Politik

Martin Heilig (Bündnis90/Die Grünen) gewinnt die Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters in Würzburg und jubelt im Ratssaal des Rathaus. Bayerns Grüne werten das als Aufschwung für die gesamte Partei. (Foto: dpa/Heiko Becker)

19.05.2025

Nach OB-Wahl in Würzburg: Grüne spüren Aufwind

Erstmals wird mit Martin Heilig ein Grüner Oberbürgermeister einer bayerischen Großstadt. Seine Partei fühlt sich im Aufwind

Der Sieg des Grünen-Kandidaten Martin Heilig bei der Oberbürgermeisterwahl in Würzburg könnte der Partei in Bayern nach Ansicht ihrer Spitze Rückenwind geben. "Für uns ist das ein Anfang für sehr große Schritte Richtung Kommunalwahl", sagte die Co-Vorsitzende Eva Lettenbauer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden zeigen, dass Bayern grün regiert werden kann, und zwar nicht nur in Würzburg, sondern auch in ganz vielen anderen Dörfern und Städten und das immer zum Wohl der Menschen."

Nach dem Sieg Heiligs am Sonntag in der Stichwahl gegen CSU-Kandidatin Judith Roth-Jörg habe sie Erleichterung gespürt, sagte Lettenbauer. Würzburg ist mit etwa 131.000 Einwohnern nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Frankens. 

Erster grüner OB im Freistaat

Heilig wird mit Beginn seiner Amtszeit am 1. Juli der erste grüne Oberbürgermeister in Bayern sein. Der 49-Jährige holte laut dem vorläufigen Endergebnis 65 Prozent der gültigen Stimmen. Roth-Jörg kam auf lediglich auf 35 Prozent. 

Heilig, fünffacher Vater, ist derzeit 2. Bürgermeister der Mainstadt und Stellvertreter des scheidenden OBs Christian Schuchardt (CDU), der zum Deutschen Städtetag wechselt. 

Partei selbstbewusst

Lettenbauer zufolge könnte Heiligs Wahlerfolg die strategische Ausrichtung der Grünen mit Blick auf die Kommunalwahl im kommenden Frühjahr beeinflussen. "Wir gewinnen vor allem sehr viel Selbstbewusstsein und werden ganz selbstbewusst Angebote in den Städten und Gemeinden in Bayern machen für die Bürgermeisterwahlen, für die Oberbürgermeisterwahlen, für die Landratswahlen."

Die Partei wolle deutlich zeigen, "dass wir die sind, die bei den Menschen sind, zuhören, verbinden. Das war ja auch ein ganz großes Thema in Würzburg. Nicht aufeinander draufhauen, sondern Lösungen anbieten, Brücken bauen." (dpa)
 

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