Politik

20.08.2020

Sollen Schulen mit WLAN ausgestattet werden?

Frankreich hat WLAN in Einrichtungen für Kinder gesetzlich verboten, um sie vor der elektromagnetischen Strahlung zu schützen. Richtig so, meint die Verbraucherorganisation Diagnose:Funk und fordert ein solches Verbot auch an deutschen Schulen. Der Digitalverband Bitkom hält die Sorgen hingegen für unbegründet

JA

Von Nina Brandau, Referentin für Bildungspolitik beim Digitalverband Bitkom

Ob Homeoffice, Homeschooling oder virtuelle Konzerte – die Corona-Krise hat einen Digitalisierungsschub ausgelöst. In Zeiten räumlicher Distanzierung sind es digitale Technologien, die unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben am Laufen gehalten haben. Zugleich wurden im Lockdown die digitalen Defizite deutlich. Schulen, die sich bereits auf den Weg ins digitale Zeitalter gemacht haben, wurden durch das unvermittelte flächendeckende Homeschooling kaum vor Probleme gestellt.

Diese Vorreiterschulen setzen auf drei Säulen: digitale Infrastruktur, angepasste pädagogische Konzepte und digitale Kompetenz für Lehrkräfte. Neben einer Breitbandversorgung ist WLAN eine essenzielle Voraussetzung für digitalen Unterricht. Ohne WLAN können lediglich feste PCs genutzt werden. Mobile Endgeräte bieten allerdings einen flexibleren und oft pädagogisch sinnvolleren Einsatz. Wurden Unterrichtsinhalte früher überwiegend frontal von der Tafel aus vermittelt, geht es in modernen Konzepten darum, sich den Stoff gemeinsam in kleineren Gruppen zu erarbeiten. Dem sollte auch das Raumkonzept Rechnung tragen. Aus einer festen Sitzordnung werden mobile Lernplätze, die jederzeit neu arrangiert werden und an den Anforderungen der jeweiligen Unterrichtssituation ausgerichtet werden können. Mobile Geräte unterstützen diese Konzepte, Tablets und Laptops ermöglichen Kollaboration und Kommunikation über den gesamten Klassenraum und darüber hinaus – und sie verfügen auch nur dann über den vollen Funktionsumfang, wenn sie ins WLAN einwählt sind.

Etwaige Sorgen vor Gesundheitsrisiken sind unbegründet. Die drahtlose Datenübertragung über das WLAN verläuft über hochfrequente elektromagnetische Felder. Zahlreiche Studien belegen, dass die vom Router ausgehende WLAN-Strahlung ungefährlich ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz urteilt: WLAN ist unbedenklich. Bedenklich wäre es dagegen, WLAN nicht einzusetzen – denn die Technologie ist unverzichtbar für die Digitalisierung der Schulen.


NEIN

Von Peter Hensinger, Vorsitzender der Verbraucherorganisation Diagnose:Funk

Indirekt warnt die Telekom in der WLAN-Router-Bedienungsanleitung: „Die integrierten Antennen Ihres Speedport senden und empfangen Funksignale bspw. für die Bereitstellung Ihres WLAN. Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder (EMF) so gering wie möglich zu halten.“ Niemand wird bestreiten, dass Klassenzimmer hier einzuordnen sind.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt: „ Bevorzugen Sie Kabelverbindungen, wenn auf Drahtlostechnik verzichtet werden kann. Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig aufhalten, zum Beispiel am Arbeitsplatz. Falls vorhanden, stellen Sie die Reichweitenbegrenzung ein, um die maximale Strahlungsleistung zu reduzieren.“

In der Erklärung von Nikosia fordern die Österreichische und Zyprische Ärztekammer ein WLAN-Verbot an Schulen, Frankreich hat es für Grundschulen bereits erlassen. Solche Warnungen beruhen auf einer besorgniserregenden Studienlage. Auf höchster wissenschaftlicher Ebene, im Springer-Reference-Book, haben bereits 2014 im WLAN-Review Naziroglu/Akman das Schädigungspotenzial beschrieben. Der bisher größte Review von Wilke (2018) listet 100 Studien, die Folgen wie Kopfschmerzen, Konzentrations- und Fruchtbarkeitsstörungen, verschlechtertes Lern-und Erinnerungsvermögen bis zum Krebsrisiko beschreiben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Strahlung als möglicherweise krebserregend eingestuft. Das BfS selbst bestätigt eine krebspromovierende Wirkung unterhalb der Grenzwerte. Wie kann WLAN an Schulen installiert werden, wo sich eventuell Kinder oder Lehrer mit einer Krebsbiografie aufhalten? Es gibt Alternativen. Die beste Option: Kabelverbindungen überall. Wenn es unbedingt mobil sein soll: Optische Kommunikation über Infrarotlicht (LiFi) ist zur Serienreife entwickelt.

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Kommentare (37)

  1. Georg vor 2 Wochen
    Spatenpauli kann es mal wieder nicht lassen. Jede offene Dislussion zum Thema Mobilfunk muss er mit seinen hämischen Kommentaren versehen.

    Bevor er Anderen ihren beruflichen Werdegang vorwirft, um ihnen jegliche Komeptenz zu diesem Thema abzusprechen, sollte er mal klar stellen, wie er als Nachrichtentechniker biologische und medizinische Zusammwenhänge beurteilen will? Kann er eine Ausblidung als Mediziner oder Biologe nachweisen?

    Nachgewiesen ist, dass er schon seit Jahren gegen Mobilfunkkritiker polemisiert und sich wegen Verleumdung auch schon vor Gericht verantworten musste.
  2. Michael Mayer vor 3 Wochen
    Ich kann den Mehrwert von WLAN in Schulen noch nicht sehen. Dass gesundheitliche Risiken vorhanden sind scheint mir klar zu sein. Die Frage scheint nur dad Ausmaß. Aber weshalb ohne großen Mehrwert überhaupt Risiken eingehen? Ich bin klar dagegen.
  3. Wölfin am 02.09.2020
    Echte Liebe zu unseren Kindern verbietet es, mit herkömmlichem W-LAN an Schulen zu arbeiten. Wenn schon unbedingt notwendig, dann mit VLC-Technik. In Grundschulen haben digitale Medien m.E. nichts verloren. Hier ist der reale Kontakt und das reale Lernen unverzichtbar.
  4. Spatenpauli am 30.08.2020
    Berichtigung: In älteren Kommentaren hier habe ich geschrieben, in Frankreich sei W-Lan in Einrichtungen für Kinder unter sechs Jahren verboten. Das ist falsch. Das entsprechende französische Gesetz 2015-136 vom 9. Februar 2015 verbietet W-Lan in Räumen von Kinderkrippen und Kindergärten, wenn sich dort Kinder unter drei Jahren aufhalten können.

    Link zum Gesetz (französisch): https://www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cidTexte=JORFTEXT000030212642&dateTexte=20200827
  5. Mikrowellen Geschädigt am 30.08.2020
    Seit 1 1/2 Jahren kann ich nicht mehr arbeiten, da ich WLAN innerhalb von 2 minuten nicht mehr vertrage, und extreme Schmerzen davon bekomme. Ich bin stark Mikrowellen Krank geworden. Die Schmerzen halten auch an, wenn ich den Wlan wieder verlasse!!!Und das dann noch Stundenlang inklusive Depressionen.
    Meine Tochter klagt über chronische Kopfschmerzen wenn sie die Schule besucht, und sie hat mir gesagt, das ihre Mitschüler das auch haben, sie ist da nicht die einzigste!!!Sogar die AOK schreibt das jedes 4. Kind mittlerweile chronische Kopfschmerzen hat! Depressionen sind am zunehmen.
    Das diese Mikrowellentechnik Gesundheitsschädlich ist, weiß man schon seit den 1920er Jahren. Und trotzdem hat man diese Technik eingesetzt, weil sie zur Kriegsführung bzw. das Miltär/Überwachungstechniken Ideal ist.
    Das Buch: "Mikrowellen die verheimlichte Gefahr" (Erstausgabe in Deutschland 1989) zeigt die ganze Geschichte auf seit 1900.
    Das Buch "Mikrowellen töten leise" von Wulf Dietrich Rose ist eine neuere Ausgabe des Themas 2018.
    Röntgenstrahlen galten 50 Jahre lang als unschädlich, bis zu viele Ärzte und Helfer an Krebs starben. Doch 50 Jahre wurde gelogen, da man viel Geld damit verdienen konnte!!! Beim Tabak war es dasselbe, auch 50 Jahre!!! Man sollte sich die Industrielle Geschichte mal genau anschauen. Politik und Industrie sind so stark miteinander verzahnt wegen GELD, das man sich auf diese Urteile nicht verlassen kann.
    Dazu empfehle ich Folgende Seiten:
    www.stiftung-pandora.eu
    www.schulen-ohne-wlan.org
    www.cellphonetaskforce.org
    Der Mensch ist ein elektromagnetisches Wesen, jede Zelle im Körper funktioniert elektrisch, im Gehirn hat der Mensch magnetitkristalle sie alle auf fremdstrom Funk reagieren, und dort Störungen Verursachen (wenn auch langsam dann aber stätig). Wenn man sich die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschaut, dann müßte einem der Anstieg von Störungen bei Schulkindern (ADHS, Deutsch und Mathe Schwäche, Autismus, immer mehr Agressionen sowie Depressionen, zunahme von Diabetes, epileptischen Anfällen sowie Leukämie, Herzfehler etc. bei kleinen Kindern doch auffallen.
    Und wenn man sich die Geschichte anschaut, wird man sehen, das die Industrie und Politik, wenn es ums Geld geht schon immer gelogen hat, solange bis es nicht mehr zu vertuschen ging. Davor müssen jedoch immer Tausende (diesmal Millionen Weltweit) qualvoll sterben.
    Doch diese Genetischen Schäden die nichtionisierende Strahlung bei unseren Kindern anstellt sind irreversibel und nicht mehr umkehrbar!
    Mir fällt jetzt schon auf, wieviele 40 jährige an Krebs under Herzschlag sterben in meiner Umgebung.
    Das finde ich nicht normal, und wieviele 20 - 40 jährige schon schwer chronisch krank sind!!! Mich eingeschlossen. Dazu gibt es definit einen Anstieg an Glioblastomen (Gehirntumore).
    Dazu empfehle ich wirklich den Film Thank You For Calling!
  6. Monika am 29.08.2020
    Ich bin selbst schwer elektrosensibel, d.h. nach auch nur wenigen Minuten Einwirkung von Funk bekomme ich heftig Kopfschmerzen, nachfolgend Nervenschmerzen überall im Körper, Übelkeit, Störungen des Sehens, des Hörens usw. W-LAN hat bei mir den Weg dahin bereitet.

    Oft muss ich mich krank melden. Ein eingeschaltetes Handy im Raum und die Schutzmaßnahmen sind zunichte (gilt für daheim wie für meinen Arbeitsplatz).

    Und genau deshalb bin ich dafür, ALLE ÖFFENTLICHEN RÄUME und möglichst auch alle privaten Gebäude strikt mit FESTNETZANSCHLÜSSEN zu versorgen und funkbasierte Anwendungen darin zu verbieten. Dann könnte ich auch mal wieder Zugfahren, ein Konzert oder auch den Gottesdienst besuchen - und auch meine berufsbedingt anfallenden Besuche in Schulen, Kitas, Horten, Kliniken absolvieren und gesund nach Hause gehen.

    Ich finde es also wichtig, unsere Kinder und Jugendlichen zu schützen vor einer Technik, die in der heutigen Weise niemals in Betrieb gehen hätte dürfen.
  7. Bettina am 28.08.2020
    Egal ob in KiTa’s oder Schulen, ob in Frankreich oder Nikosia ... wer haftet eigentlich für mögliche Gesundheitsschäden unserer Kinder, wenn WLAN-Strahlung irgendwann als krebserregend eingestuft wird? Der Hersteller oder die Bundesregierung, oder der private Club ICNIRP, auf dessen Grenzwerte sich diese bis heute verlassen? Wie kann es Frau Brandau überhaupt verantworten, WLAN als unbedenklich zu bezeichnen? Sie sollte wenigstens eine Quelle oder Studie nennen, die das belegen kann. Den meisten Kommentatoren entnehme ich, dass es ihnen um Vorsorge und technische Alternativen geht. WLAN ist eine Risikotechnologie, es sollte zu denken geben, dass selbst die Schweizer Swisscom ein Patent angemeldet hat, um Elektrosmog bei WLAN-Routern wegen möglichen Gesundheitsgefahren vorsorglich zu reduzieren (WO/2004/075583) und die deutsche Telekom empfiehlt, Ihren Speedport nicht in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen aufzustellen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten. Und last but not least empfiehlt auch das Bundesamt für Strahlenschutz, kabelgebundene Verbindungen zu bevorzugen, wenn auf Drahtlostechnik verzichtet werden kann. Die Betonung liegt auf "Empfehlung", denn bei einem Verbot von WLAN müsste der Staat für die Verkabelung an Schulen aufkommen. Ich bin der Bayerischen Staatszeitung jedenfalls sehr dankbar, dass sie mit dieser Aktion zu einem öffentlichen Diskurs um die Risiken der aktuellen Mobilfunktechnologie beiträgt. Dieser müsste dringend geführt werden, insbesondere nachdem mittlerweile journalistisch aufgedeckt worden ist, dass die Form der Festlegung der Mobilfunk-Grenzwerte nichts mit sauberer wissenschaftlicher Arbeit zu tun hat, sondern ein hochmanipulierter Vorgang ist, wo nur ganz bestimmte Interessen vertreten sind (siehe Tagesspiegel-Artikel von Investigate Europe und aktuelle Studie der Europaabgeordneten Buchner/Rivasi).
  8. Manuela am 27.08.2020
    Ab dem 11.Lebensjahr sollte ein Kind mit den digitalen Medien auch im Schulunterricht vertraut gemacht werden. Vorher nicht, denn es ist wichtig , dass ein Kind bis zu diesem Alter soziale Kompetenz, ein achtsames und wertschätzendes Miteinander und Herzensbildung im Umgang mit seinen Mitmenschen wahrnehmen und lernen kann. Denn das ist die Basis für ein später erfolgreiches und glückliches Leben.
    Allerdings sollten die digitalen Lehrmittel in den Schulen durch Glasfaserkabel eingespeist werden und sämtliche Geräte kabelgebunden bedient werden.
    Funkverbindungen, wie WLAN sind grundsätzlich abzulehnen, da es sich hier um gepulste Mikrowellenstrahlung handelt, welche Stress in unsere Körperzellen bringt und eine massive Bedrohung für unser Immunsystem und auch unser seelisches Gleichgewicht zur Folge hat
  9. Spatenpauli am 27.08.2020
    Peter Hensinger sagt in seiner Stellungnahme: "In der Erklärung von Nikosia fordern die Österreichische und Zyprische Ärztekammer ein WLAN-Verbot an Schulen, Frankreich hat es für Grundschulen bereits erlassen."

    Dazu ist zu sagen: Nein, Frankreich hat W-Lan an Grundschulen NICHT verboten. Gesetzlich verboten wurde 2018 das Mitführen privater Mobiltelefone in Grundschulen. Herr Hensinger verwechselt hier W-Lan mit Smartphones. Verboten wurde W-Lan in Frankreich 2015 nicht an Grundschulen, sondern in Einrichtungen für Kinder unter sechs Jahren, also z.B. Kindergärten und Kinderkrippen.

    Und was die beiden Ärztekammern anbelangt: 2005 untersuchte Prof. Norbert Leitgeb in Österreich den Kenntnisstand von Allgemeinärzten in Sachfragen zu elektromagnetischen Feldern. Das Ergebnis ist kein Ruhmesblatt für die Zunft. In seinem Fazit schrieb der Wissenschaftler seinerzeit:

    "Es ist eher einzigartig, dass es einen derartig weit verbreiteten Widerspruch zwischen den Meinungen von Ärzten und der anerkannten nationalen und internationalen Risikobewertung gibt. Angesichts der Häufigkeit der Begegnung mit dieser Thematik zeigen die Ergebnisse einen dringenden Handlungsbedarf auf."

    Vier Jahre später gab es 2009 eine ähnliche Untersuchung in Deutschland. Auch hier zeigte sich eine verzerrte Risikowahrnehmung der Mediziner. Das Bundesamt für Strahlenschutz stellte damals fest:

    "Ein beträchtlicher Anteil der Ärzte hat im Vergleich zu der aktuellen wissenschaftlichen Risikobewertung eine zu hohe Risikowahrnehmung bzgl. EMF. Dies kann u. a. auf die selbst geäußerte schlechte Informiertheit der Ärzte zurück zu führen sein. Es gilt, den Ärzten die aktuelle wissenschaftliche Risikobewertung zu EMF näher zu bringen, damit die Ärzte darauf bei ihrer beratenden Tätigkeit zurückgreifen können."

    Was bedeutet es schon, wenn weltweit zwei lokale Ärztekammern sich besorgt zeigen? Ich meine, nicht viel, allein in Deutschland gibt es 17 Landesärztekammern, weltweit werden es tausende sein. Da Hensinger diese nicht nennt darf angenommen werden, dass die überwiegende Mehrheit davon in W-Lan keinerlei Gesundheitsrisiko sieht. Abweichler von einer Mehrheitsmeinung gibt es immer, das sehen wir momentan an Ärzten, die sich gegen die Coronapolitik erheben. Etwa 2000 sollen es bei uns sein. Na und? Bei rd. 380'000 Ärzten in Deutschland sind diese die berühmte Ausnahme von der Regel.

    Aus meiner Sicht vertritt Peter Hensinger einen schwach begründeten Außenseiterstandpunkt, der bevorzugt von Menschen unterstützt wird, die mangels Wissen/Ausbildung irrationale Bedenken gegenüber EMF entwickeln. Viele Kommentare unten bestätigen diese Einschätzung. Dies ist ein altbekanntes Phänomen: Die Risikowahrnehmung von echten Experten unterscheidet sich nicht selten erheblich von der selbsternannter Experten oder Laien.
  10. Brigitte am 27.08.2020
    Dem Ausbau einer Digitalisierung an Schulen über ein Kabelnetz würde ich zustimmen, so dass die neuen Medien genutzt werden können. WLAN sollte meines Erachtens nur im Notfall und zum Abschalten sein. Ich bin selbst Lehrerin und finde es extrem besorgniserregend die Schüler einer Dauerbestrahlung zu unterziehen und auch mich selbst. Seit vielen Jahren informiere ich mich über die Wirkung von Mobilfunk. Wir sind im Alltag schon vielerorts kurzzeitig starker Strahlung ausgesetzt, sind dabei aber oft in Bewegung, so dass sich der Körper wieder regenerieren kann. Eine besondere Wirkung gibt es, wenn man länger an dem gleichen Platz sitzt, hier kann diese feine Irritierung der Strahlung ständig auf unsere Zellen einwirken, auch wenn die Grenzwerte eingehalten werden- Die Wirkung ist ähnlich wie die einer ständigen minimalen Dosis Gift- Stress und Krankheiten sind vorprogrammiert.
  11. Spatenpauli am 26.08.2020
    @"Björn": Den erlernten Beruf eines Mannes zu nennen, der sich in der Mobilfunkdebatte öffentlich kapriziert, soll ein Ad-Hominem-Argument sein? Da bin ich anderer Meinung und sehe eher in ihrem Kommentar ein Ad-Hominem-Argument.
  12. Spatenpauli am 26.08.2020
    Vielleicht das noch: Im Vorspann dieses "Thema der Woche" heißt es oben "Frankreich hat WLAN in Einrichtungen für Kinder gesetzlich verboten, um sie vor der elektromagnetischen Strahlung zu schützen." Dies ist, mit Bezug auf Schulen, nicht richtig, denn das Gesetz Nr. 2015-136 vom 9. Februar 2015 verbietet in Frankreich lediglich die Installation von W-Lan in Einrichtungen für Kinder unter sechs Jahren.

    Was Schulen anbelangt, so gibt es in Frankreich tatsächlich ein Verbot für Grundschulen, das jedoch mit "Strahlung" nichts zu tun hat. Auf Anfrage des IZgMF antwortete die französische Botschaft in Deutschland 2018: "Tatsächlich sind alle Mobiltelefone von diesem Verbot betroffen, es geht allgemein darum, den Unterricht nicht zu stören und die Konzentration der Schüler zu fördern, egal ob sie durch SMS oder Facebooknachrichten abgelenkt sind. Ausserdem geht es natürlich um Prävention von Mobbing und missbräuchliche Nutzungen. Ausnahmen sind vorgesehen. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die netzfähige Geräte, weil Schüler gemeinhin keine Seniorenhandys ohne Internet benutzen."

    Das Verbot bezieht sich auf die privaten Mobiltelefone der Schüler. Die angesprochenen Ausnahmen bedeuten auch in Frankreich, dass schulisches W-Lan während des Unterrichts dann zulässig ist, wenn es zur Vermittlung des Lehrstoffs erforderlich ist. Vor und nach einer solchen W-Lan-Lehrveranstaltung wird in den Grundschulen W-Lan abgeschaltet.
  13. Björn am 26.08.2020
    „...gelernte Drucker Peter Hensinger..."

    Ad-Hominem-Argumente nutzen niemanden etwas und lassen nur den in einem schlechten Licht erscheinen, der sie äußert.
  14. Spatenpauli am 26.08.2020
    Wer glaubt, die momentan hier geäußerten Meinungen seien ein Querschnitt der öffentlichen Meinung, der irrt. Denn die "Bayerische Staatszeitung" ist bereits seit Jahren beliebtes Verlautbarungsorgan organisierter Mobilfunkgegner, das Blatt räumt ihnen viel Platz ein, die teils grotesken Standpunkte der Anti-Mobilfunk-Szene zu vertreten. Das allein schon erklärt die auffällig einhellige Meinung der Kommentatoren. Um sicher zu gehen hat der gelernte Drucker Peter Hensinger vorsorglich noch eins draufgelegt und macht im Newsletter der selbsternannten "Verbraucherorganisation" Diagnose-Funk prominent auf die aktuelle "Frage der Woche" aufmerksam. Dass sich bislang dennoch nur 23 Kommentatoren zu Wort gemeldet haben belegt unfreiwillig die kurze Reichweite dieses Anti-Mobilfunk-Vereins.
  15. Björn am 25.08.2020
    Ich unterschreibe bei Herrn Hensinger. Warum? Weil Frau Brandau nicht erwähnt, dass negative gesundheitliche Auswirkungen von WiFi bereits in vielen Studien darlegt wurden - und das weit unterhalb der geltenden Grenzwerte, die nur den erwärmenden Effekt berücksichtigen. Des Weiteren gibt es mit der VLC-Technik, wenn einige Dinge wie Blaulichtanteil und Flimmerfrequenz beachtet werden, wohl bereits eine gute Alternative, die bereits an einigen Schulen oder im Presseraum des HSV Verwendung findet. Auch ist es möglich, ein Smartphone oder Tablet per LAN-USB-Adapter zu betreiben. Das machen wir zuhause und es funktioniert hervorragend - vor allem ganz ohne gesundheitskritische Strahlung.

    Nehmt das Vorsorgeprinzig und viele bereits empfindliche Menschen bitte endlich ernst.

    Daher: Kein W-Lan an Schulen oder an sensiblen Orten!
  16. Informatiklehrer am 25.08.2020
    Für eine gute Bewältigung des Fernunterrichts während der Schulschließung waren weder WLAN Ausstattung noch Breitband Anschluss der Schulen entscheidend. Die Schulen waren ja geschlossen. Voraussetzung war die technische Ausstattung der Lehrer und Schüler und eine gute und datenschutzkonforme Lernplattform. Und natürlich entsprechend geschulte Lehrer/-innen. Für zukünftige Schulschließungen (die hoffentlich nicht kommen), wäre hier sicher einiges zu verbessern. Was sich nach meiner Erfahrung während der Schulschließung deutlich gezeigt hat: wie wichtig die Beziehung zum Lehrer/-in und zu den Mitschülern/-innen ist. Die kann auch durch noch so eine gute Technik nicht ersetzt werden.
    Unabhängig von Schulschließungen fehlt (zumindest in manchen Bundesländern) eine gute informatische Bildung und dazu benötigt man kein WLAN, sondern genügend gut ausgebildete Lehrer/-innen.
  17. Ina am 25.08.2020
    Klares NEIN zu WLAN in Kitas und Schulen. Die Ergebnisse vieler hundert wissenschaftlicher Studien und Beobachtungen praktizierender Ärzte über die Schädlichkeit von Dauerbelastung durch Hochfrequenz von Mobilfunk und WLAN werden durch die Bundesregierung schlichtweg ignoriert. Das ist ein Skankal. Ich frage mich, welchen (Digital)Pakt die Regierung eingegangen ist, zu Gunsten von Lobbyinteressen und zum Schaden nicht nur unserer Kinder sondern nachfolgendender Generationen. Die Digitalsucht von Kindern und Jugendlichen mit allen typischen Folgen einer Sucht wird durch die Verfügbarkeit von Schul-WLAN sicher nicht weniger. Wenn es im nächsten Schritt heißt - bring your own device - also Kinder benutzen im Unterricht das Privathandy über das WLAN. Neben den gesundheitlichen Problemen für LehrerInnen und Kinder in Dauer-WLAN-Bestrahlung tun mir jetzt schon die LehrerInnen Leid, denn gegen die Ablenkung auf social media und games im Unterricht anzukommen wird schlichtweg unmöglich.
  18. JoJo am 25.08.2020
    Für unsere Kinder und Enkel sollte nur das Beste gut genug sein!!! Deshalb Glasfaser, LAN, genügend und bestens ausgebildetes Lehrpersonal, ausreichend Fachpersonal für Wartung und Instandhaltung der Systeme, gut ausgearbeitete Lehrpläne für geeignete Fächer unter Berücksichtigung der Nachteile digitalen Lernens, viel Zeit und Mittel für die Realisierung und und und ....
    Nur mobile Endgeräte beschaffen, die keine Funklösung für die Kommunikation benötigen. Mobilität kann auch mit Licht (VLC-Technik) gelehrt werden. WLAN-Netze brechen regelmäßig zusammen, wenn mehr als 10 Datenpunkte mit großer Datenmenge gleichzeitig kommunizieren - sie sind daher in Klassenräumen völlig ungeeignet! Die Hersteller der WLAN-Router warnen vor den Gesundheitsrisiken ihrer Geräte! Frau Nina Brandau ist fachlich ungeeignet, wenn sie behauptet, dass das Bundesamt für Strahlenschutz WLAN als "unbedenklich" einstuft - das Gegenteil ist der Fall!
    Einen einigermaßen guten Datenschutz gibt es nur verkabelt. WLAN und Datensicherheit ist wie Feuer und Wasser.
  19. ursula am 25.08.2020
    Ein klares Nein zu W-LAN an Schulen und ein Ja zu Glasfaser.
    Gerade an Schulen, wo wir den Kindern doch Vorbild sein wollen und sollen.
    Wo wir den Kindern einen guten Umgang mit der Technik und der Natur lehren wollen und sollen.
    Sobald das Vorsorgeprinzip nicht mehr zur Anwendung kommt und es nur noch um Geld geht ist etwas sehr, sehr falsch.
    Und Chriss - was ist das denn für eine Einstellung?
    Im Zuge eines Umdenkens und mit Glasfasertechnik wird auch ein Umdenken zum Thema DECT-Telefon und LTE und 5G notwendig und letztlich auch Wirklichkeit.
  20. Inge am 25.08.2020
    Nein, auf keinen Fall.
    Der leichtfertige Umgang mit Wlan und auch 5G wird uns nichts Gutes bringen. Es gibt so viele Untersuchungen und Ergebnisse über die Schädlichkeit- ich verstehe nicht, weshalb das nicht gesehen wird. Es gibt da wohl Interessen, die es zu vertreten gilt. Schade- viele Menschen werden dadurch geschädigt und die Lebensqualität massiv heruntergesetzt.
  21. Tim am 25.08.2020
    Ein großes Danke an die Bayrische Staatszeitung, dass sie dieses Thema öffentlich zur Diskussion stellt. Leider sind andere Verlage nicht dem öffentlichem Druck gewachsen und nur an Auflage interessiert.

    Viele Länder machen es uns vor und die BRD ist leider wieder auf eigenem Kurs.

    Ich lebe Wlan frei in meiner Wohnung und betreibe alles, auch Handy, via Netzwerkkabel...funktioniert klasse! In der Öffentlichkeit ist dies allerdings nicht möglich, doch Aufklärung bringen ist immer gut. Ich lerne immer mehr Menschen kennen, die elektro sensibel sind und das tut mir leid.

    Liebes Team von "Diagnose-Funk", weiter so!
  22. Ralf am 25.08.2020
    Als Vater zweier Kinder kann ich nur sagen: Schluss mit diesem Digital-Lobbyismus! Wo bitte bleibt das Vorsorge-Prinzip? Es gibt viele warnende Stimmen vor W-LAN, auch aus der medizinischen Zunft. Und jetzt soll es trotzdem flächendeckend eingeführt werden? Dann schauen wir halt mal ob diese Personen, diese Studien Recht behalten??
    Ich persönlich kenne noch die physischen "Smog-Glocken" über einer Stadt durch Kohleheizung etc. Das war sichtbar. Elektrosmog ist es (leider) nicht. Aber ab einem gewissen Bildungsniveau sollte man wissen, dass er Stress und Probleme verursacht, auch ohne manches Detail ("oxidativer Stress" o.ä.) zu kennen.
    Von mir ein klares Nein zu W-LAN und auch zu 5G!
  23. Chris am 25.08.2020
    Sehr geehrte Frau Brandau,
    als Referentin für Bildungspolitik hätte ich eigentlich erwartet, dass Sie zumindet mal ein bisschen "Schulluft" geschnuppert hätten. Das scheint aber definitiv nicht der Fall zu sein, ansonsten würden Sie nämlich sicher nicht behaupt, dass dort (fast) nur Frontalunterricht statt findet. Bei weitem nicht! Und viele Gruppenarbeiten lassen sich mit großer Sicherheit viel besser mit anderen Mitteln durchführen. Anstatt nur mit mobilen Endgeräten. Vielleicht sollten Sie sich eine Schule tatsächlich mal von innen anschauen - jetzt - mehr mit dem Blick von Außen, anstatt als Schülerin.
    Natürlich braucht es auch Digitalisierung - aber doch bitte kabelgebunden zum Schutze der Gesundheit.
    Und falls das noch nicht bekannt ist: Nahezu jedes mobile Endgerät (wenn es denn unbedingt sein muss), kann mit einem Adapter per LAN-Kabel ins Internet. Diese kosten ein paar Euro, genauso wie die Splitter, um mehrere Geräte zu betreiben.

    Eine kleine Geschichte noch zum Schluss: Mein Mann ist Chemielehrer. Seit ein paar Jahren hat er in jeder Klasse mindestens 3 Schüler*innen mit Tremor, sodass diese nicht mehr die Reagenzgläser im praktischen Unterricht (ganz ohne mobiles Endgerät!) befüllen können...
  24. Georg am 25.08.2020
    WLAN ist sehr steilflankig mit 10 Hz gepulst, dies führt zu einer Beeinflussung der Gehirnwellen, die natürlicherweise im Bereich 8 - 12 Hz oszillieren. Damit hat WLAN eine sher strake Wirkung auf alle neurologischen prozesse im Körper, vor allem im ZNS.

    Kognitive Prozesse wie lernen, gedächtnis, Orientierung usw leioden damit ungemein - also in der Schule absolut kontraproduktiv.

    Wer sich heir schlauer machen möchte, dem lege ich die Studien von Prof. Karl Hwehcht ans Herz.
    http://www.elektro-sensibel.de/artikel.php?ID=59

    Sogar die Telekom warnt vor eigenem WLAN, man solle es nicht i nder Nähe von Mmenschen betreiben...
    http://www.elektro-sensibel.de/artikel.php?ID=42

    WEr hier allen Ernstes diese Technologie an Schuilen und Kindergäreten fordert, ruiniert die Gesundheit usnerer Kinder
  25. Chriss am 25.08.2020
    Was soll denn das Verbot von Wlan bringen? Heutzutage gibt es vermutlich selbst in den Schulen DECT Telefone, zudem mit hoher Sicherheit auch LTE und bald 5G Abdeckung. Von daher ist sowieso überall elektromagnetische Strahlung.
  26. Susan68 am 25.08.2020
    Nach tiefgehender Beschäftigung mit diesem Thema bin ich absolut für WLAN-freie Schulen! Deshalb stimme ich Herrn Hensinger zu. Es gibt keinen einwandfreien wissenschaftlich erbrachten Beweis, dass WLAN völlig unschädlich für die Gesundheit ist. Demnach wird das Vorsorgeprinzip nicht richtig angewandt. Es gibt ernst zu nehmende wissenschaftliche Stimmen, die aufgrund ihrer Studien zum Ergebnis kommen, dass gesundheitliche Schäden möglich und sehr wahrscheinlich sind. Wer Interesse hat kann sich die Filme "Thank you for calling" oder "Faktencheck - die gesundheitliche Wirkung der Mobilfunkstrahlung" ansehen, sich auf der Seite "Kompetenzinitiative" ( Die Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V. ist eine internationale, interdisziplinäre und überparteiliche Fachvereinigung insbesondere von Wissenschaftlern, Ärzten, Juristen und Technikern. Sie engagiert sich für einen zeitgemäßen Gesundheits- und Umweltschutz vor allem auf dem Gebiet des Mobil- und Kommunikationsfunks) und Diagnose:Funk (Verbraucherschutzorganisation für umweltverträgliche Funktechnik und Schutz vor Elektrosmog) informieren. Auch der Redakteur des Tagesspiegels Harald Schumann, der Mitglied des journalistischen Netzwerks "Investigate Europe" ist, hat bei seinen Recherchen zum Thema festgestellt, dass die Zulässigkeit und Höhe von Grenzwerten ihn an die Thematik der Atomkraft erinnert - ähnlich intransparent und wirtschaftsfreundlich mit fraglichen Gesundheitsauswirkungen für die Menschen.
  27. Bettina am 25.08.2020
    Der Renovierungsstau bei Schulen liegt bei über 35 Mrd. Euro, qualifizierte Lehrkräfte fehlen, im fünfstelligen Bereich. Aber für Informationstechnik und IT-Stellen stehen Millardenbeträge zur Verfügung. Hallo ??? Als Mutter von 2 Kindern sehe ich ein Unterrichtskonzept mit WLAN als Kerntechnologie vor allem als Geschäftsmodell der Industrie, das sowohl die psycho-sozialen wie auch die sonstigen Gesundheitsrisiken ausblendet. Hintergründe dazu (auch zur Rolle der Bitkom) werden in der aktuellen Stellungnahme des unabhängigen Bildungsexperten Prof. Ralf Lankau vom ‚Bündnis für humane Bildung‘ ausführlich beschrieben (Quelle: http://www.aufwach-s-en.de/2020/08/sollen-schulen-mit-wlan-ausgestattet-werden/). Außerdem muss angesichts der Corona-Pandemie eine Frage gestellt werden: Der Lockdown und das Homeschooling sollen vor allem die immungeschwächten Menschen vor der Ansteckung durch Covid-19 schützen. Welchen Sinn macht es dann, die WLAN-Technologie, die nachweislich das Immunsystem durch die Strahlenbelastung schwächt, einzusetzen? Im aktuellen Artikel „Mobilfunktechnik, Strahlenbelastung und Immunsystem - Was die Studienlage seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts sagt“ hat der gemeinnützig anerkannte Verein Diagnose-Funk e.V. diesen Zusammenhang bestens dokumentiert (Quelle: https://www.diagnose-funk.org/1550).
  28. Gerti am 24.08.2020
    Nein, kein Wlan an Schulen. Wie absurd die Idee eigentlich ist, wenn man bedenkt, dass die Strahlung, die von solchen Geräten ausgeht als möglicherweise krebserregend eingestuft wird.
    Ausserdem absurd weil immer mehr Studien belegen, dass Mobilfunkstralung zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann und die Konzentration beeinflusst. Angeblich beschleunigt sie zwar Denkvorgänge, führt aber auch zu mehr Fehlern. Soll das ein Ziel von Bildung sein, alles möglichst schnell zu machen egal ob richtig oder falsch?
    Werden gerade mal die Bausünden der letzten Jahrzehnte entfernt (Asbest, PCB...) und schon baut man sich wieder die nächsten fragwürdigen Dinge ins Haus.
    Was die Beschwichtigungen der Risiken angeht kann ich nur sagen: Je mehr geleugnet wird, desto skeptischer wird man doch. Auch wenn man nicht hunderte von Studien gelesen hat kann man sich vorstellen, dass die unsichtbare Datenübermittlung ja irgendwie durch unseren Körper gehen muss und dort was mit unseren Zellen oder Nerven macht. Da muss man kein Biologe sein um sich das vorstellen zu können. Leider vertraue ich dem Bundesamt für Strahlenschutz nicht und zwar genau deshalb weil man so gar keine Risiken aussprechen will. Das ist unglaubwürdig zumal es in anderen Ländern ganz anders gehandhabt wird und ich mich noch sehr gut an die Warnungen der Wissenschaft erinnern kann als die Dect Telefone auf den Markt kamen. Ich persönlich habe den Eindruck, dass uns beim Mobilfunk die Grenzwerte nur davor schützen, dass unser Gehirn nicht zu heiß wird. Was sonst noch abläuft wird vermutlich gar nicht berücksichtigt. Auch in den Medien wird das Thema Strahlenschutz und Mobilfunkstrahlung total ausgeklammert. Das scheint nicht sein zu dürfen, weil man sich schon zu weit aus dem Fenster gelehnt hat und zu viel Geld damit verdient wird.
    Was das Lernen selbst angeht passiert das nur im sozialen Kontext. Spracherwerb, räumliches Vorstellungsvermögen usw geht nur in einer analogen Welt mit Bezugspersonen, da haben Tablets nichts zu suchen. Ausserdem geht es doch bis über die Mittelstufe hinaus um Wertevermittlung und um das Anregen von Interessen und Ehrgeiz, damit die Schüler gerne und nachhaltig lernen.
    Erst wenn die Schüler sich in der analogen Welt zurecht finden, kann man ihnen das Digitale vermitteln, dazu braucht man aber kein Wlan sondern gute Informatiklehrer und einen Laptop mit Kabelanschluss.
    Bitte keine Industrialisierung der Bildung sondern ehrliche Vorsorgepolitik, Aufklärung und Strahlungsminimierung im Bereich Mobilfunk!
  29. Blumenwiese am 24.08.2020
    Bitte kein WLAN an Schulen, Gundschulen und Kindergärten. Unterstützte eine gesundheitsfördernde Digitalisierung ohne Strahlung, dafür mit schnellem kabelgebundenen Breitbandinternet bzw. Lichttechnik zum Wohle unserer Kinder. Technik an Schulenmuss sinnvoll und gesundheitsverträglich genutzt werden, das ist die Pflicht unserer Politiker und Direktoren dies umzusetzen. Die Profitgier der Industrie darf nicht zu Lasten der Gesundheit der Bevölkerung gehen.
  30. JS am 24.08.2020
    Wie kann man bei einer Technik noch von Fortschritt sprechen, wenn sie eindeutig als gesundheitsschädlich einzustufen ist ? Die Zahl von elektrohypersensiblen Personen, die gesundheitliche Schäden durch Hochfrequenzstrahlung erleiden, nimmt ständig zu.
    Leider werden vielerorts noch keine Zusammenhänge bei oft schon vorliegenden Symptome hergestellt.
    Viele Ärzte sind nicht auf diese Thematik ausgebildet und schreiben die Beschwerden oft ungerechtfertigterweise dem psychosomatischen oder psychiatrischen Bereich zu. Fatal !
    Leben schützen ! WLAN verbieten und verfügbare Alternativen nutzen !
  31. Sabine am 23.08.2020
    NEIN - bin ganz mit Peter Hensinger
  32. hype am 23.08.2020
    Die Frage "Sollen Schulen mit WLAN ausgestattet werden?" erzeugt den Eindruck, als ginge es hier vor allem um einen Meinungsstreit.
    Die pauschale Entwarnung hinsichtlich aller gesundheitlichen Risiken aus einem handfesten Interesse an einer systemischen Änderung in der Schulpraxis einerseits und eine gut belegte Studienlage zu den negativen Auswirkungen auf die Konzentration und das Lernen von Kindern andererseits, stehen sich aber unvereinbar gegenüber.
    Eine kaum begründete Beruhigung der digitalen Bildungsanbieter gegenüber strahlenbedingten Gefahren hat es möglich gemacht, dass wir glauben, die WLAN-Technik sei für Kinder und Jugendliche unbedenklich.
    Frankreich dokumentiert mit seinen gesetzlichen Schutzmaßnahmen doch hingegen deutlich, dass es die gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Jugendliche ernst nimmt.
    Die Entscheidungen zum Aufbau von WLAN-Netzwerken in Schulen sowie die Ausstattung mit Tablets liegen bei der derzeitigen Umsetzung des Digitalpaktes in den Händen von Schulleitungen und Schulträgern, die über die möglichen gesundheitlichen Risiken nicht informiert sind und demzufolge die Beteiligten darüber auch nicht informieren.
    Wenn junge Menschen in ihrem Lernverhalten von gepulsten Mikrowellen beeinflusst werden, läge die Vorsorge-und Aufklärungspflicht über die Folgen für die Auswirkungen auf das Lernverhalten bei der Politik. Kabelgebundene Lösungen müssten bevorzugt werden.
    Bedauerlicherweise wird der Forschungsstand zu diesen Wirkungen aber nicht ernst genommen.
    In einer Antwort des zuständigen Schulträgers meiner Schule auf den Hinweis zu den möglichen gesundheitlichen Gefährdungen durch WLAN in kreiseigenen Schulen enthielt das Schreiben die beigefügte Antwort des Ministeriums, dass es "nach derzeitigem Kenntnisstand keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise auf Menschen gebe, sofern die Grenzwerte eingehalten werden."

    Angesichts des Schutzes des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit wären die Empfehlungen der Gerätehersteller und die Verantwortung, die Frankreich hier übernimmt, endlich dringend ernst zu nehmen.
  33. citizen am 22.08.2020
    Dass eine schnelle Internetverbindung für viele Situationen wünschenswert ist, ist völlig klar. Da das BfS jedoch einen privaten wirtschaftsnahen Verein (ICNIRP) mietfrei in den eigenen Räumen beherbergt und auf ihn hört, und trotz vieler Hinweise unabhängiger Studien auf biologische Wirkungen von Mobilfunk am thermischen Dogma festhält, halte ich das BfS nicht für vertrauenswürdig. Nach Sichtung von vielen Studien zu Fruchtbarkeit, Verändertem EEG, möglichen Verhaltensauffälligkeiten bei Schulkindern und Gedächtsnisproblemen bei Mäusen einerseits und Problemen in entwarnenden Studien andererseits (wegen des thermischen Dogmas wird gerne nur ungepulste kontinuierliche Strahlung verwendet, während WLAN scharfe Peaks hat) stimme ich für NEIN. Vielleicht könnte LiFi (Übertragung durch LEDs/sichtbares Licht), wie sie in Stuttgart schon erfolgreich in einer Schule getestet wurde, die konsensfähige Lösung sein.
  34. Manfred am 22.08.2020
    Ganz schön dreist wie die Mobilfunkindustrie mal wieder versucht die Gefahren für unseren Nachwuchs zu verharmlosen.
  35. Schmidt am 21.08.2020
    Das Thema Digitalisierung der Schulen und des Lernens wird kontrovers diskutiert wie mann oben sieht. Die ganz brisante Frage ist jedoch: Warum überlegt die Regierung überhaupt ob sie die Bitkom also die Industrie am Lernprozess teilhaben lässt??? Sollte das Lernen nicht frei von industriellen Interessen sein, sollte es nicht lieber eine rein geistige Tätigkeit sein, die es den Pädagogen und Geisteswissenschaftlern überlässt sich die Lernmethoden selbst zu wählen. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass es wenig bis gar nichts bringt wenn Kinder nur auf Tablets wischen, weil das Gehirn in der Geschwindigkeit gar nicht so aufnahmefähig ist.. Schnelles Futter zum schenll wieder vergessen. Weg Werf Wissen so wie Weg Werf Essen und Weg Werf Elektroschrott? Und dazu noch der immense Stromverbrauch der Rechenzentren. Ich denke das kann sich die Welt nicht mehr leisten.
    Einen kompetenten Informatikunterricht mit Grundlagen der gängigen Programme und Programmierung am Laptop für die Mittelstufe halte ich da für wesentlich wichtiger und zielführender auch für den Beruf.

    Ganz abgesehen von den gesundheitlichen Auswirkungen von Dauer-Funkstrahlung. Darüber sollte sich Frau Brandau doch mal informieren! Es gilt als erwiesen, dass es biologische Auswirkungen von Wlan und Funkstrahlung allgemein gibt, die weit unterhalb der Grenzwerte statt finden. Als Vater von drei Kindern kann ich nur sagen, dass ich das für meine Kinder nicht will!
    Hochfrequente Strahlung ändert nachweislich die Gehirnströme im EEG. Kein Mensch kann sagen wie sich das langfristig auf die Gehirne unserer Kinder, die damit leider aufwachsen müssen, auf Dauer auswirkt.

    Ich fordere die Politiker auf, sich Industrie unabhängig von internationalen Wissenschaftlern über die biologischen Auswirkungen weit unterhalb der Grenzwerte beraten zu lassen, die Ausführungen des Schweizer Amtes für Umwelt zu diesem Thema zu lesen (auch die Schweizer Grenzwerte!) und dann die Verantwortung für ihre Entscheidungen und die Gesundheit unserer Kinder zu übernehmen.
  36. pejokla am 21.08.2020
    Als Interessenvertreterin der Informations- und Telekommunikationswirtschaft ist Frau Brandau natürlich schon per Arbeitsvertrag verpflichtet, die Gesundheitsgefahren für Kinder und Jugendliche kleinzureden. Unser EU-Partner Frankreich, der WLAN an Schulen verbietet, steht ja nun bestimmt nicht im Verdacht, besonders technologiefeindlich zu sein - es muss also gute Gründe geben. Leider stelle ich zunehmend fest, dass das von ihr zitierte Bundesamt für Strahlenschutz sich mehr und mehr für den Schutz der Strahlen vor den Menschen einsetzt als umgekehrt, z.B. durch Veröffentlichung viel zu hoher Grenzwerte.
    Es stimmt u.a. nicht, dass lediglich feste PC'S genutzt werden könnten, denn auch Laptops, Tablets etc. können ans LAN angeschlossen werden - es müssen nur genügend Anschlüsse dafür bereitgestellt werden. Und was sollen die Kinder und Jugendlichen machen, die zum immer größer werdenden Kreis der sogenannten elektrosensiblen Menschen gehören?
    Ich hoffe, dass die Ausführungen von Herrn Hensinger in Kommunal- und Landespolitik endlich Beachtung finden.
  37. manuela990 am 20.08.2020
    Ich selbst bin elektrosensibel geworden, nachdem ich 4 Jahre lang vor einem Funkmast und in einem Büro mit WiFi gearbeitet habe. Schließlich habe ich meinen Job aufgegeben, sonst hätte ich meine Gesundheit vollends ruiniert. Heute helfe ich Elektrosensiblen mit orthomolekularer Medizin ihren oxidativen Stress abzubauen, indem ich ihre Schwermetallbelastung im Blut messe und durch Ausleitung verringere. Wer sagt, elektromagnetische Strahlung habe keinen oder nur einen geringen Effekt, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Man braucht nur einmal neben einem Router und dessen WiFi Strahlung zu schlafen, um zu erkennen, dass das nicht gesund sein kann. Ein simples wie effektives Experiment beweist: lässt man Pflanzensamen neben einer elektromagnetischen Quelle keimen, so wird dessen Entwicklung nach 12 Tagen massiv gehemmt. Nicht so bei keimendem Samen in einer WiFi freien Umgebung. Die Natur macht es uns vor. Man könnte nun noch zwei neue seltene Krebsarten im Gehirn und am Herzen erwähnen, die sich in italienischen und amerikanischen Versuchen zu 5G an Mäusen gezeigt haben, aber eine echte Überraschung ist das wohl nicht.

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