Politik

Die Gewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen. (Foto: Verdi)

20.11.2023

Warnstreiks an Hochschulen und Theatern

Die Gewerkschaft läuft sich langsam warm. Nach ersten Warnstreiks im Freistaat geht es nun im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder in München weiter. Ein Schwerpunkt sind die Hochschulen – aber auch Kulturliebhaber könnten unliebsame Überraschungen erleben

Mit Warnstreiks und Aktionen an bundesweit 50 Hochschulen - darunter in Augsburg, Erlangen und München - haben Beschäftigte am Montag bessere Bezahlung gefordert. Für Kulturliebhaber ergeben sich ebenfalls Einschränkungen. So wird die Aufführung von "Peer Gynt" am Residenztheater ersatzlos entfallen, wie das Haus mitteilte.

Im Tarifstreit für die Angestellten der Länder fordert die Gewerkschaft Verdi 10,5 Prozent Gehaltserhöhung, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Außerdem soll ein bundesweiter Tarifvertrag für Hilfskräfte an Hochschulen durchgesetzt werden. 

Für Dienstag hat die Gewerkschaft Auszubildende zu einem "Jugendstreiktag" aufgerufen. Am Donnerstag und Freitag sollen Beschäftigte der Universitätskliniken in München, Augsburg, Regensburg, Erlangen und Würzburg zeitweise streiken, ebenso Beschäftigte ihrer Dienstleister. Verdi-Landesfachbereichsleiter Robert Hinke sagte: "Dass man auf Kosten des Personals spart, zeigt sich besonders drastisch in outgesourcten Servicebereichen." Es fehle nicht an Geräten, sondern an Personal - das Personal "läuft zunehmend davon", sagte Martin Schmalzbauer, Verdi-Fachsekretär für die Unikliniken in Bayern.

Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 7. Dezember in Potsdam. Der Bayerische Beamtenbund (BBB) fordert die Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamten. BBB-Chef Rainer Nachtigall sagte am Montag: "Wir brauchen konkurrenzfähige Beschäftigungsbedingungen." Die Länder haben die Forderungen als unbezahlbar zurückgewiesen.

In dem Tarifkonflikt geht es um das Einkommen von bundesweit rund 1,1 Millionen Angestellten des öffentlichen Diensts der Länder. Das Ergebnis wird üblicherweise auch auf die 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte übertragen. In Bayern sind es laut Verdi rund 155 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie rund 227.000 Beamtinnen und Beamte. Deshalb hat auch die Gewerkschaft der Polizei zu dem Warnstreik am Montag aufgerufen. (Elke Richter, Roland Losch, dpa)

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