Landtag

2021 gab es allein bei der Münchner S-Bahn über 8400 Zugverspätungen. (Foto: dpa/Boris Roessler)

17.06.2022

Münchner S-Bahn: Über 50.000 Minuten Verspätung

2021 hat es bei der Münchner S-Bahn rund 1500 Störungen gegeben. Daraus hätten sich 8472 Zugverspätungen ergeben. Die meisten davon hätten die Fahrgäste aber laut Staatsregierung kaum bemerkt.

Von 2011 bis 2019 ist die Zahl der Fahrgäste im S-Bahn-Netz München um rund 17 Prozent auf im Schnitt 821 500 Personen täglich gestiegen. An einzelnen Tagen wurden vor Corona sogar bis zu 840 000 Fahrgäste gezählt. Viele von ihnen dürften sich jedoch in der Vergangenheit über Zugausfälle geärgert haben – darunter auch Markus Rinderspacher (SPD). Das Problem sind die Stellwerke. Sie regeln die zugehörigen Weichen, Signale und Bahnübergänge. Fallen sie aus, fällt auch der komplette S-Bahn- und Regionalverkehr für Stunden aus. Der Abgeordnete wollte daher von der Staatsregierung wissen, wie viele Stellwerkstörungen es aktuell gibt. 

Das Verkehrsministerium antwortet, im Jahr 2021 hätte es im Bereich München rund 1500 Störungen an Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik gegeben. Die meisten davon hätten die Fahrgäste aber nicht oder nur kaum bemerkt, behauptet das Haus von Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Daraus hätten sich 8472 Zugverspätungen ergeben – die meisten aber nur im Bereich von wenigen Minuten. Insgesamt seien so im Jahr 2021 rund 50 530 Verspätungsminuten entstanden. Was die genauen Ursachen waren, sei nicht bekannt. „Zugausfälle weisen häufig mehrere gleichzeitige Ursachen auf.“ Eine durchschnittliche Stellwerkstörung würde aber nach ein bis zwei Stunden behoben.

150 Angestellte kümmern sich allein in München um die Instandhaltung der Leit- und Sicherungstechnik

Personalmangel ist nach Angaben des Ministeriums nicht der Grund für die vielen Verspätungen. „Störungen im S-Bahn-Netz werden laut Deutscher Bahn priorisiert behandelt, sodass es zu einer Verzögerung der Instandsetzung aufgrund von Personalmangel nur in wenigen Fällen kam.“ Zudem sei neues Personal eingestellt worden. Mittlerweile kümmerten sich im Großraum München 150 Angestellte um die Instandhaltung der Leit- und Sicherungstechnik. Außerdem habe es seit 2011 immer wieder Erneuerungen an Stellwerken gegeben, zuletzt am Stellwerk Grafing, im Bereich der Hackerbrücke, in Moosach und auf der Strecke der S7-Ost. Für das Jahr 2028 plane die Bahn die Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks München-Pasing mit Kosten in Höhe von aktuell rund 42 Millionen Euro. (David Lohmann)

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