Kommunales

Friederike Kränzle (CSU), Zweite Bürgermeisterin der Stadt Kirchenlamitz erhält von Heidrun Piwernetz (rechts), Regierungspräsidentin von Oberfranken, den Förderbescheid. (Foto: Wolfgang Traßl, Regierung von Oberfranken)

05.09.2016

500.000 Euro für Kirchenlamitz

Kommunalinvestitionsprogramm für finanzschwache Kommunen: Erste Bewilligung einer Sanierungsmaßnahme in Oberfranken

Premiere in Bayreuth: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz übergab den ersten Förderbescheid im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) in Oberfranken an die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Kirchenlamitz, Friederike Kränzle. Die Stadt erhält für die Teilsanierung und den Abbau von Barrieren in der Grund- und Mittelschule in der Schwarzenbacher Straße einen Zuschuss aus Mitteln des Bundes in Höhe von 500.000 Euro. Das KIP wird aus einem Sondervermögen finanziert, das der Bund im Jahr 2015 einmalig mit 3,5 Milliarden Euro ausgestattet hat. Oberfränkische Kommunen erhalten daraus 77,8 Millionen Euro für 191 Bau­maßnahmen. Heidrun Piwernetz lobte das "vorbildliche oberfränkische Konsensmodell" und dankte Landräten und Oberbürgermeistern, dem Beirat und der Arbeitsgruppe KIP der Bauabteilung ihres Hauses "für die kluge, fachlich fundierte und effiziente Abwicklung des Auswahlprozesses".

Bis zu 90 Prozent Zuschuss

Mit dem KIP fördert der Bund Baumaßnahmen zur energetischen Sanierung und zum Abbau von Barrieren in kommunalen Infrastruktureinrichtungen, wie Kindertagesstätten, Schulen, sozialen Einrichtungen und Verwaltungsgebäuden. Der Zuschuss beträgt bis zu 90 Pro­zent. Daneben werden auch städtebauliche Maßnahmen zum Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum und zur Revitalisierung innerörtlicher Leerstände gefördert. Mit der KIP-Förderung soll das gemeinsame Schulgebäude der Grundschule und der Mittelschule Kirchenlamitz teilmodernisiert werden. Zur barrierefreien Erschließung des Schulgebäudes wird ein Aufzug eingebaut. Außerdem sieht die Maßnahme eine energetische Sanierung des Daches vor. Mit dieser Förderung wird eine Investition mit veranschlagten Gesamtkosten von gut 3,5 Millionen Euro in Gang gesetzt, die die Regierung von Oberfranken ergänzend mit Mitteln aus dem Finanzausgleich unterstützt.

Alle profitieren

Davon profitiert nicht nur die regionale Bauwirtschaft, sondern auch der Bürger: Niedrigere Energiekosten bedeuten weniger Kosten für den Steuerzahler. "Bei rund 190 Maßnahmen in Oberfranken erwarten wir bis Fristende Mitte November eine Antragswelle, die wir nach Eingangsreihenfolge bewilligen werden", sagte Heidrun Piwernetz. Die Regierungspräsidentin rief alle Antragsteller dazu auf, die jeweiligen Antragsunterlagen bald bei der Regierung einzureichen.
(BSZ)

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