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Google ist Marktführer, klar. Aber es gibt zahlreiche Alternativen, deren Potenzial nicht unterschätzt werden sollte. (Foto: dpa/Rolf Vennenbernd)

23.04.2021

Mit Schlüsselwörtern zum Erfolg

Wen Google nicht findet, der existiert quasi nicht – wie Unternehmen und Gründer*innen für wenig Budget Suchmaschinenwerbung nutzen können

An Suchmaschinenwerbung kommt über kurz oder lang wohl kein Unternehmen vorbei. Doch gerade in der Anfangsphase vergessen viele Unternehmen, in diesem Bereich Budget einzuplanen. Während bereits fleißig in Mobiliar und Visitenkarten investiert wird, vergessen sie, dass es zunächst einen Kund*innenstamm braucht, an den sie diese Karten auch ausgeben können. Wer gerade in der Anfangsphase oder auch als Selbstständiger nicht online auf sich aufmerksam macht, hat es heutzutage besonders schwer. Nicht nur die junge Zielgruppe und damit sogenannte Digital Natives suchen zunächst online nach Unternehmen.

Anzeigen gezielt ausspielen

Solche, die keine Relevanz in den Suchmaschinen haben, existieren für sie quasi kaum. Daher gilt die richtige Aufstellung im Netz als maßgebend für den Erfolg eines Unternehmens. Um möglichst auf den vorderen Rängen der Suchmaschinen zu landen, kann SEA – Suchmaschinenwerbung, auf Englisch Search Engine Advertising – weiterhelfen. Dabei handelt es sich um das Schalten von Anzeigen in den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen.

„Auch wer in der Gründungsphase noch kein großes Budget für Suchmaschinenmarketing eingeplant hat, muss nicht verzagen. Klug eingesetzt bringt selbst wenig Etat mehr, als gar kein Geld zu investieren“, erklärt Andreas Karasek, Geschäftsführer der Agentur SEM Berater. Schließlich verläuft der Erfolg einer Suchmaschinenkampagne nicht proportional zum eingesetzten Budget. Wer jedoch weniger investiert, muss dafür mehr Zeit und Geschick aufwenden. Dabei gibt es einige Faktoren zu berücksichtigen.

Viele denken beim Thema Suchmaschinen zunächst an Google. Allerdings gibt es zahlreiche Alternativen, deren Potenzial nicht unterschätzt werden sollte. So liegt beispielsweise der Marktanteil der Suchmaschine Bing bei etwa zehn Prozent. Auch wenn das auf den ersten Blick wenig erscheint, liegt das Unternehmen damit direkt hinter Google an zweiter Stelle und generiert rund 509 Millionen Suchanfragen pro Monat in Deutschland.

Weniger Konkurrenz

Der Vorteil liegt darin, dass weniger Konkurrenz herrscht, sodass eine Anzeigenschaltung durchaus ein geeigneteres Preis-Leistungs-Verhältnis bedeuten kann. Zentraler Faktor für erfolgreiche Suchmaschinenwerbung ist jedoch nicht nur die Wahl einer geeigneten Plattform, sondern passende Schlüsselwörter zu wählen, da Internetnutzer*innen mit ihnen nach bestimmten Themen und Angeboten suchen.

Bei kleinerem Budget lohnt es sich, die Keywords möglichst spezifisch zu setzen. Wer versucht wie ein Kunde zu denken, findet dabei solche Keywords, die eher eine Kaufintention signalisieren als generische Anfragen. Sogenannte Long-Tail-Keywords eignen sich dabei besonders, da sie aus mehreren Begriffen bestehen und bereits die Suchintention der Nutzer*innen spezifizieren. Dabei kann auch eine lokale Begrenzung sinnvoll sein. Ein Handwerksbetrieb sollte dabei beispielsweise eher nach Kunden aus seiner Region suchen als ein Versandhändler, der Kunden in ganz Deutschland beliefert. Denn auch ein geringerer Radius der Anzeigenschaltung kann Kosten sparen. Darüber hinaus lässt sich so steuern, wann eine Werbeanzeige ausgespielt werden soll. Wer hier die Hauptzielzeiten seiner Kunden kennt, kann wiederum das Budget wesentlich gezielter einsetzen. „Wir können festhalten, dass längere und spezifischere Keywords weniger Suchanfragen erhalten, dafür aber eine deutlich höhere Conversion-Rate – also die Umwandlung von einer Zielperson in einen Käufer – erzeugen. Verschiedene Online-Tools geben Aufschluss darüber, wie viel ein Klick bei einem bestimmten Keyword im Schnitt kostet“, so Karasek.

Jedoch nutzt eine akribische Ausarbeitung der Keywords wenig, wenn der Anzeigentext nicht überzeugen kann. Wichtig ist dabei, genau auf die Probleme der Suchenden einzugehen und bereits im Anzeigentext die Lösung parat zu haben. Dazu gehören beispielsweise konkrete Angebote, die Angabe von Ab-Preisen oder auch eine klare Handlungsaufforderung. Nicht jeder Unternehmer ist bereit oder auch in der Lage, entsprechend viel Zeit und Geduld in eine Suchmaschinenkampagne zu investieren. Allerdings ist es wichtig, nicht schnell aufzugeben, sondern an den entscheidenden Stellschrauben immer wieder nachzujustieren. „Wichtiger als ein großes Werbebudget ist die Professionalität der Kampagne. Hier können auch Agenturen Abhilfe schaffen. Durch unsere Festpreise haben unsere Kunden beispielsweise jederzeit den Überblick, welche Kosten auf sie zukommen“, wirbt Andreas Karasek abschließend für sein Unternehmen.
(Silvia Renz)

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