Leben in Bayern

Beim Bayerischen Rundfunk (BR) kommt es wegen Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde zu Veränderungen im Programm. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

11.07.2024

Erneut Warnstreiks beim BR

Einheitsprogramm statt vieler Sender: Im Tarifkonflikt beim Bayerischen Rundfunk kommt es erneut zu Warnstreiks. Das Publikum merkt es beim Radiohören

Beim Bayerischen Rundfunk (BR) gibt es durch Warnstreiks erneut Änderungen und Ausfälle im Programm. Mehrere Radiowellen der viertgrößten ARD-Anstalt starteten am Donnerstagmorgen ein gemeinsames Programm statt ihrer gewohnten Sendungen. Die Warnstreiks hätten entsprechende Auswirkungen, wie ein Radiomoderator zum ungewöhnlichen Start in den Tag sagte.

In seinem Internetangebot weist der öffentlich-rechtliche Sender ebenfalls auf die Aktion hin: Mehrere Gewerkschaften hätten zum Warnstreik aufgerufen. "Im Radio, Fernsehen sowie Online kann es zu Ausfällen kommen." Der Aufruf zum Warnstreik reicht bis in den frühen Freitagmorgen. Er gelte für die Beschäftigten aller Betriebsteile in Bayern sowie die Beschäftigten des BR-Hauptstadtstudios Berlin, teilte die Gewerkschaft Verdi in Bayern mit. 

Die Infowelle BR24 sowie das Kultur- und Informationsprogramm Bayern 2 sendeten nicht wie üblich, sondern übernahmen das Programm von Bayern 1. Darüber informierte auch der Bayern-1-Moderator das Publikum aller betroffenen Sender.

Fünf Runden ohne Ergebnis

Wie beim BR laufen auch in anderen ARD-Anstalten derzeit Tarifverhandlungen - beim BR gab es bereits fünf Runden ohne Ergebnis. Die Häuser stehen vor der Herausforderung, dass die Finanzlage ab kommendem Jahr ungeklärt ist. Noch gibt es keine Entscheidung, ob der Rundfunkbeitrag steigt. Es gibt dagegen großen Widerstand aus mehreren Landesregierungen.

Insgesamt sind bei solchen Warnstreiks beim BR rund 5000 Kolleginnen und Kollegen von den Gewerkschaften zu Aktion aufgerufen - in erster Linie alle Festangestellten und arbeitnehmerähnlichen Freien. Zur Zahl der diesmal Beteiligten gab es keine Angaben. 

Die Gewerkschaften fordern nach eigenen Angaben in der Tarifrunde 2024 ein Plus für die Beschäftigten von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro. Der BR hat inzwischen in der vergangenen fünften Verhandlungsrunde sein Angebot nach eigenen Angaben verbessert: Bei einer Laufzeit von nun 24 Monaten bietet der Sender eine Steigerung von 4,71 Prozent zum 1. Oktober 2024 an, wie ein Sprecher mitteilte. Zuvor war diese Erhöhung noch in zwei Schritten vorgesehen gewesen und zum Teil an eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2025 gebunden.

Dieser Vorbehalt sei im neuen Angebot weggefallen. Der nächste Verhandlungstermin werde gerade zwischen den Tarifpartnern abgestimmt, sagte der BR-Sprecher. (Roland Freund, dpa)

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