Freizeit und Reise

Der Stausee Moserboden. (Foto: Friedrich H. Hettler)

12.09.2022

Ankommen und sich wohlfühlen

Vielfältige Natur- und Herbsterlebnisse in Zell am See-Kaprun

Gletscher, Berg und See – die österreichische Ganzjahres-Destination Zell am See-Kaprun vereint die gesamte Vielfalt der Alpen. In dem einzigartigen Naturparadies am Rande des Nationalparks Hohe Tauern finden Sportler, Aktivurlauber, Familien und Erholungssuchende im Sommer wie im Winter abwechslungsreiche Erlebniswelten. Dazu gehören die Gipfelwelt 3000 auf dem Kitzsteinhorn, dem einzigen Gletscherskigebiet im Salzburger Land, das Familiengebiet Maiskogel, der Panorama- und Familienberg Schmittenhöhe sowie der Zeller See und die mehrfach ausgezeichnete 36-Loch-Golfanlage.
Im Winter zählt Zell am See-Kaprun zu den attraktivsten Wintersportregionen Österreichs und dank des Ticketverbunds Ski Alpin Card können Schneebegeisterte insgesamt 408 Pistenkilometer inklusive Gletscher mit einem einzigen Skipass erobern.

Tradition und Authentizität spiegeln sich in den Veranstaltungen und kulinarischen Spezialitäten der Region wider. Sportereignisse der Extraklasse wie der Ironman 70.3 und der Großglockner Ultra-Trail ziehen Sportler in die atemberaubende Bergwelt.

Weit weg vom Alltag bekommt der Begriff Alpiner Genuss bei einem Urlaub in Zell am See-Kaprun eine neue Bedeutung: Die Sinne dürfen sich erholen und werden zugleich angeregt. Alpine Küche bedeutet intakte Natur und eine hohe Vielfalt kulinarischer Traditionen. Neben speziellen Veranstaltungen rund um das Thema Kulinarik bietet speziell die Natur die besten Voraussetzungen für kulinarische Genüsse: Viele Traditionen auf kleinem Raum und kurze Wege zwischen Produzenten und Köchen, die aus lokalen Produkten ihre Gerichte zaubern.

Eine große Auswahl an gehobenen Restaurants, acht renommierte Haubenlokale und bodenständige Gasthäuser versprechen authentische Genussmomente. Aber nicht nur im Tal rund um den See, sondern auch am Gletscher Kitzsteinhorn und in vier besonderen Genussstationen auf dem Zeller Hausberg Schmittenhöhe sowie auf den Genusswegen Gletscher, Berg und See wird beste Kulinarik geboten.

Wer außergewöhnliche Kulinarik in gemütlichem Ambiente genießen möchte, ist in Flos Restaurant, das sich direkt im Boutique Hotel Martha in Zell am See befindet, bestens aufgehoben. Küchenchef Florian Zillner kombiniert traditionelle, klassische Küche mit raffinierten Akzenten der modernen Kochszene mit starkem Fokus auf Regionalität.

Flos Küche ist produktverliebt und auf das Wesentliche reduziert. Die klassische Basis mit alten, traditionellen Einflüssen, wie zum Beispiel das Fermentieren von Lebensmitteln oder das Einlegen in Öl oder Essig, trifft auf clevere Neuinterpretationen der modernen Küche. Der Gast kann sich auf außergewöhnliche Kreationen freuen. Das Restaurant an der Schmittenhöhe ist kein Gourmetrestaurant im klassischen Sinn, aber auch kein Wirtshaus. Hier findet Casual Fine Dining seine Vollendung: legeres, gemütliches und gutes Essen in relativ lockerer Atmosphäre. Diese Philosophie zieht sich selbstverständlich durch das kulinarische Angebot.

Die Gerichte mögen von etwaigen Konventionen abweichen, doch ist die Grundlage stets bodenständig mit einem Bewusstsein für die Region und für ökologische Belange. So gibt es beispielsweise einen 250 Quadratmeter großen Gemüse- und Kräutergarten, wo allerlei Obst und Gemüse angebaut wird, das schließlich auf dem Teller des Gastes landet. Für den Winter wird fleißig eingelegt und konserviert. Das Brot wird selbst gebacken, die Zulieferung erfolgt ausschließlich von einer Bio-zertifizierten Bäckerei.

In Zillners Restaurant werden Gerichte mit einem steten Bezug zu Region und Heimat auf den Tisch gebracht. Diesen natürlichen Kreislauf schmeckt man – an sechs Tagen in der Woche.

Gut essen kann man auch in der Gastwirtschaft Tafern in Kaprun. Hier wird typische österreichische Küche zeitgemäß interpretiert und mit Weinen österreichischer und internationaler Topwinzer begleitet. Gaumenschmaus ist garantiert. 

Sobald die Sonne in Zell am See-Kaprun untergeht, ist es noch lange nicht dunkel: Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag um 21:30 Uhr erwartet Gäste der „Zeller Seezauber“ – eine Wasser-, Licht-, Musik- & Laser Show der besonderen Art. Die Show findet beim Musikpavillon im Elisabethpark statt und dauert rund. 20 Minuten.

Bei der genussvollen Wanderung entlang der Höhenpromenade auf der Schmittenhöhe entdecken Gäste gemeinsam mit Alfred „Fredi“ Bürki, dem heimischen SchmittenKräuterexperten, die zahlreichen wildwachsenden Kräuter und erfahren viel Wissenswertes aus erster Hand. Gemeinsam geht es danach in die Kräuterwerkstatt, in welcher die gesammelten Kostbarkeiten der Natur zu unterschiedlichen Spezialitäten verarbeitet werden. Jede Wanderung erhält einen eigenen Schwerpunkt und ob Salbe, Limonade, Aufstrich oder Bäckerei, eines ist garantiert, die Kräuter- & Genusswanderung ist ein einzigartiges Erlebnis für große und kleine Feinschmecker.
Wer sich im Anschluss noch etwas munden lassen und in die regionale Pinzgauer Küche mit heimischen Zutaten schnuppern will, der kann sich im Sonnkogel Restaurant verwöhnen lassen. Das Berg-Wirtshaus zaubert Kreationen aus den heimischen Kräutern und setzt auf bodenständige Klassiker. Selbstgemachte Wildkräuter-Limonaden, Spezialitäten vom heimischen Wild, Schwammerl-Gulasch oder Alm-Gröstl aus der Pfanne lassen sich im Hütten-Ambiente genießen.

Voll in seinem Element ist Erich Erker, wenn er Interessierte durchs Stadtmuseum Vogtturm in Zell am See führt. Dabei hat die Führung nichts schulmeisterliches, dröges an sich. Die Begeisterung des Museumsleiters für die Geschichte des Vogtturms, für Zell am See-Kaprun und die ausgestellten Exponate springt bereits nach einigen einführenden Sätzen auf die Besucher über. Die Ausstellung selbst und die Begeisterung Erkers zieht einen einfach in ihren Bann. Selten erlebt man eine so lebhafte, interessante und erfrischende Museumsführung. Zu der Dauerausstellung über die lokale und regionale Geschichte gesellt sich aktuell die Sonderausstellung „Das Porsche Design-Prinzip“, das die vielseitigen Arbeiten des Designstudios F.A. Porsche ins Rampenlicht stellt.

Hoch hinauf geht für diejenigen, die mit einem Nationalpark Ranger an nur einem Tag vier Klimazonen vom Tal bis in die Welt der Gletscher kennen lernen und erforschen wollen. Wie entsteht Gletschereis, wo sind Steinadler und Bartgeier zu Hause, welche Überlebensstrategien entwickeln Edelweiss und Steinbrech – das alles und viel mehr erfährt man auf der Reise mit vier Seilbahnen bis auf über 3000 Meter und leichten Wanderungen. Oben angekommen kann man die Aussicht von Salzburgs höchst gelegenem Punkt auf 3029 Meter über dem Meeresspiegel genießen. Attraktionen der Gipfelwelt 3000 sind das Cinema 3000, wo ein eindrucksvoller Film über den Gletscher gezeigt wird, und die Nationalpark Gallery. 

Bei einem Spaziergang durch die Nationalpark Gallery, einem mystisch im Berginneren gelegenen, 360 Meter langen Stollen, gewinnen Besucher faszinierende Einblicke und Ausblicke in den Nationalpark Hohe Tauern mit vielen Infostationen. Highlight ist die PanoramaPlattform am Ende mit Blick auf den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs.

Nicht entgehen lassen sollte man sich bei einem Besuchs Kapruns die beiden Hochgebirgsstauseen. Denn für viele Menschen bedeutet Kaprun vor allem eines, die Geburtsstätte eines Mythos. Hoch über dem Kapruner Tal entstand in der Nachkriegszeit eine Wunderwelt der Technik, die schon damals ihrer Zeit voraus war und noch heute nichts von ihrem Mythos eingebüßt hat. Wie zwei Fjorde liegen die beiden Hochgebirgsstauseen im hinteren Kapruner Tal. Eingebettet zwischen den Dreitausender Alpengipfeln, an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern. Hier kann der Besucher das einmalige Zusammenspiel von Naturgewalten und technischen Glanzleistungen hautnah erleben. Vor allem bei Schneeschmelze im Frühling, dann sind die beiden Stauseen prall gefüllt und die Turbinen, hinter den mächtigen Staumauern verborgen, laufen auf Hochtouren. 

Mit modernen Bussen und dem Lärchwand Schrägaufzug gelangt man in eine der schönsten Alpenlandschaften. In nur einer dreiviertel Stunde legt man dabei rund 1200 Höhenmeter zurück.

Der Lärchwand Schrägaufzug ist der größte offene Schrägaufzug Europas unbd hat auch die größte Spurbreite (8,2 Meter) eines personenbefördernden Schienenfahrzeugs weltweit. Als Fahrbahn dienen zwei Schienen, die in Beton-Längsschwellen auf Geländeniveau links und rechts des Hangs verlegt sind. Der neue 9 x 5,4 Meter große Plattformwagen fasst – wie das Vorgängermodell – 185 Personen und ist oben offen. Der Schrägaufzug startet auf 1209 Metern und erreicht nach einer Fahrstrecke von 810 Metern und einem Höhenunterschied von 431 Metern sein Ziel und das in viereinhalb Minuten. Steht man oben auf 1640 Metern und blickt den Hang hinunter, überkommt einen das mulmige Gefühl als ob man im Anlauf einer Skisprung-Großschanze steht. 

Vom Lärchwand Schrägaufzug geht es mit dem Bus weiter, vorbei am ersten Stausee, dem Stausee Wasserfallboden. Auf einer engen, einspurigen Straße geht durch zahlreiche Tunnel hinauf zum Stausee Mooserboden auf 2036 Metern Seehöhe.

107 Meter ragt die Mooser-Sperre in die Höhe und biegt sich zugleich auf knapp 500 Metern Länge zwischen den Felsen. Mit einer Staumauerführung bietet sich dem Interessierten die seltene Möglichkeit, das Innenleben des Bauwerks kennenzulernen. Man gelangt in das Innere des ersten Kontrollgangs und erfährt Wissenswertes über das Zusammenspiel von Technik und Natur. Allerdings würde eine Führung wesentlich interessanter und unterhaltsamer, wenn mehr Geschichten und Anekdoten aus der langen Historie der Kapruner Hochgebirgsstauseen zum Besten gegeben würden und nicht nur technische Details, die Nicht-Fachleute einfach nur ermüden.
Weiterführende Information zur Stromerzeugung aus Wasserkraft, Fauna und Flora im Nationalpark Hohe Tauern, Gletscher und den Besonderheiten der Bauwerke , gibt es in der Erlebniswelt Strom, direkt an der anderen Seite der Staumauer am Fuß der Höhenburg.

Kehrt man von den Stauseen zurück bietet sich auf dem Rückweg der Besuch der Sigmund Thun Klamm an. Imposant, spektakulär und beeindruckend ist die Wanderung durch diese Klamm. Über 30 Meter tief und 320 Meter lang hat sich die Kapruner Ache hier ihren Weg durch das Kapruner Tal geschnitten. Ungelogen, wenn hier von geschnitten die Rede ist, dann trifft es das wirklich sehr gut. Von den Gletschern hoch über dem Kapruner Tal freigegeben, bahnt sich die Kapruner Ache ihren Weg unhaltsam dem Tal entgegen. Steilstufen und Höhenmeter lassen sie Fahrt aufnehmen und ihre pure Kraft entfachen.

Diese Kraft ist es, die Felsen geschnitten, markante Glättungen geformt, Strudeltöpfe und Kolke gebildet hat. Und dieser Vorgang dauert noch heute an. 263 Stufen führen durch die Klamm und über die gut gesicherte Holzkonstruktion wird dabei der tosende Wildbach überquert.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Zell am See-Kaprun natürlich zuhauf. Ein Beherbergungsbetrieb ist zum Beispiel das Bergdorf Hotel Zaglgut. Hoch oben ankommen, um sich fallen lassen zu können. Das ist die Philosophie des Zaglguts. Die Gäste sollen in Ruhe den wunderbaren Weitblick genießen und sich dabei Wünsche erfüllen lassen. Von diesem exklusiven Logenplatz, rund 1000 Meter über Kaprun, sieht man bis zum Zeller See.

Im Sommer 2016 kaufte der Kapruner Unternehmer Manfred Egger den Rohdiamant Zaglgut, um ihn zu einem Schmuckstück zu gestalten. „Ich suchte eine neue Herausforderung und war von der sehr guten Lage und dem einzigartigen Projekt überzeugt“, so Egger. An diesem herrlichen Platz musste einfach etwas entstehen, das man mit Besuchern teilen kann. Also mit Gästen, die Ruhe und Erholung suchen, eingerahmt von elegantem Komfort und den richtigen Verwöhnmomenten. Aus diesem Traum sind 13 Hotelsuiten und zwölf Chalets entstanden. Gastgeberin mit Herz und Charme ist Eggers Nichte Martina Ellmauer.

Ankommen und wohlfühlen – dafür sorgen auch hochwertige Materialien und ganz viel Komfort. Die Außenhülle der Gebäude wurde im Einklang mit der Natur nur mit Holz und Stein ausgeführt. Im Innenbereich wurden hochwertige Materialien wie echte Holzböden, Loden, Samt und viel Altholz verarbeitet. „Die Highlights bei der Ausstattung sind zum Beispiel, dass jedes Zimmer in den Chalets über ein eigenes Bad und WC verfügt“, so Egger. Zum Großteil haben die Chalets sogar eine eigene Sauna, einen Kaminofen und eine Außenbadewanne mit Aussicht.

Bis zu 25 Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Gäste. Als Küchenchef konnte der gebürtige Osttiroler Markus Trojer gewonnen werden, der im Restaurant Zagl für die Extraportion Urlaubsglück sorgt. Alle zusammen eint das Bestreben, die Wünsche der Gäste schon zu erfüllen, bevor sie ausgesprochen wurden. (Friedrich H. Hettler)
 

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