das 'Structural Web Tool' ermöglicht die Implementierung von Ökobilanzen in frühen Entwurfsphasen von Bauprojekten. Die Betrachtung der Nachhaltigkeit beim Bauentwurf ist ein bisher nicht genug betrachtetes Kriterium, welches in der Baupraxis zu vermeidbaren Planungswiederholungen führt. Das intuitive und benutzerfreundliche Planungswerkzeug „Structural Web Tool“ besitzt das Potenzial zur signifikanten Verbesserung von Effizienz und Ressourcenschonung aufgrund datengestützter Entscheidungen und verdient damit nach Ansicht der Jury den 2. Platz. Wir freuen uns auf eine Weiterentwicklung zur Marktreife!"

Platz 3: Anwendung von BIM an bestehenden Ingenieurbauwerken am Beispiel der Großmarkthalle München von AJG Ingenieure, vertreten durch Florian Stiefel

"Dieser neue Ansatz im Umgang mit bestehenden Ingenieurbauwerken stellt die Prozessorientierung ins Zentrum der BIM-Lösungen. Dieses Neudenken des digitalen Arbeitens mit dem Ziel der Entwicklung von Sanierungs- bzw. Ertüchtigungsmaßnahmen wertete die Jury als spannenden und innovativen Ansatz. Das vorgestellte Pilot-Projekt, die Anwendung von BIM am Beispiel der Großmarkthalle München, prämierte die Jury mit Platz 3."

Alle Nominierten hatten ihr Projekt in einem Live-Pitch einer hochkarätigen Jury und dem anwesenden Fachpublikum vorgestellt. Die Einschätzung der Jury und das Publikumsvoting flossen in die Entscheidung über die Platzierungen ein. (BSZ)

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