Kultur

Ausschnitt aus einer Illustration von Josef L. Krancher, eine Szene aus dem Paradiso interpretiert. Die Gesamtansicht finden Sie in der Bildergalerie am Ende des Beitrags. (Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg)

11.03.2019

Dante heute

Staatliche Bibliothek Regensburg zeigt Josef L. Kranchers Illustrationen zur "Göttlichen Komödie"

Die „Göttliche Komödie“ (um 1307 bis 1321) zählt zu den größten Werken der Weltliteratur. Das von Dante schlicht als commedia/Komödie betitelte Werk ist von einer enormen Sprachgewalt. Wer einmal in dem Werk des Florentiners gelesen hat, wird die Eindrücke nur schwer vergessen. Buchstäblich alle Sinne werden angesprochen. Man hört förmlich die Schreie der Verdammten in der Hölle, riecht den stinkenden Kot, sieht die bizarren Ungeheuer vor sich. Dem Florentiner Dichter gelang es, ein ganzes Panoptikum der abendländischen Geschichte, Bildung und Kultur zu entfalten. Dante lässt das „Who is who“ der Bildungsgeschichte auftreten: Homer, Horaz, Ovid und Lukan finden sich hier ebenso, wie Sokrates, Platon, Cicero, Galen, Euklid oder Ptolemäus. Die „Göttliche Komödie“ ist damit selbst so etwas wie eine Bibliothek. Geradezu unerschöpflich sind die Lesarten dieses Werkes.

Der Regensburger Künstler Josef L. Krancher (1938 geboren) beschäftigt sich fast sein Leben langmit dem großen Werk Dantes. Zwischen 2012 und 2018 sind so mehr als 250 Illustrationen entstanden, mit denen der Künstler versucht, Dantes Verserzählung ohne Überhöhung und ohne Hemmschwellen in Bilder unserer Zeit umzusetzen, um sie so auch einem jüngeren Publikum wieder einfacher zugänglich zu machen.

Seine Illustrationen sind nun in der Staatlichen Bibliothek Regensburg zu sehen. Angereichert wird die Ausstellung durch Ausgaben der „Commedia“ aus Kranchers Privatbesitz sowie aus den Beständen der Staatlichen Bibliothek -  darunter die erste deutsche Ausgabe, die Leberecht Bachenschwanz zwischen 1767 und 1769 herausbrachte, und Fragmente einer Dante Handschrift, die aus dem 14. Jahrhundert stammen. (BSZ)

Information:  20. März bis 27. April. Staatliche Bibliothek, Gesandtenstraße 13, 93047 Regensburg.

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