Kultur

Filmstill aus dem Eröffnungsfilm ""The Euphoria of Beeing". (Foto: Dok.fest München)

04.05.2020

Online bedeutet nicht kostenlos

4,50 Euro für einen Tag oder 50 Euro fürs Gesamtpaket: das Dok.fest München kann man sich heuer zuhause anschauen

Vom 6. bis zum 24. Mai spielt sich in diesem Jahr das Dok.fest München ab – und es spielt in diesem Jahr auf der virtuellen Leinwand: Als erstes europäisches Dokumentarfilmfestival findet es ausschließlich online statt. 121 Filme aus 42 Ländern sind zu sehen – und man muss/darf dazu diesmal nicht ins Kino, sondern muss/kann das Geschehen von zu Hause aus verfolgen. Wie das geht und was das beim Sehen bewirkt, wäre schon wieder einen eigenen Dokumentarfilm wert. Jedenfalls finden alle drei Hauptwettbewerbe wie geplant statt, jedenfalls gibt es auch 21 Welt- und 69 Deutschlandpremieren zu sehen. Und es werden 14 Preise verliehen.

Der Eröffnungsfilm „The Euphoria of Being“ beschreibt, wie die Choreografin Réka Szabó, die auch Regisseurin des Films ist, mit der 90-jährigen Holocaust-Überlebenden Éva Fahidi und der Tänzerin Emese Cuhorka über Monate hinweg eine Tanzperformance entwickelt, die auf Éva Fahidis Autobiografie „The Soul of Things“ basiert. Dieser Film eröffnet gleichzeitig die Reihe „DOK.focus lasting memories“, die sich mit Zeitzeug*innen des Holocaust beschäftigt.

Daneben gibt es diverse andere spannende Reihen, beispielsweise „DOK.music“ mit Rockgeschichten und den „Student Award“ mit Werken von Filmstudent*innen aus deutschsprachigen Ländern.

„Wir verlieren“, sagte Festivalleiter Daniel Sponsel vor der Eröffnung, „bei der Online-Edition die große Leinwand, die Intensität und die Begegnung in den Kinos." Sponsel weiter: „Die Online-Edition bietet auch neue Chancen, die wir bestmöglich ausloten wollen.“

Wichtig ist den Organisatoren: Online bedeutet nicht kostenfrei! Es handelt sich um hochwertige künstlerische Produkte, die selbstverständlich ihren Preis haben, haben müssen. Alle Filme sind vom 7. bis zum 24. Mai unter www.dokfest-muenchen.de zu sehen, kosten einzeln 4,50 Euro (für 24 Stunden Anschnauzeit) oder 50 Euro im Gesamtpaket. Filmgespräche zu einzelnen Beiträgen werden aufgezeichnet oder live gesendet. Und das sind sogar mehr, als es bei der analogen Veranstaltung gewesen wäre. (Christian Muggenthaler)

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